(7.12.2017) Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe hat den Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. 400 handwerkliche Orgelbaubetriebe mit etwa 2.800 Mitarbeitern, 180 Auszubildende sowie 3.500 hauptamtlichen und zehntausenden ehrenamtlichen Organisten prägen das Handwerk und die Kunst des Orgelbaus und der Orgelmusik in Deutschland. Über 50.000 Orgeln sind hier spielbar.  Staatsministerin Monika Grütters betonte: „Durch die Aufnahme in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes wird die Bedeutung dieses über Jahrhunderte gewachsenen kulturellen Erbes gebührend gewürdigt. Orgelbau und Orgelmusik sind auch heute noch ein wichtiger Teil unseres Musiklebens, sie werden von Generation zu Generation weitergegeben, gepflegt und fortentwickelt.“ (Foto: Innenleben der neuen Orgel an St. Martin, Kassel)

(7.12.2017) Die Musik- und Kulturwissenschaftlerin Katrin Zagrosek wird neue Geschäftsführende Intendantin der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Sie tritt im September 2018 die Nachfolge von Gernot Rehrl an, der seit 2013 die Intendanz der Bachakademie innehat. Sie studierte in Lüneburg sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin und war von 2002 bis 2006 als Musikdramaturgin und GMD-Referentin am Theater Freiburg tätig. Von 2006 bis 2012 entwickelte sie als Projektleiterin die „Hamburger Ostertöne“ und zeichnete von 2008 bis 2011 als Produktionsleiterin für das Festival „Wien Modern“ verantwortlich. Im Jahr 2012 übernahm Katrin Zagrosek die Intendanz der Niedersächsischen Musiktage.

(30.11.2017) Der deutsch-französische Komponist Mark Andre hat den Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken erhalten. Mit ihrem Votum würdigt die Jury unter Vorsitz des Cellisten Prof. Julius Berger, dass Andres Kompositionen „motivisch aus einem explizit christlichen Bekenntnis“ schöpfen. Andre sei „ein Avantgardist, der nicht nach Gefälligkeit, Popularität oder gar Marktförmigkeit schielt; er weiß sich einzig der Suche nach dem anderen, dem neuen Klang verpflichtet und scheut vor dem Experiment nicht zurück“, so die Jury. Der Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken ist die höchste Auszeichnung der katholischen Kirche auf dem Kultursektor und wird seit 1990 abwechselnd alle zwei bis vier Jahre in den Sparten Literatur, Architektur, Musik, Film, Bildende Kunst und Theater verliehen. (Foto: Deutsche Bischofskonferenz)

(29.11.2017) In der Nordkirche startet zum neuen Kirchenjahr das Projekt „Monatslied“ mit 12 liturgisch zu den Monaten passenden Liedern. Zu jedem Lied gibt es umfangreiches Notenmaterial und eine Audioaufnahme. Am Beginn steht das Lied „In dieser einen Nacht“ mit Text und Musik von Miriam Buthmann. – www.monatslied.de

(28.11.2017) Carsten Wiebusch wurde im Oktober 2017 als Nachfolger von Martin Lücker zum Professor für Orgelliteraturspiel an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main berufen. Der 47-Jährige war zunächst Organist an der spätromantischen Walcker-Orgel in Essen-Werden, dann seit 1999 Kantor und Organist an der Christuskirche Karlsruhe. 2014 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt, 2015 zum Professor für Orgel an der Musikhochschule Karlsruhe. Neben einer umfangreichen dirigentischen Tätigkeit rief er mit der Einweihung der neuen, erweiterten Klais-Orgel 2010 die sehr erfolgreiche Konzertreihe „Faszination Orgel“ ins Leben.  In der instrumentalen Ausstattung der Hochschule wird sich in den nächsten Jahren vieles verändern. Dazu gehören umfangreiche Überholungsmaßnahmen an den bestehenden Hochschulorgeln ebenso wie Planungen der Instrumente für einen bevorstehenden Hochschulneubau. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem angemessenen Umgang mit der Beckerath-Orgel von 1959 im Großen Saal der Hochschule, die auf Helmut Walcha zurückgeht. Ebenso wird eine stärkere Vernetzung mit anderen Fachbereichen der Hochschule sowie mit den evangelischen und katholischen Landeskirchen bzw. Bistümern und eine Intensivierung der Nachwuchsförderung angestrebt.

(28.11.2017) Am 16. November 2017, einen Tag vor seinem 80. Geburtstag, verstarb in Stuttgart Ewald Liska (Foto: Hartmut Hientzsch). Er war Sänger, Kantor, von 1978 bis 1998 Musikredakteur beim SDR und seit 1999 künstlerischer Leiter des Festivals Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd. Außerdem war er als Berater für zahlreiche Musik- und Kompositionswettbewerbe tätig, Mitglied beim Deutschen Musikrat sowie Juror beim Deutschen Chorwettbewerb, 2008 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. (Ausführlicher Nachruf in MuK 1/2018)

(27.11.2017) Der opulente Bildband Bach. Eine Lebensgeschichte in Bildern aus dem Bärenreiter-Verlag (BVK 2280, Euro 298,–) hilft, die historische Distanz von dreihundert Jahren zu überbrücken, und macht Bachs Lebensgeschichte anschaulich. Wie sah Johann Sebastian Bachs Lebenswelt aus? Welche Menschen standen ihm nahe, mit wem arbeitete er zusammen? Welche Schriftstücke dokumentieren sein Leben und Arbeiten? Das größtenteils farbige Bildmaterial präsentiert sein Leben und Schaffen von den Anfängen in Eisenach, Ohrdruf und Lüneburg über die Organistenjahre in Arnstadt, Mühlhausen und Weimar, die Kapellmeisterperiode in Köthen bis in die Zeit als Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig. Erweiterte Legenden erschließen die Bedeutung jeder Abbildung unmittelbar, ohne Nachschlagen an anderer Stelle. Kurze Einleitungen zu den verschiedenen Lebensabschnitten, ein Essay zu Fragen der Bach-Ikonographie sowie ein umfangreicher Anhang begleiten den Band.

(27.11.2017) Vom 23. bis 26. November 2017 feierte das Kirchenmusikalische Institut an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig seine Wiedergründung vor 25 Jahren. Im November 1992 war das Institut feierlich wiedereröffnet worden. Dies markierte den Startpunkt eines neuen Zeitabschnitts in der höchst wechselvollen Geschichte der Orgel- und Kirchenmusikausbildung in Leipzig, deren Anfänge bis ins Jahr 1843 zurückreichen. Zur Zeit studieren mehr als vierzig angehende Kirchenmusiker, Organisten und Chorleiter an der Leipziger Hochschule. Mit der Ernennung des vormaligen Dresdner Domorganisten Thomas Lennartz zum Direktor im Jahr 2014 erfolgte eine neue Akzentsetzung im Bereich Orgelimprovisation, 2015 wurde mit Martin Schmeding ein Nachfolger für Stefan Engels berufen. Den Auftakt zu den Jