(8.10.2018) Zum Themenheft 5 / 2018 „Kirchenmusiker – Beruf mit Zukunft!“ hat der Remscheider Kirchenmusiker JM Kirschnereit eine kritische Wortmeldung geschrieben, die im Forum veröffentlicht ist:  „Ich … stehe 2 ½ Jahre vor der Pensionierung und kann den Beruf des Kantors nicht empfehlen! …“ Weitere Diskussionsbeiträge erwünscht!

(4.10.2018) Seit Oktober 2018 ist Edoardo Bellotti Professor für Historische Orgel an der Hochschule für Künste Bremen. Mit ihrer ersten Stiftungsprofessur schärft die HfK Bremen ihr Profil als Ausbildungsstätte für Alte Musik. Ermöglicht wird die Stiftungsprofessur durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung. Edoardo Bellotti ist Experte für Renaissance- und Barockmusik, italienische Orgelliteratur und Generalbass sowie Improvisation. An der Universität Pavia wurde er in Orgel und Cembalo ausgebildet, bevor er Humanwissenschaft und Theologie studierte. Seine Tätigkeit als Pädagoge zieht sich durch Italien und Deutschland bis in die USA, wo er von 2013 bis 2018 Professor für Orgel, Cembalo und Improvisation an der renommierten Eastman School of Music war.

(2.10.2018) Vom 17. bis 24. März 2019 wird an St. Andreas Korschenbroich der 11. Internationale Orgelwettbewerb durchgeführt. Info/Anmeldung (bis 1.1.2019) kultur@korschenbroich.de, www.korschenbroich.de/freizeit_tourismus/Orgelwettbewerb.php. Der Jury gehören Winfried Bönig, Hayo Boerema, Michael Hoppe und Martin Sonnen an. Die drei Preise sind mit 3.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert.

(1.10.2018) Der fünfte Internationale Buxtehude-Orgelwettbewerb, der vom 21. bis zum 29. September in Lübeck und Hamburg ausgetragen wurde, ist entschieden. Den ersten, mit 8.000 Euro dotierten Preis hat sich der italienische Organist Nicola Procaccini (Foto Mitte) erspielt. Lars Schwarze (r.), Orgelstudent an der Musikhochschule Lübeck (MHL) und Jochem Schuurman (l.) teilen sich den zweiten, mit jeweils 4.000 Euro dotierten Preis, ein dritter Preis wurde nicht vergeben. 17 junge Organistinnen und Organisten aus elf Nationen wetteiferten in drei Runden um die hochdotierten Preise. Zur internationalen Jury gehörten neben dem Norweger Jon Laukvik als Vorsitzendem weitere renommierte Organisten wie Michel Bouvard (Frankreich), Pieter van Dijk (Niederlande), Ja-Kyung Oh (Südkorea), Wolfgang Zerer (Deutschland) und die beiden Lübecker Professoren Arvid Gast und Franz Danksagmüller. (Foto: Christine Rudolf)

(21.9.2018) Der altehrwürdigen Cappella Musicale Pontificia Sistina, kurz Cappella Sistina, dem päpstlichen Knabenchor an St. Peter in Rom, droht Ungemach. Gegen ihren Leiter Massimo Palombella und gegen den Treuhänder der Institution, Michelangelo Nardello, wird wegen Geldwäsche, Betrugs, Unterschriftenfälschung und Unterschlagung ermittelt. Für weitere Unruhe sorgte ein Auftritt der Knaben bei der Ausstellung „Heavenly bodies“ in New York, in der extravagante (weite und knappe) kirchliche Mode gezeigt wurde. Maestro Palombella, dem außerdem Mobbing und rabiates Vorgehen in Proben vorgeworfen wird, ließ sich bei dem New Yorker Ereignis zudem auf einem Foto mit Popstar Rihanna fotografieren, was zwar die Jungs toll fanden, weniger aber ihre in Rom gebliebenen Eltern.

(17.9.2018) Hans-Christoph Rademann, Akademieleiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart, ist der erste Preisträger des Ehrenpreises des Heinrich Schütz Musikfests. Mit dem Preis würdigt das Heinrich Schütz Musikfest Rademanns überragendes Engagement für das Werk von Heinrich Schütz, dessen klingende Bewahrung, überzeugende Interpretation und lebendige Vermittlung. Beispielhaft für dieses langjährige Wirken steht die Einspielung des Gesamtwerks von Heinrich Schütz beim Carus-Verlag Stuttgart mit dem von ihm gegründeten und bis heute geleiteten Dresdner Kammerchor, die in diesem Jahr ihren Abschluss finden wird. Der Preis wird ihm am 14. Oktober 2018 in Dresden im Rahmen des festlichen Abschlusskonzerts des Heinrich Schütz Musikfests, das der Dresdner Kammerchor unter Leitung von Hans-Christoph Rademann (Foto: Martin Förster) gestalten wird, überreicht.

(30.8.2018) Jörg Herchet (Foto: privat), geboren 1943 in Dresden, begeht am 20. September seinen 75. Geburtstag. Er studierte von 1962 bis 1965 an der Dresdner Musikhochschule, danach von 1967 bis 1969 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Eine musikwissenschaftliche Ausbildung erhielt er an der Berliner Humboldt-Universität. Seine Examensarbeit wurde aus ideologischen Gründen abgelehnt; Herchet verweigerte sich der Mitgliedschaft im Komponistenverband der DDR wegen dessen ideologischer Ausrichtung. Dennoch wurde er von 1970 bis 1974 Meisterschüler von Paul Dessau an der Akademie der Künste Berlin. Danach arbeitete der freischaffend als Komponist. Ab 1981 erhielt er Lehraufträge an der Dresdner Musikhochschule und an der Kirchenmusikschule Halle. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Herchet zum Professor für Komposition und Analyse an die Musikhochschule Dresden berufen, die er bis zu seiner Emeritierung wahrnahm. Herchets kompositorisches Werk ist sehr vielfältig. Er schrieb drei Opern, große Orchesterwerke, Kammermusik in verschiedensten Besetzungen, instrumentale Solowerke. Einen zentralen Platz in seinem Schaffen nehmen zwei Zyklen ein:  Das geistliche Jahr ist ein ökumenischer Kantatenzyklus der Kompositionen für jeden Sonntag und jeden kirchlichen Feiertag (evangelisch und katholisch) enthalten soll. Die Texte von Jörg Milbradt beziehen sich auf den Introituspsalm und die tagesbezogene Evangelienlesung. Hinsichtlich der Besetzung weisen die bisher vorliegenden über 30 Kantaten eine große Variationsbreite auf: vom kleinen Kammerensemble bis hin zu groß besetztem Orchester und fünf vokalen Ensembles. Herausragend sind die Pfingstkantate, das Weihnachtsoratorium und die Reformationskantate, die ihre Uraufführung in der Dresdner Frauenkirche erlebte. Texte von, um und über Jörg Herchet und seine Werke finden sich in drei gewichtigen Bänden, deren dritter zum 75. Geburtstag des Komponisten im Verlag Klaus-Jürgen Kamprad erscheint. (Christfried Brödel)

(27.8.2018) Am 9. September 2018 findet in Deutschland, zeitgleich zum „Tag des offenen Denkmals“, der 8. Deutsche Orgeltag statt. In Kirchen, Konzertsälen, Orgelbauwerkstätten und Privathäusern überall in Deutschland werden Pfeifenorgeln erklingen und erklärt werden. Alle Informationen zum Orgeltag, der von der Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands initiiert wurde: www.orgeltag.de (Foto: die Wiegleb-Orgel in St. Gumbertus, Ansbach)

(20.8.2018) Am 3. September feiert Hans Darmstadt (Foto: Rosenthal) seinen 75. Geburtstag. Er wurde 1943 in Halle/Saale geboren. In den fünfziger Jahren übersiedelte die Familie in die Bundesrepublik Deutschland, wo er Erziehungswissenschaften, Theologie und Kirchenmusik (A-Prüfung) studierte. 1967 übernahm Darmstadt seine erste Kirchenmusikerstelle in Griesheim bei Darmstadt. 1973 wechselte er als Nachfolger von Johannes Piersig nach Hamburg-Blankenese. 1994 trat er in Kassel St. Martin die Nachfolge von Klaus Martin Ziegler an, wo er bis zu seiner Emeritierung tätig war. Bis dahin nahm er auch nebenberuflich einen Lehrauftrag für Musiktheorie, Analyse und Komposition an der Musikhochschule Lübeck wahr. In Blankenese initiierte Hans Darmstadt die „Nordelbischen Wochen für Neue Musik und Theologie“, in Kassel setzte er die von Ziegler begründeten Wochen „neue musik in der kirche“ fort.   Darmstadt schrieb Werke für die kirchenmusikalische Praxis (Blankeneser Chorbuch), aber auch für professionelle Vokal- und Instrumentalsolisten und -ensembles. Herausragend ist seine Missa hebraica, in der hebräische Texte des Alten Testaments und deutsche Lyrik und Prosa des 20. Jahrhunderts die Grundlage für eine Messe mit den traditionellen Sätzen bilden. Gegenwärtig komponiert Hans Darmstadt eine Missa choraliter in adventu Domini Jesu Christi, in der die fünf Messsätze Choralmotetten zu Adventschorälen darstellen. Bei beiden genannten Werken wie auch anderen arbeitet Darmstadt mit Corinna Dahlgrün zusammen, von der die theologische Konzeption und die Textauswahl stammen.
Neben seinen Kompositionen veröffentlichte Hans Darmstadt tiefgründige Analysen zu Bachs Johannes-Passion, Matthäus-Passion und h-Moll Messe. (Christfried Brödel)

(3.8.2018) Bis zum 29. März 2019 können Komponisten beim International Composition Award for the Six Historic Organs of Mafra neue Orgelstücke einreichen. Dies kann in zwei Kategorien geschehen: 1. Originalwerk für die sechs historischen Orgeln der Basilika in der portugiesischen Stadt und 2. Bearbeitung eines bestehenden Werks für sechs Orgeln, alle Infos unter www.cm-mafra.pt/pt/municipio/premio-internacional-de-composicao-orgaos-do-palacio-nacional-de-mafra

(30.7.2018) In einem wohl einmaligen Vorgang wurde die Uraufführung eines Werks des Komponisten Robert M. Helmschrott in Ingolstadt abgesagt. Am 28. Juli sollte im dortigen Münster Salamu für Orgel, Schlagwerk, Trompete und Violine erstmals erklingen. In einem Interview mit dem Donau-Kurier hatte sich der Komponist kritisch zur Politik der CSU geäußert („Herr Söder wird, sofern er gewählt wird, bald einen ,neuen Nürnberger Parteitag‘ ausrufen … ,Beten hilft nicht mehr‘ meint, man muss handeln.“). Außerdem war die Verlesung eines Gedichts von Friedrich Ani angekündigt worden, in dem der Schriftsteller kritische Worte zur Flüchtlingspolitik von Bundesinnenminister Horst Seehofer findet, dessen Heimatstadt Ingolstadt ist. Daraufhin sagte Franz-Josef Paefgen, Vorsitzender des Vereins Freunde der Musik am Münster, nach Rücksprache mit Münsterpfarrer Bernhard Oswald die Uraufführung ab. Helmschrott protestierte am folgenden Sonntag zusammen mit einigen Mitstreitern öffentlich mit einem Transparent vor dem Münster (Foto).

Interview aus der „Süddeutschen Zeitung“ vom 30. Juli 2018

(25.7.2018) Bei Bärenreiter ist ein wertvolles Faksimile der Handschrift von Bachs „Weihnachts-Oratorium“ erschienen (€ 348,–). Gleich beim ersten Choreinsatz „verrät“ sich Bach, wie im Autograph zu sehen ist: Als Text unterlegte er zunächst die ursprüngliche, aus einer Glückwunschkantate stammende Fassung „Tönet ihr Pauken“, die er dann durchstrich und durch das berühmte „Jauchzet, frohlocket“ ersetzte. Das Autograph des Oratoriums zeigt auch an weiteren Stellen Spuren solcher Übernahmen. Andere Korrekturen lassen den Leser quasi dem Komponisten über die Schulter schauen, wie er eine Arie schrittweise in die heutige Form brachte und auch bei kleinen Rezitativen um ihre endgültige Fassung rang. Daneben finden sich Seiten in ebenmäßiger Reinschrift. Das Faksimile gibt das Autograph des „WO“ erstmals im hochwertigen Vierfarbdruck wieder. Der Bach-Spezialist Christoph Wolff führt in die Entstehung des Werkes und die Charakteristika der Handschrift ein. Martina Rebmann (Staatsbibliothek zu Berlin) beschreibt die weitere Geschichte des Autographs.

(13.7.2018) Zur Förderung der zeitgenössischen Orgelmusik schreibt die Stiftsmusik Stuttgart erstmals einen Kompositionswettbewerb für Orgel aus: Gesucht wird ein Werk für Orgel solo von maximal 10 Minuten Dauer, dem ein Cantus firmus freier Wahl zugrunde liegt. Der Preis ist mit insgesamt 2.000 Euro dotiert, die Entscheidung trifft eine unabhängige Jury. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2019. Die prämierten Werke werden am Samstag, 29. Juni 2019, im Rahmen des großen Stiftsmusikfests 2019 an der Mühleisen-Orgel (IV/P, 81) in der Stiftskirche Stuttgart uraufgeführt. Info: Stiftsmusik Stuttgart, Tel. 0711 / 2265581, kompositionspreis@stiftsmusik-stuttgart.de, www.stiftsmusik-stuttgart.de

(11.7.2018) Vom 11. bis 18. Juli 2020 findet in Auckland (Neuseeland) das 12. Weltsymposium für Chormusik statt. Es findet einmal in drei Jahren in einem unverwechselbaren und aufregenden Reiseziel statt und vereint die weltweit führenden Chöre, Dirigenten, Komponisten und Administratoren für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis, Seminare, Meisterkurse und Workshops. Info http://www.wscm2020.com/call-for-choirs-presenters/

(3.7.2018) Dominik Susteck, der Kölner Organist und Komponist der Kunst-Station Sankt Peter erhält den Schneider-Schott-Musikpreis der Stadt Mainz. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 14. September 2018 im Rahmen eines Konzertes an der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg- Universität in Mainz verliehen. Die Begründung der Jury: „Mit dem Orgelvirtuosen Dominik Susteck erhält ein Interpret und Komponist den Schneider-Schott-Musikpreis, der seinem Instrument und dessen lebendiger Neu-Erfindung vielfältige und nachhaltige Impulse verleiht. Als Komponist und Organist an der Kunst-Station Sankt Peter Köln hat er dort ebenso durch Improvisationskonzerte auf sich aufmerksam gemacht wie durch seine konsequente Programmgestaltung auf dem Gebiet der zeitgenössischen Orgelmusik; dazu gehörten und gehören zahlreiche Uraufführungen. … Dominik Susteck hat die große spirituelle und künstlerische Tradition der Musica sacra neu interpretiert und mit vielfältigem Ertrag bereichert. Er öffnet uns die Ohren zu bisher ungehörten Erlebnissen und Erkenntnissen im Zusammenklang seines Instruments mit dem kirchlichen Raum.“

(1.7.2018) Der Allgemeine Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV) unternimmt eine neue Initiative, um die Komposition neuer geistlicher und liturgischer Chormusik für Laienchöre zu fördern. Dazu haben der ACV, das Erzbistum Köln und die Hochschule für Musik und Tanz Köln vereinbart, eine Masterclass Chorkomposition einzurichten (Foto vom Vorjahr: Richard Mailänder). Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde im April unterzeichnet. Das Angebot zielt ebenso auf angehende wie auf bereits im Dienst befindliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker und will diese dazu befähigen, vokale Kompositionstechniken anzuwenden. Die Ausschreibung gilt bundesweit und ist überkonfessionell. Einschlägige Vorerfahrungen, insbesondere bereits vorhandene Kompositionen, sind Teilnahmevoraussetzung. Die Kooperation ist zunächst auf drei Jahre angelegt und startet im Herbst: vom 10. bis 12. September 2018 in der HfMT in Köln. Die künstlerische Leitung übernimmt zu Beginn mit der Komponist Enjott Schneider. Jeder der drei Kooperationspartner kann zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer benennen. Die Masterclass verspricht also mit nur sechs aktiven Schülerinnen und Schülern eine wirklich intensive Förderung. Wer sich für das Angebot interessiert, kann sich unter anderem an den ACV (info@acv-deutschland.de) oder auch an Richard Mailänder, Kirchenmusikdirektor des Erzbistums Köln, wenden (richard.mailaender@erzbistum-koeln.de).

(5.6.2018) Auch 2019 gibt es wieder einen schönen Orgelkalender, der jetzt schon erhältlich ist. „Orgeln 2019“ aus dem St. Benno Verlag (ohne CD € 12,95, mit CD 19,85) zeigt großformatige Fotos von zwölf Orgeln aus Deutschland und Österreich, von Speyer bis Torgau, von Salzburg bis Ganderkesee bei Oldenburg. Auf der CD stellen namhafte Organisten ihre Instrumente mit kleinen Stücken vor.

(31.5.2018) Hans Christian Martin (* 1986) ist seit dem 1. Mai 2018 neuer Organist an der berühmten Hildebrandt-Orgel von 1746 in der Stadtkirche St. Wenzel in Naumburg (Saale) und damit Nachfolger von Wenzelsorganist David Franke, der zum Sommersemester 2018 eine Professur für Orgel und Orgelimprovisation, verbunden mit der Leitung des Instituts für Kirchenmusik an der Hochschule, für Musik Freiburg angetreten hat. Martin studierte von 2006 bis 2014 in Dresden und Weimar Kirchenmusik. Von 2010 bis Anfang 2017 war er Kantor der Weimarer Jakobskirche und Titularorganist an der Schlosskirche Ettersburg bei Weimar. Seit dem Wintersemester 2013 ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. (Foto: Alexander Stingl)

(25.5.2018) Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ vom 17. bis 24. Mai 2018 in Lübeck wurde auch in der Kategorie Orgel ausgetragen. 46 junge Organisten und Organistinnen hatten sich dafür qualifiziert. In fünf Altersklassen spielten sie um die beste Bewertung. Sechs von ihnen erreichten die Höchstpunktzahl 25 Punkte: Junhui Oskar Liao (Leverkusen),  Thorsten Grasmück (Walsheim), Adrian Brech (Dudenhofen), Jan-Aurel Dawidiuk (Hannover), Ludwig Orel (Herzogenaurach) und Bernhard Herzog (Weimar). Weitere acht Musiker erhielten einen 1. Preis mit 24 Punkten, darunter auch Christoph Philipp Preiß aus Tegernheim (Foto: Jugend musiziert / Markus Kaesler) – Alle Ergebnisse

(28.5.2018) KMD Ulrich Hirtzbruch (* 1958) ist neuer Stellvertretender Rektor der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford. Dort erwarb er die B- und A-Qualifikation, bevor er 1987 als Kirchenmusiker nach Gronau/Westf. ging. Aus seinem Wirken als Kantor und Kreiskantor gingen die von ihm 1992 und 1995 neu gegründeten Chöre Gronauer Vokalensemble und „Soulful Swinging Singers“ hervor. Nach der künstlerischen Ausbildung im Orgelliteraturspiel an der Saxion Hogeschool in Enschede legte er 1996 das Konzertexamen ab. 2005 bis 2018 war er Landeskirchenmusikdirektor der Ev. Kirche von Westfalen, ehe er 2008 zum Professor an die Herforder Hochschuleberufen wurde. Hirtzbruch legt die Schwerpunkte seiner künstlerischen Tätigkeit auf die Vermittlung von Musik und auf die Förderung stilistischer Vielfalt, die von der Alten Musik bis hin zur kirchlichen Popularmusik reicht.

Dieter Schnebel 2003 (Foto: Peter Andersen)

(22.5.2018) Der Komponist Dieter Schnebel ist am Pfingstsonntag im Alter von 88 Jahren in Berlin gestorben. Kunst und Welt, Musik und Alltag, das waren für den im badischen Lahr geborenen Komponisten, Pfarrer, Musikwissenschaftler und Pädagogen keine Gegensätze. Oft brach er mit tradierten Hörerwartungen. So wurde bei ihm die menschliche Stimme vielfach zum entfesselten Organ. Alle Möglichkeiten der Lauthervorbringung waren erlaubt. Außerdem spielte die Gestik der Interpreten eine immer größere Rolle in Schnebels Kunst: Die frontale Konzertsituation wurde gesprengt. Musiker begannen, sich im Raum zu bewegen, Konzertanfang und Konzertende waren als solche nicht mehr zu erkennen. „Die Musik, die einmal ihre zeitliche und räumliche Umgebung einließ, die Töne und Geräusche des Alltags, geht auf die Straße und endet, wer weiß wo.“ Ein besonderes Anliegen war dem gelernten Theologen zeitlebens die Kirchenmusik. Tonkunst, das war für Schnebel stets auch ein ethisches Konzept, eine mögliche Verbindung von Innen- und Außenwelt, Individuum und Gesellschaft – und damit auch eine universelle Idee von den Möglichkeiten des Menschseins. (Ein ausführlicher Nachruf folgt in MuK 4/2018)

(4.5.2018) Die Orgelabteilungen der Hochschulen in Birmingham und Leipzig beginnen eine Kooperation. Henry Fairs, Professor für Orgel am Royal Birmingham Conservatoire of Music und Martin Schmeding, Orgelprofessor an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig, werden im Rahmen wechselseitiger Gastprofessuren regelmäßig mit den Studierenden beider Orgelabteilungen arbeiten. Im April wurde Fairs während seines Konzertes im Großen Saal der HMT Leipzig die Ernennungsurkunde durch Rektor Martin Kürschner überreicht. Martin Schmeding erhielt das Dokument im Rahmen seiner Antrittsvorlesung im Mai durch Rektor Prof. Julian Lloyd Webber. Diese Kooperation bringt Tradition und Bedeutung der Orgelausbildung in beiden Städten zum Ausdruck. – (Martin Schmeding (rechts) mit dem Birminghamer Rektor  Julian Lloyd Weber.

(2.5.2018) Der Bärenreiter-Verlag erweitert sein Angebot im Bereich der Chormusik. Bei großen oratorischen Chorwerken, die auf dem Urtext der Gesamtausgaben basieren, bietet der Kasseler Musikverlag als Alternative zu den repräsentativen Leinenbänden nun auch preiswertere broschierte Dirigierpartituren an. Am Beginn der Reihe, die nach und nach fortgesetzt wird, stehen Mozarts Requiem (BA 4538-02, € 38,95) und Händel „Messias“ (BA 4012-02, € 89,–). Auch Haydns „Missa in Angustiis“ („Nelsonmesse“) ist nun in dieser Form erhältlich (BA 4660-02, € 49,95). Ebenfalls neu bei Bärenreiter sind Chorpartituren zu viel gespielten und gesungenen Chorwerken. In den letzten Wochen sind erschienen: das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (BA 9071-91, € 8,95), die „Messe de Requiem“ von Gabriel Fauré (BA 9461-91, € 4,95) und die „Petite Messe solennelle“ von Gioacchino Rossini (BA 10501-91, € 7,95). In Zukunft wird es zu allen Neueditionen mit Chor-Orchester-Werken solche Chorpartituren geben.

(24.4.2018) Der 11. Internationale Mikael-Tariverdiev-Orgelwettbewerb findet vom 3. bis 9. September 2019 in Kaliningrad (Königsberg, Russland) statt. Die Vorausscheidung (Runde 1) wird in Lawrence, Kansas (USA, 4. bis 6. April 2019), in Hamburg (13. bis 18. Mai 2019), Moskau (28. bis 31. August 2019) durchgeführt. Jeder Teilnehmer kann den Ort seiner Teilnahme an der Vorausscheidung selbst wählen. Am Wettbewerb können alle Organisten teilnehmen, die nach dem 31. Dezember 1984 geboren wurden. Vorsitzender der Jury ist Christophe Mantoux. Alle weiteren Informationen: www.organcompetition.ru (Foto: Schuke-Orgel im Dom von Königsberg)

(22.3.2018) Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig 2018 geht an den Amerikaner Robert Levin, einen der vielseitigsten und weltweit gefragtesten Pianisten unserer Zeit. Für seine preisgekrönten Einspielungen der Klavierliteratur von Bach über Beethoven bis Brahms verwendete Levin stets die angemessenen historischen Tasteninstrumente der Zeit. In seinem Spiel gehen künstlerische Gestaltungskraft und umfassende historische Kenntnisse eine vollkommene Synthese ein. Neben seiner reichen Konzerttätigkeit ist Levin auch als Wissenschaftler tätig. So bearbeitete und ergänzte er zahlreiche historische Kompositionen, darunter Mozarts Requiem. Die Auszeichnung wird im Rahmen des Bachfestes Leipzig 2018 am 14. Juni überreicht. (Foto: BAch Leipzig / Clive Barda)

(20.3.2018) – Die Komponisten Otto Wanke und Patrick Walliser haben beim Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd den 14. Kompositionswettbewerb Zeitgenössische Geistliche Musik der Stadt Schwäbisch Gmünd gewonnen. Zum Festivalthema 2018 „Mit allen Sinnen“ sollte eine Komposition für gemischten Chor geschaffen werden, die sich auf die Bibelverse Prediger 9, 7–10 bezieht. Die Jury zeichnete ihre Kompositionen für Chor a cappella zum Festivalthema „Mit allen Sinnen“ aus. Der zweigeteilte Preis prämiert das Werk „…durch…“ von Otto Wanke mit 1.500 Euro. „Hymne“ von Patrick Walliser (Berlin) wird mit 500 Euro geehrt. Die Komposition „…durch…“ von Otto Wanke wird am 13. Juli 2018 im ökumenischen Eröffnungsgottesdienst des Festivals im Heilig-Kreuz-Münster Schwäbisch Gmünd vom Kammerchor „figure humaine“ uraufgeführt. Otto Wanke, 1989 in Tschechien geboren, studierte Jazzkomposition am Konservatorium in Prag und klassische Komposition sowie mediale und elektroakustische Komposition an der Musikuniversität Wien. Parallel zum Studium in Wien war er als Dirigent und Tonmeister tätig. Patrick Walliser, 1951 in Aberdeen geboren, absolvierte sein Dirigierstudium an der Hochschule der Künste Berlin. Bis 1992 war er an den Kieler Bühnen, am Theater Ulm und an der Deutschen Oper Berlin tätig. Im Anschluss wurde Walliser Professor für Partitur- und Klavierauszugspiel an der Universität der Künste Berlin. – www.kirchenmusik-festival.de

(20.3.2018) Das Bach-Archiv Leipzig schenkt Johann Sebastian Bach zum 333. Geburtstag eine multimediale Online-Plattform. Die Seite jsbach.de versteht sich als digitaler Reiseführer, der den Einstieg in Bachs Welt auf verschiedenen Wissensebenen ermöglicht. Mittels historischer Quellen und audiovisueller Medien informiert die Plattform kurzweilig und mit verschiedenen Medien auf der Basis der aktuellen Bach-Forschung. Die Seite entstand in Kooperation mit der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen sowie Deutschlandfunk Kultur und wird kontinuierlich von der Forschungsabteilung des Bach-Archivs Leipzig weiterentwickelt. In den kommenden Jahren wird jsbach.de systematisch ausgebaut. Geplant sind neue Module, die beispielsweise anhand historischer Zeichnungen und Kupferstiche Bach-Orte wie Leipzig oder Köthen lebendig werden lassen. Auch eine virtuelle Ausstellung zu Bachs Instrumentarium ist in Planung. Zudem wird die Seite auf Englisch, Japanisch, Russisch und Spanisch verfügbar sein.

(14.3.2018) Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) hat einen neuen Präsidenten und Vizepräsidenten. Bei der Sitzung des Präsidiums am 9. März 2018 wählten die bundesweit agierenden Chorverbände, die sich in der BDC zusammengeschlossen haben, Christian Finke (Foto) als Nachfolger von Hans Jaskulsky und Matthias Balzer an die Spitze ihres Dachverbandes. Christian Finke ist Kantor in Berlin-Steglitz und steht als Präsident dem Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK) vor. Matthias Balzer ist Referent für Kirchenmusik in der Diözese Trier und leitet die dortige Bischöfliche Kirchenmusikschule. Seit 2007 ist er Präsident des Deutschen Chorverbandes Pueri Cantores und seit 2017 Vizepräsident der weltweiten Foederatio Internationalis Pueri Cantores (FIPC). Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände ist die übergreifende Dachorganisation von sieben kirchlichen und weltlichen, bundesweit tätigen Chorverbänden mit rund 850.000 aktiven Sängerinnen und Sängern in 40.000 Chören.

(8.3.2018) In der Karl-Marx-Straße 145 in Berlin-Neukölln, unmittelbar beim Heimathafen Neukölln, entsteht das Deutsche Chorzentrum des Deutschen Chorverbandes und damit ein neuer Ort des Austauschs und der Vernetzung für die lebendige Chor- und Vokalmusikszene. Die Baugenehmigung wurde am 7. März an den neuen Präsidenten des DCV, Christian Wulff, und DCV-Vizepräsidentin Petra Merkel überreicht. Neben dem Deutschen Chorverband wird im Deutschen Chorzentrum der Chorverband Berlin mit den Büros der hauptamtlich tätigen Mitarbeiter, seiner Bibliothek und einem Musikarchiv ansässig werden. Auch die „neue musikzeitung“ wird im Deutschen Chorzentrum ihr Hauptstadtbüro beziehen. Darüber hinaus wird eine musikalische Kita mit 70 Plätzen zukünftig das Haus mit Leben füllen. Finanziert wird das Zentrum durch Eigenmittel von rund 1 Million Euro aus dem DCV, weiterhin durch 2,1 Millionen Euro aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und durch 645.000 Euro der Lotto-Stiftung Berlin. Der verbleibende Bedarf von 3,1 Millionen Euro wird über Darlehen bereitgestellt, die in den kommenden Jahren aus den Mieteinnahmen zurückgezahlt werden. Im April 2018 sollen die Bauarbeiten beginnen und im Herbst 2019 beendet sein.

(28.2.2018) Das Informationsportal „Musik und Integration“ (http://integration.miz.org) des Deutschen Musikrats führt erstmals umfassende Informationen zu musikalischen Flüchtlingsprojekten bundesweit zusammen und bietet Akteuren und Veranstaltern wertvolle Hilfestellungen sowie Möglichkeiten der Recherche, des Austauschs und der Vernetzung. Dort erzählen Porträts und Interviews die Geschichten unterschiedlicher Projekte aus ganz Deutschland. Wissenschaftliche Fachbeiträge liefern Informationen zur Fortbildung oder zu jüngsten Tendenzen der Projektpraxis und -förderung. Konkrete Hilfe gibt eine umfangreiche FAQ-Seite, die das MIZ gemeinsam mit dem Landesmusikrat NRW entwickelt hat und die Akteure des Musiklebens dabei unterstützt, ihre Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Die Themen reichen von Fragen der Projektkonzeption und Kommunikation bis hin zu Aspekten der Qualifizierung und Weiterbildung. Ein geschütztes Forum steht speziell für den Austausch zur Verfügung. (Foto: Tobias Döhner)

(27.2.2018) Christian Wulff ist neuer Präsident des Deutschen Chorverbands (DCV). Der ehemalige Bundespräsident (Juni 2010–Februar 2012) wurde am 24. Februar von der Mitgliederversammlung des DCV ohne Gegenstimmen für die nächsten vier Jahre an die Spitze des Präsidiums gewählt. Wulff (Foto links) tritt damit die Nachfolge des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Henning Scherf (Foto rechts) an, der den Verband seit 2005 geführt hat. Unter dem Dach des Deutschen Chorverbands (DCV) sind die Deutsche Chorjugend und 21 Mitgliedsverbände mit über einer Million singenden und fördernden Mitgliedern in rund 15.500 Chören organisiert. Zu den vom DCV regelmäßig organisierten und getragenen Projekten zählen das Deutsche Chorfest, die chor.com, das Hauptstadtfestival Chor@Berlin, die Initiative zum Singen in Kindertagesstätten und Kindergärten „Die Carusos“, der Deutsche Jugendkammerchor sowie das Magazin „Chorzeit“. Neben Christian Wulff wurden in das DCV-Präsidium gewählt: Claus-Peter Blaschke, Petra Merkel, Jörg Schmidt (VizepräsidentInnen), Reiner Schomburg (Vizepräsident Finanzen), Marcel Dreiling (Musikbeauftragter des DCV), Josef Offele, Hans A. Frambach (Beisitzer mit Fachaufgaben). Daneben gehören Regina van Dinther (Vertreterin der Länderversammlung), Bernhard Schmidt (Musik-Vertreter der Länderversammlung) und Kai Habermehl (Vertreter der Deutschen Chorjugend) dem Präsidium an. (Foto: Joanna Scheffel)

(26.2.2018) Am 4. März 2018 startet mit dem Kantatengottesdienst in der Meininger Stadtkirche (Foto) ein großes Chorprojekt mit bislang wenig bekannten Passionskantaten des Rudolstädter Hofkomponisten Georg Gebel (1709–1753). Kirchenmusiker der Propstei Meiningen-Suhl werden von März bis November insgesamt sechs Kantaten Gebels an verschiedenen Orten in Thüringen aufführen. Die Handschriften der Stücke lagern seit vielen Jahren im Thüringer Staatsarchiv in Rudolstadt. Mithilfe des Musikwissenschaftlers Maik Richter ist dem Zentrum für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland jetzt eine Neuedition von insgesamt zwölf Kantaten des Rudolstädter Komponisten gelungen. Bis auf wenige größere Werke wie die Johannes-Passion oder das Weihnachtsoratorium von Georg Gebel sind bisher nur wenige Einzelwerke in moderner, heute lesbarer Schreibweise herausgegeben worden. Weitere Kantatenaufführungen sind an folgenden Daten geplant: am 11. März in Rudolstadt unter der Leitung von Katja Bettenhausen, am 18. März in Bad Blankenburg, am 18. November in Arnstadt sowie am 25. November in Sonneberg. Für 2019 ist die Aufführung von sechs weiteren Passionskantaten vorgesehen.

(22.2.2018) Unter dem Namen Vox Organi hebt sich für ein neues Orgelfestival in Südniedersachsen der Vorhang. Vonm 15. April bis zum 10. Juni 2018 werden in Kirchen zwischen Göttingen, Bad Gandesheim, Höxter und Bad Harzburg erstklassige Organisten aus dem In- und Ausland zu hören sein. Die Programme werden teilweise durch Vokal- und Instrumentalmusik ergänzt. Concerto Gandersheim e. V. hat sich als Träger von „Vox Organi“ zum Ziel gesetzt, die teilweise wenig bekannten Kirchen Südniedersachens mit ihren historischen Orgeln und damit die Orgel- und Kirchenmusik allgemein einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die künstlerische Leitung haben Kirchenmusikdirektor Friedhelm Flamme (Dassel) und Martin Heubach, Intendant der Gandersheimer Dommusiken. – www.voxorgani.org (Foto: Die Johann-Patroclus-Möller-Orgel  von 1738 in der Abteikirche Marienmünster)

(14.2.2018) Ab dem Jahr 2019 wird Hannover die neue Heimat der chor.com, des alle zwei Jahre vom Deutschen Chorverband ausgerichteten Branchentreffs der Vokalmusikszene. Die chor.com findet vom 12. bis zum 15. September 2019 statt und bietet mehr als 200 einzelne Veranstaltungen mit 180 beteiligten Dozenten und Dozentinnen, über 25 mitwirkenden Chören und Ensembles und rund 100 Ausstellern aus ganz Europa – mit einem Themenspektrum, das sich von Historischer Aufführungspraxis über die Erarbeitung neuer dramaturgischer Formate bis hin zur Entwicklung von Konzepten für das Singen und Musizieren mit Geflüchteten erstreckt. Zentraler Veranstaltungsort für die chor.chom-Workshops und das Forum wird das Hannover Congress Centrum (HCC), die rund 30 Konzerte finden vor allem in den Kirchen, Konzertsälen und Clubs der hannoverschen City statt. (Foto von der chor.com 2017: Rainer Engel)

(29.1.2018) Vom 31. Juli bis 3. August 2018 leitet Ansgar Wallenhorst (Foto), Kantor und künstlerischer Leiter an St. Peter und Paul in Ratingen, beim Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd einen Meisterkurs Orgelimprovisation. Eine aktive oder passive Teilnahme am Meisterkurs ist möglich. Ausschreibung und weitere Informationen zur Anmeldung unter www.kirchenmusik-festival.de oder im Kulturbüro Schwäbisch Gmünd: kulturbuero@schwaebisch-gmuend.de.

(16.1.2018) Mit Beginn des Jahrgangs 2018 hat sich der Herausgeberkreis von „Musik & Kirche“ erweitert. Die Redaktion begrüßt drei neue Mitglieder:

Julia Koll (* 1975, Foto oben) ist seit 2014 Studienleiterin für Theologie und Ethik an der Ev. Akademie Loccum; Pastorin und Privatdozentin für Praktische Theologie an der Georg-August-Universität Göttingen und Mitglied der Liturgischen Konferenz in der EKD sowie des Theologischen Ausschusses des Ev. Posaunendienstes in Deutschland.

Anja Liske-Moritz (Foto Mitte) ist seit 2011 Kreiskantorin des ev. Kirchenkreises Oderbruch, seit 2014 Kreiskantorin des ev. Kirchenkreises Oderland – Spree und stellvertretende Leiterin des kirchenmusikalischen Ausbildungszentrums der EKBO in Dahme/Mark sowie stellvertretendes Mitglied im Kuratorium für Kirchenmusik der EKBO.

Carsten Zündorf (* 1968, Foto unten) ist seit 2006 Kirchenmusikdirektor an St. Marien in Osnabrück und lehrbeauftragter für Orgel an der Universität Osnabrück.

Weitere Informationen unter „Die Zeitschrift – Redaktion und Herausgeber“

(15.1.2018) Der Gregorianik-Experte Godehard Joppich erhält den Preis der Europäischen Kirchenmusik 2018. Die Stadt Schwäbisch Gmünd ehrt ihn mit dieser Auszeichnung für seine großen Verdienste um die Forschung, Lehre und Praxis des Gregorianischen Chorals. Godehard Joppich (* 1932) steht seit vielen Jahrzehnten mit charismatischer Überzeugungskraft für das Choralsingen als Verkündigung – als Form des Gebets in musikalischer Gestalt. Als Mitverfasser der deutschen Antiphonale von Münsterschwarzach und der Antiphonale zum Stundengebet widmet er sich seit 1963 intensiv der Entwicklung des deutschsprachigen Gregorianischen Chorals nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Er leistete Pionierarbeit bei der Erforschung des Gebiets der Semiologie und gilt in Europa als einer der bedeutendsten Erforscher und Interpreten des Gregorianischen Chorals. Joppich war Benediktinermönch in der Abtei Münsterschwarzach, wo er von 1970 bis 1989 als erster Kantor wirkte und später, im Jahr 1990, ausschied. Neben seiner Dozenten- und Referententätigkeit lehrte er von 1973 bis 1980 Gregorianischen Choral und Liturgik an der Musikhochschule München. 1980 bis 1993 wirkte er als erster hauptamtlicher Professor für Gregorianik an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Zeitgleich engagierte er sich in der „Internationalen Gesellschaft für Studien des Gregorianischen Chorals“ und war von 1980 bis 1984 Dozent bei den europaweit gefragten Choralkursen in Cremona (Italien). Die Auszeichnung wird Joppich am 18. Juli 2018 im Rahmen des Festivals Europäische Kirchenmusik verliehen.

(14.1.2018) Mitte Januar wurde der Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden augetragen. Die Gewinner sind: 1. Preis (Bachpreis): Adriaan Hoek (Niederlande) 2. Preis: Marco Amherd (Schweiz) 3. Preis: Liubov Nosova (Russland). Der Publikumspreis ging ebenfalls an Adriaan Hoek. Der Wettbewerb wird seit 1977 an den beiden Orgeln der Lutherkiche Wiesbaden (Walcker 1911 , Klais 1978) von der J. S. Bach-Gesellschaft Wiesbaden im im Rahmen der Wiesbadener Bachwochen durchgeführt. – Foto v. l. n. r.: Juror Carsten Wiebusch, Martin Lutz,  Juror Martin Schmeding, 1. Preisträger Adriaan Hoek, Juroren Christian Schmitt und Gerhard Gnann, 2. Preisträger Marco Amherd, Vorsitzender der Bach-Gesellschaft Wiesbaden Volker von Franque, 3. Preisträgerin Liubov Nosova (RUS), Kulturdezernent Axel Imholz.

(12.1.2018) Mit dem 1. März 2018 beendet KMD Gunther Martin Göttsche seinen fünfjährigen Auslandsdienst als Kirchenmusiker der Evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem. Sein Nachfolger wird Hartmut Rohmeyer (Foto: Capella de la Torre) vormals Lübecker Domkantor.

(21.12.2017) Bereits am 28. August 2017 ist Irene Greulich, langjährige Kantorin und Organistin an St. Wenzel Naumburg, verstorben. Von 1971 bis 2008 war Irene Greulich Kirchenmusikerin an St. Wenzel Naumburg. Ohne ihr beherztes und ruheloses Eintreten wäre die Restaurierung der von Johann Sebastian Bach mitgeplanten und abgenommenen Hildebrandt-Orgel von St. Wenzel, eines historischen Instrumentes von weltweit einmaliger Bedeutung, niemals Wirklichkeit geworden. Als Konzertorganistin war sie in fast allen europäischen Ländern und in Übersee aktiv und trug damit den Ruf Naumburgs und der Hildebrandt-Orgel in alle Welt. Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen dokumentieren ihr künstlerisches Wirken. Irene Greulich wurde 1944 in Radebeul geboren. Durch ihre Zeit als Sängerin im Magdeburger Domchor mit der Kirchenmusik und dem Glauben in Berührung gekommen, entschied sie sich bewusst für ein Kirchenmusikstudium, das sie bis 1969 an der Hochschule für Kirchenmusik Halle absolvierte. Anschließend war sie Assistentin an der Görlitzer Kirchenmusikschule, bevor sie 1971 das Amt der Kantorin und Organistin an der Stadtkirche St. Wenzel Naumburg antrat. Hier prägte sie die Kirchenmusik über fast vier Jahrzehnte hinweg und setzte starke Akzente durch ihre Chorarbeit, durch besondere Konzertformate und durch ihr Engagement für die Hildebrandt-Orgel – auch in schwierigen Zeiten, als sich Instrument und Kirchenraum in einem kritischen Zustand befanden und die Zukunft ungewiss schien. 1991 gründete Irene Greulich den Förderkreis Hildebrandt-Orgel Naumburg e.V. und engagierte sich für die Orgelrestaurierung, die nach einem internationalen Symposium 1992 schließlich 1993–2000 durch die Firma Hermann Eule Orgelbau Bautzen ausgeführt wurde und höchste internationale Anerkennung fand. Die Konzertreihen „Orgel punkt Zwölf“, „Internationaler Orgelsommer Naumburg“ und das Festival „Hildebrandt-Tage“ wurden von ihr initiiert und ziehen heute als Publikumsmagneten Besucher aus aller Welt an. In den Jahren 1999 bis 2004 war Irene Greulich als Orgelsachverständige der Evangelischen Kirchenprovinz Sachsen tätig.

(14.12.2017) Vom 2. bis 9. September 2018 findet der Boston Bach International Organ Competition statt. Teilnehmen können alle Organistinnen und Organisten mit Hochschulabschluss. Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2018. Zur Jury gehören u. a. Arvid Gast (Lübeck) und Martin Schmeding (Leipzig). Alle Informationen: www.bbioc.org

(12.12.201) Im Reformationsgedenkjahr hat der Carus-Verlag Stuttgart sein ehrgeiziges Editionsprojekt Bach vocal in Kooperation mit dem Bach-Archiv Leipzig abgeschlossen: Innerhalb der Stuttgarter Bach-Ausgaben liegt das gesamte geistliche Vokalwerk von Johann Sebastian Bach nun vollständig vor. Eine 23-bändige Gesamtedition der Partituren, herausgegeben von Ulrich Leisinger und Uwe Wolf, beschließt das Projekt. Anfang Dezember wurde der Projektabschluss im Rahmen eines Symposiums im Bach-Archiv Leipzig mit Frieder Bernius, Christine Blanken, Ulrich Leisinger, Uwe Wolf und Peter Wollny gewürdigt und die Gesamtedition erstmalig öffentlich präsentiert.

(9.12.2017) Zum 5. Mal lobt die Musikhochschule Lübeck zusammen mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck, der Familie Junge-Stiftung (Lübeck), der Oscar und Vera Ritter-Stiftung (Hamburg) und der Gerhard Trede-Stiftung (Hamburg) den mit insgesamt 16.000 Euro dotierten Internationalen Buxtehude Orgelwettbewerb aus. Bis zu 15 Teilnehmende können vom 21. bis 29. September 2018 an den Orgeln in Lübeck (St. Jakobi: Große Orgel, Stellwagen-Orgel und Richborn-Positiv) und Hamburg (St. Katharinen: Flentrop-Orgel / St. Jacobi: Schnitger-Orgel [Foto]) vor einer internationalen Jury um die Preise wetteifern. Anmeldeschluss ist der 1. Mai 2018. – www.mh-luebeck

(8.12.2017) Marius Schwemmer (Foto rechts), Diözesan- und Dommusikdirektor von Passau, wird neuer Präsident des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes (ACV) für Deutschland. Er wurde im November bei der Mitgliederversammlung des ACV in Erfurt gewählt und tritt die Nachfolge von Monsignore Wolfgang Bretschneider (Foto links) an, der dem katholischen Kirchenmusikverband seit 1989 vorsteht. Die Mitgliederversammlung wählte Bretschneider zudem zum künftigen Ehrenpräsidenten des Verbandes. Neu gewählt wurden auch weitere Mitglieder des ACV-Vorstandes. Erster Vizepräsident wird Dominik Axtmann, Kantor in Karlsruhe und Schriftleiter der Zeitschrift „Musica sacra“. Zum zweiten Vizepräsidenten wurde Pater Robert Mehlhart OP gewählt, der die musikalische Gesamtverantwortung an der Münchner Theatinerkirche innehat. In seinem Amt bestätigt wurde zudem der langjährige Schatzmeister des Verbandes, Erich Weber. Geistlicher Beirat des ACV bleibt der Speyrer Regens Markus Magin. Der neue Vorstand wird seine Arbeit im September 2018 aufnehmen, wenn der ACV vom 21. bis 23. September 2018 sein 150-jähriges Jubiläum in Regensburg feiert.

(7.12.2017) Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe hat den Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. 400 handwerkliche Orgelbaubetriebe mit etwa 2.800 Mitarbeitern, 180 Auszubildenden sowie 3.500 hauptamtliche und zehntausende ehrenamtliche Organisten prägen das Handwerk und die Kunst des Orgelbaus und der Orgelmusik in Deutschland. Über 50.000 Orgeln sind hier spielbar.  Staatsministerin Monika Grütters betonte: „Durch die Aufnahme in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes wird die Bedeutung dieses über Jahrhunderte gewachsenen kulturellen Erbes gebührend gewürdigt. Orgelbau und Orgelmusik sind auch heute noch ein wichtiger Teil unseres Musiklebens, sie werden von Generation zu Generation weitergegeben, gepflegt und fortentwickelt.“ (Foto: Innenleben der neuen Orgel an St. Martin, Kassel)

(7.12.2017) Die Musik- und Kulturwissenschaftlerin Katrin Zagrosek wird neue Geschäftsführende Intendantin der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Sie tritt im September 2018 die Nachfolge von Gernot Rehrl an, der seit 2013 die Intendanz der Bachakademie innehat. Sie studierte in Lüneburg sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin und war von 2002 bis 2006 als Musikdramaturgin und GMD-Referentin am Theater Freiburg tätig. Von 2006 bis 2012 entwickelte sie als Projektleiterin die „Hamburger Ostertöne“ und zeichnete von 2008 bis 2011 als Produktionsleiterin für das Festival „Wien Modern“ verantwortlich. Im Jahr 2012 übernahm Katrin Zagrosek die Intendanz der Niedersächsischen Musiktage.

(30.11.2017) Der deutsch-französische Komponist Mark Andre hat den Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken erhalten. Mit ihrem Votum würdigt die Jury unter Vorsitz des Cellisten Prof. Julius Berger, dass Andres Kompositionen „motivisch aus einem explizit christlichen Bekenntnis“ schöpfen. Andre sei „ein Avantgardist, der nicht nach Gefälligkeit, Popularität oder gar Marktförmigkeit schielt; er weiß sich einzig der Suche nach dem anderen, dem neuen Klang verpflichtet und scheut vor dem Experiment nicht zurück“, so die Jury. Der Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken ist die höchste Auszeichnung der katholischen Kirche auf dem Kultursektor und wird seit 1990 abwechselnd alle zwei bis vier Jahre in den Sparten Literatur, Architektur, Musik, Film, Bildende Kunst und Theater verliehen. (Foto: Deutsche Bischofskonferenz)

(29.11.2017) In der Nordkirche startet zum neuen Kirchenjahr das Projekt „Monatslied“ mit 12 liturgisch zu den Monaten passenden Liedern. Zu jedem Lied gibt es umfangreiches Notenmaterial und eine Audioaufnahme. Am Beginn steht das Lied „In dieser einen Nacht“ mit Text und Musik von Miriam Buthmann. – www.monatslied.de

(28.11.2017) Carsten Wiebusch wurde im Oktober 2017 als Nachfolger von Martin Lücker zum Professor für Orgelliteraturspiel an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main berufen. Der 47-Jährige war zunächst Organist an der spätromantischen Walcker-Orgel in Essen-Werden, dann seit 1999 Kantor und Organist an der Christuskirche Karlsruhe. 2014 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt, 2015 zum Professor für Orgel an der Musikhochschule Karlsruhe. Neben einer umfangreichen dirigentischen Tätigkeit rief er mit der Einweihung der neuen, erweiterten Klais-Orgel 2010 die sehr erfolgreiche Konzertreihe „Faszination Orgel“ ins Leben.  In der instrumentalen Ausstattung der Hochschule wird sich in den nächsten Jahren vieles verändern. Dazu gehören umfangreiche Überholungsmaßnahmen an den bestehenden Hochschulorgeln ebenso wie Planungen der Instrumente für einen bevorstehenden Hochschulneubau. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem angemessenen Umgang mit der Beckerath-Orgel von 1959 im Großen Saal der Hochschule, die auf Helmut Walcha zurückgeht. Ebenso wird eine stärkere Vernetzung mit anderen Fachbereichen der Hochschule sowie mit den evangelischen und katholischen Landeskirchen bzw. Bistümern und eine Intensivierung der Nachwuchsförderung angestrebt.

(28.11.2017) Am 16. November 2017, einen Tag vor seinem 80. Geburtstag, verstarb in Stuttgart Ewald Liska (Foto: Hartmut Hientzsch). Er war Sänger, Kantor, von 1978 bis 1998 Musikredakteur beim SDR und seit 1999 künstlerischer Leiter des Festivals Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd. Außerdem war er als Berater für zahlreiche Musik- und Kompositionswettbewerbe tätig, Mitglied beim Deutschen Musikrat sowie Juror beim Deutschen Chorwettbewerb, 2008 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. (Ausführlicher Nachruf in MuK 1/2018)

(27.11.2017) Der opulente Bildband Bach. Eine Lebensgeschichte in Bildern aus dem Bärenreiter-Verlag (BVK 2280, Euro 298,–) hilft, die historische Distanz von dreihundert Jahren zu überbrücken, und macht Bachs Lebensgeschichte anschaulich. Wie sah Johann Sebastian Bachs Lebenswelt aus? Welche Menschen standen ihm nahe, mit wem arbeitete er zusammen? Welche Schriftstücke dokumentieren sein Leben und Arbeiten? Das größtenteils farbige Bildmaterial präsentiert sein Leben und Schaffen von den Anfängen in Eisenach, Ohrdruf und Lüneburg über die Organistenjahre in Arnstadt, Mühlhausen und Weimar, die Kapellmeisterperiode in Köthen bis in die Zeit als Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig. Erweiterte Legenden erschließen die Bedeutung jeder Abbildung unmittelbar, ohne Nachschlagen an anderer Stelle. Kurze Einleitungen zu den verschiedenen Lebensabschnitten, ein Essay zu Fragen der Bach-Ikonographie sowie ein umfangreicher Anhang begleiten den Band.

(27.11.2017) Vom 23. bis 26. November 2017 feierte das Kirchenmusikalische Institut an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig seine Wiedergründung vor 25 Jahren. Im November 1992 war das Institut feierlich wiedereröffnet worden. Dies markierte den Startpunkt eines neuen Zeitabschnitts in der höchst wechselvollen Geschichte der Orgel- und Kirchenmusikausbildung in Leipzig, deren Anfänge bis ins Jahr 1843 zurückreichen. Zur Zeit studieren mehr als vierzig angehende Kirchenmusiker, Organisten und Chorleiter an der Leipziger Hochschule. Mit der Ernennung des vormaligen Dresdner Domorganisten Thomas Lennartz zum Direktor im Jahr 2014 erfolgte eine neue Akzentsetzung im Bereich Orgelimprovisation, 2015 wurde mit Martin Schmeding ein Nachfolger für Stefan Engels berufen. Den Auftakt zu den Jubiläumstagen machten die Dozenten mit einem fachrichtungsübergreifenden „Orgel-plus“-Konzert. Am zweiten Tag präsentierten sich Studierende an der Orgel im Großen Saal mit Werken vom Barock bis zur Gegenwart sowie stilistisch vielfältigen Improvisationen. Der „Tag der Begegnung“ am Samstag begann mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der Kirchenmusik – Kirchenmusik der Zukunft“. Unter der Moderation von Rektor Martin Kürschner entwickelte sich bei reger Beteiligung des Publikums ein lebhafter Austausch zwischen dem katholischen Bischof Heinrich Timmerevers, dem Professor Peter Zimmerling, KMD Britta Martini, Martin Schmeding und der Studentin Anne Michael. Schlusspunkt der Jubiläumsfeier war der Universitäts- und Hochschulgottesdienst am 26. November in der Nikolaikirche mit dem Chor des Kirchenmusikalischen Instituts.

(22.11.2017) 2018 feiert die ION (Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra) das 50. Jubiläumsjahr des Nürnberger Orgel-Interpretationswettbewerbs um den „Johann-Pachelbel-Preis“ und lädt junge, talentierte Organisten aus aller Welt ein, ihr Können in Nürnberg zu zeigen. Im Rahmen der 67. ION findet der Jubiläumswettbewerb vom 6. bis 17. Juni 2018 an Orgeln in Nürnberg, Ansbach und Ebrach statt. Alle weiteren Informationen und Teilnahmebedingungen sowie die Orgeldispositionen sind auf der Website der ION unter www.ion-musica-sacra.de/festival/orgelwettbewerb zu finden. Die Anmeldefrist endet am 1. Februar 2018. (Foto: Orgel in St. Lorenz, Nürnberg)

(16.11.2017) Mit Beginn des Jahrgangs 2018 wird Jörg-Hannes Hahn Herausgeber von Musik & Kirche. Er studierte Kirchenmusik, Orgel, Klavier und Dirigieren, u. a. bei Werner Jacob, Ludger Lohmann und Marie-Claire Alain. Seit 1991 ist er Kirchenmusiker in Stuttgart, seit 1996 unterrichtet er künstlerisches Orgelspiel an der Stuttgarter Musikhochschule, seit 2007 als Professor. 1997 konzertierte er mit dem gesamten Orgelwerk Max Regers, zum Ende des Gedenkjahres 2000 folgte das Orgelwerk J. S. Bachs in 14 Wochen. Verpflichtungen als Solist, Gastprofessor, Wettbewerbsjuror und als Dirigent führten ihn in die meisten europäischen Länder und vielfach nach Israel, Russland, die USA, Südamerika, Japan, Korea, China und Singapur. Aufnahmen für Rundfunk und CD dokumentieren seine künstlerische Persönlichkeit. Neben vielen anderen Aufnahmen produzierte Jörg-Hannes Hahn (Foto: Roberto Bulgrin) für „Cantate“ als Ersteinspielung das gesamte Orgelwerk von Carl Philipp Emanuel Bach auf der historischen Marx-Migendt-Orgel in Berlin-Karlshorst. Jörg-Hannes Hahn ist Leiter des Bachchors Stuttgart und der Reihe „Musik am 13.“, in der neue geistliche Musik einen festen Platz hat.

(16.11.2017) Aus über 2000 nominierten Hochschullehrern von über 250 Hochschulen Deutschlands ist Martin Schmeding (Orgel, Kirchenmusikalisches Institut, Hochschule für Musik und Theater Leipzig) zum „Professor des Jahres 2017“ gewählt worden. Das gab die UNICUM-Stiftung bekannt. Schmeding gewann in der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Kriterium war eine praxisnahe Lehre mit bestmöglicher Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Bundesweit nominierten Studierende, Absolventen, Unternehmensvertreter, Professorenkollegen und Hochschulmitarbeiter unter www.professordesjahres.de ihre Kandidaten. Die Jury entschied auf Basis von Fragebögen, erzielten Nominierungen, Referenzen und eigener Recherche über Sieger und Platzierte. In der Begründung der Jury heißt es: „Martin Schmeding erhält den Preis für seine herausragenden Leistungen in der Ausbildung und  Betreuung seiner Studierenden an der Hochschule  für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Seine Ausbildung von Kirchenmusikern ist in besonders hohem Maße an der individuellen Betreuung  der Studierenden orientiert, unverzichtbar vor allem in diesem kreativen Fach. Daneben aber kümmert sich Prof. Schmeding in besonders intensiver Weise um die Vorbereitung seiner Studierenden für deren späteres Berufsleben. Er bereitet sie auf Wettbewerbe und Bewerbungsauftritte vor und sorgt dafür, dass sie eine Ausbildung erhalten, die alle Aspekte ihrer künftigen Tätigkeit umfasst, welche weit über das rein Musikalische hinausgeht.“ Die Preisverleihung findet am 10. Januar 2017 in der Hochschule statt. Als Laudator spricht der Komponist und Kirchenmusiker Oskar Gottlieb Blarr.

(15.11.2017) Die 300. Wiederkehr des Geburtstages hatte Gottfried August Homilius (1714–1785) und seiner Musik eine bisher nicht gekannte Aufmerksamkeit beschert. Nicht nur in Dresden, sondern in ganz Deutschland gab es im Jahre 2014 zahlreiche Aufführungen seiner Werke. Das von Uwe Wolf damals vorgelegte Thematische Verzeichnis der musikalischen Werke (HoWV) stellte die Homilius-Forschung erstmals auf eine breite und solide Grundlage. Gleichzeitig veranstaltete die Katholische Akademie Dresden erstmals ein Symposium zu diesem Komponisten, dessen Beiträge unter dem Titel „ohne Widerrede unser bester Kirchenkomponist“ Annäherungen an Gottfried Homilius (ortus musikverlag Beeskow 2017, 294 Seiten, 32,– Euro) als Buch vorliegen. 18 Autoren erörtern darin Details zur Biographie, Werküberlieferung und Kirchenmusikpraxis im 18. Jahrhundert und ermöglichen eine Zwischenbilanz zur aktuellen Homilius-Forschung.

(2.11.2017) Der Sänger und Dirigent Gotthold Schwarz (Foto: Victoria Kühne) wird mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg 2018 ausgezeichnet. Der Preis wird am 9. März 2018 von Oberbürgermeister Lutz Trümper im Eröffnungskonzert der 24. Magdeburger Telemann-Festtage überreicht. Telemann Geburtsstadt würdigt mit der Auszeichnung den Maßstäbe setzenden Umgang des renommierten Interpreten mit dem Vokalwerk Georg Philipp Telemanns. Gotthold Schwarz‘ umfangreiches und vielseitiges Telemann-Repertoire umfasst das generalbassbegleitete Lied ebenso wie die sehr verschiedenartigen Kirchenmusiken, Oratorien und Opern. Seine künstlerische Arbeit verrät „ein feinsinniges Gespür für die textbezogene Musik und einen gleichermaßen sensiblen wie exzellenten Umgang mit der Musiksprache Telemanns“, heißt es in der Begründung für die Auszeichung. Der 1952 in Zwickau geborene Sänger und Dirigent, der seit 2016 Leipziger Thomaskantor ist, gehört zu den großen Interpreten der Alten Musik und ist ein ausgewiesener Telemann-Experte. Die Landeshauptstadt Magdeburg würdigt seit 1987 jährlich hervorragende Leistungen im Hinblick auf Interpretation, Pflege und Erforschung von Telemanns Leben und Werk mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis.

(30.10.2017) Unter dem Titel „Bibel und Evangelisches Gesangbuch“ haben Hans-Helmar Auel und Bernhard Giesecke im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht (302 Seiten, € 30,–) eine Konkordanz herausgegeben, die (nahezu) jeder Bibelstelle passende Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch gegenüberstellt. Dabei verknüpfen die beiden Autoren Bibelverse und Lieder nicht nur anhand der in den Liedern auftauchenden Bibelzitate. Es werden ebenso Wortgleichheiten aufgegriffen, wenn sie nicht nur wörtlich, sondern auch sinngemäß in den jeweiligen Kontext passen. Einerseits kann so entdeckt werden, wie Geschichten der Bibel, religiöse Bilder und Symbole Eingang in ganze Lieder und einzelne Strophen gefunden haben. Andererseits kann auch den Menschen begegnet werden, die in und mit Liedern ihren Glauben auszudrücken versuchten.

(25.10.2017) 2018 findet wieder der Internationale Kompositionswettbewerb „Musica Sacra Nova“ statt. Er wird in drei Kategorien ausgetragen: 1. Komposition für unbegleiteten gemischten Chor bis 16 Stimmen zu einem lateinischen, christlichen Text; 2. Komposition für Orgel zu einem christlichen Lied / Hymnus / Gregorianischen Gesang; 3. Liturgische Komposition für gemischten Chor a cappella oder mit Orgel bis zu vier Stimmen zu einem lateinischen Text. Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2018. Info: www.musicasacranova.com / www.kirchenmusik-im-erzbistum-koeln.de

(14.10.2017) Der Deutsche Chorverband (DCV) hat am 16. September im Rahmen der chor.com die Preisträger des Kompositionswettbewerbs zum Reformationsjubiläum „Verleih uns Frieden“ bekanntgegeben. 45 Komponisten und Komponistinnen hatten sich der Aufgabe gestellt, zeitgemäße drei- bis vierstimmige Chorsätze für Jugendliche und junge Erwachsene zu schreiben. Der erste Preis ging an Dijana Bošković (Foto: Rainer Engel), über den zweiten und dritten Preis konnten sich Gregor Simon und Peter Helmut Lang freuen. Einen Preis für Kinderchor erhielt die Komponistin Rucsandra Popescu. Die von der fünfköpfigen Jury ausgewählte Siegerkomposition „Dona nobis pacem Shanti“ wurde vom Deutschen Jugendkammerchor am 16. September in der Dortmunder St. Reinoldi-Kirche aufgeführt. Der Kompositionswettbewerb wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

(13.10.2017) Anlässlich des 75. Geburtstags des französischen Organisten und Komponisten Daniel Roth am 31. Oktober ist im Musikverlag Dr. J. Butz unter dem Titel Licht im Dunkel – Lumière dans les ténèbres eine Festschrift erschienen. Der Band enthält auf 432 Seiten wissenschaftliche Aufsätze und persönlich gefärbte „Hommages“ von über 20 Autoren. Enthalten ist eine CD mit dem Uraufführungsmitschnitt von Roths erst kürzlich erschienener Missa Beuronensis für Gregorianischen Choral und Orgel – mit dem Komponisten selbst an der Orgel. Herzstück der Festschrift ist ein umfangreicher Aufsatz des Jubilars zu Fragen der Orgelinterpretation, der die Essenz seiner pädagogischen und interpretatorischen Erfahrungen bündelt. Die Festschrift wird Daniel Roth am 5. November 2017 im Rahmen einer Feier in der Kirche Saint-Sulpice in Paris übergeben. Weitere Informationen und Leseproben unter www.butz-verlag.de.

(6.10.2017) Vom 15. bis 17. Januar und vom 24. bis 26. Januar 2018 findet in der Bundesakademie für musikalische Jugenbildung in Trossingen eine zweiteilige Fortbildung „Public Relations für Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen. Öffenlichkeitarbeit/Printmedien und Kommunikation“ statt. Dozenten sind Christine von Burkersroda und Rüdiger Behschnitt, Leiterin ist Christina Hollmann. Info: bundesakademie-trossingen.de.

(5.10.2017) 15 junge Organisten aus 5 Nationen nahmen am 8. Internationalen Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis in Trier teil. Es wurden drei Preise sowie mehrere Förderpreise vergeben: 1. Preis: Lukas Streibl (Stuttgart), 2. Preis und Publikumspreis: Lars Schwarze (Lübeck), 3. Preis: Lukas Euler (Haßloch/Leipzig), Förderpreise: Johannes Lamprecht (Köln) und Giovanni Michelini (Modena/Italien), Sonderpreis für die beste Schroeder-Interpretation im 2. Durchgang: Miso Kim (Südkorea). Infos unter: www.hermann-schroeder.de

Foto (Artur Feller): v. l. n. r. Basilikaorganist Martin Bambauer (Trier), Bernhard Haas (München), Lukas Streibl (1. Preis), Lars Schwarze (2. Preis), Lukas Euler (3. Preis), Johannes Lamprecht (Förderpreis), Pascale Rouet (Charleville-Mézières), Johannes Geffert (Köln, Juryvorsitz)

(3.10.2017) Vom 14. bis 22. September 2018 findet in Wien der 7. Internationale Franz-Schmidt-Orgelwettbewerb statt. Anmeldung sind bis zum 3. Juni 2018 über die Internetseite www.orgelwettbewerb.at möglich. Die künstlerische Leitung des Wettbewerbs, der an den ösetrreichschen Komponisten Franz Schmidt (1874–1939, Foto: Porträtbüste von Hilder Uray) hat Peter Planyavsky.

(19.9.2017) Johannes Krahl hat den XIII. Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb gewonnen. Beim Finale am 16. September 2017 im Dom zu Freiberg siegte der erst 18 Jahre alte Schüler aus Bautzen (Foto Mitte) vor Josipa Leko aus Kroatien (links) und Marco Amherd aus der Schweiz (rechts). Im Finale waren fünf junge Organisten aus fünf Ländern angetreten. (Foto: Gottfried-Silbermann-Gesellschaft / Detlev Müller)

(7.9.2017) Das Musikinformationszentrum des Deutschen Musikrats (MIZ) hat eine Projektdatenbank zum Thema „Musik und Integration“ ins Leben gerufen. Ziel der Nachfolgedatenbank von „Musik macht Heimat“ soll es sein, eine Vernetzung zum Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren und Veranstaltern musikbezogener Integrationsprojekte zu ermöglichen. Das MIZ möchte so dazu beitragen, neue themenbezogene Informationsmöglichkeiten und Inspirationsquellen zu schaffen, sowie die Vielfalt und Qualität der Projekte zu fördern. Neue Projekte können unter https://integration.miz.org registriert werden. (Foto: Hamburger Konservatorium/Jan Kipping)

(6.9.2017)  Vom 11. bis 13. Januar 2018 wird der 21. Internationale Orgelwettbewerb um den Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgetragen. Teilnehmen können alle jungen Organisten unter 30 Jahren, die ihr Instrument nicht bei einem der Juroren (Bine Bryndorf, Gerhard Gnann, Martin Schmeding, Christian Schmitt) studieren. In bis zu drei Wettbewerbsrunden sind von den Teilnehmern je drei Pflichtstücke unterschiedlicher Stilrichtungen auf der Klais- oder der Walcker-Orgel (Foto) in der Wiesbadener Lutherkirche vorzutragen. Der Preis für den ersten Platz des Wettbewerbs im Rahmen der Wiesbadener Bachwochen ist mit 6.000 € dotiert. Die Bewerbungsfrist für einen der zwölf Teilnehmerplätze endet am 1.11.2017. Info/Anmeldung: www.bach-wiesbaden.de/wettbewerb.htm.

(30.8.2017) Der private Hörfunksender Klassik Radio sucht den besten Chor Deutschlands. Beim Deutschen Chorgipfel können alle Laienchöre mitmachen, die Lust am Singen haben und dies in einem kreativen Video beweisen. Vom 4. September bis zum 1. Oktober 2017 kann sich jeder (nicht-professionelle) Chor über die Klassik Radio Homepage www.klassikradio.de mit einem einminütigen Youtube-Video bewerben. Die besten Einsendungen werden von der Klassik Radio Jury zusammengetragen und zur Abstimmung veröffentlicht. Vom 9. bis 22. Oktober 2017 dürfen die Klassik Radio Hörer dann in einem Online-Voting den besten Chor Deutschlands wählen. Den Sieger-Chor erwartet eine eigene CD-Produktion sowie eine Kurzreise für den ganzen Chor. 2017 wurde der Jugendchor NAK Hannover (Foto) auf den Chorgipfel erhoben.

(24.8.2017) Die Stadt Burghausen in Bayern schreibt einen Kompositionswettbewerb anlässlich des 200. Geburtstages von „Stille Nacht“ aus. Gefragt ist ein freies Stück für Orgel solo mit einer maximalen Länge von zehn Minuten, das in Konzert und liturgischer Praxis gleichermaßen eingesetzt werden kann. Der 1. Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Abgabetermin ist der 30. April 2018. Das preisgekrönte Werk wird im November 2018 im Rahmen eines Konzerts mit Bezug zum Komponisten Franz Xaver Gruber uraufgeführt. Nähere Informationen über das Kulturbüro Burghausen: kulturbuero@burghausen.de (Abbildung: Jubiläumskarte aus dem Jahr 1918)

(31.7.2017) Großen Anklang fand das vom Bund Deutscher Orgelbaumeister gestartete Schulprojekt „Bau einer Orgelpfeife aus Holz“. Mitgliedsbetriebe des BDO hatten in den letzten Monaten Partnerschulen in ihrer Region Bausätze zur Verfügung gestellt. Außerdem weihten die Orgelbauer Schüler und Lehrer sowohl im Unterricht als auch in den Werkstätten in ihre vielfältige Kunst ein. Viele Mitarbeiter von Orgelbaubetrieben gaben praktische Hilfestellung und boten Führungen in ihren Räumen oder an Orgeln an. 600 Orgelpfeifen aus Holz – schon eine ganze Orgel! – wurden allein in der Testphase gefertigt, und Ein die Neugierde auf die Orgel und den kreativen Beruf des Orgelbauers wurde bei vielen jungen Menschen geweckt. Spontan meldeten sich einige Schüler für freiwillige Praktika in einer Orgelbauwerkstätte. Das Aktion, die fortgesetzt wird, ist für Haupt- und Realschulen (Jahrgangsstufe 8 oder 9) sowie für berufsvorbereitende Schulen geeignet, kann aber auch bei Projekttagen an Gymnasien eingesetzt werden. – Info: Bund Deutscher Orgelbaumeister, Allkofen 208, 84082 Laberweinting, Tel: 09454 / 215, info@deutscher-orgelbau.de, www.deutscher-orgelbau.de (Foto: Denis Dallmann)

(21.7.2017) Am 13. September 2017 findet von 10 bis 18 Uhr Informationstag zum Studium der Kirchenmusik (klassisch) an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford statt. Potenzielle Studienbewerber können Einzel- und Gruppenunterricht wahrnehmen, um das Anforderungsniveau der Aufnahmeprüfungen kennenzulernen. Der Tag bietet außerdem Gelegenheit, sich in Gesprächen mit den anwesenden Dozenten und Studierenden über Ensembles und andere Angebote der Hochschule, über den Studierendenalltag und berufliche Möglichkeiten im Bereich Kirchenmusik zu informieren. Die Teilnahme ist kostenfrei, Info/Anmeldung:: www.hochschule-herford.de/studium/informationstag/

(18.7.2017) Bei der Internationalen Orgelwoche – Musica Sacra (ION) steht ein Wechsel in der künstlerischen Leitung bevor. Ab 2019 übernimmt Moritz Puschke die Leitung des traditionsreichen Festivals und wird damit Nachfolger von Folkert Uhde. Puschke (* 1971) ist seit 2008 Geschäftsführer des Deutschen Chorverbandes, seit 2012 künstlerischer Geschäftsführer der Deutschen Chorjugend e.V. Gemeinsam mit Folkert Uhde leitet er das seit 2011 jährlich stattfindende Festival CHOR@BERLIN. Er ist Initiator und Künstlerischer Leiter der chor.com in Dortmund und geschäftsführender Redakteur der Fachzeitschrift Chorzeit.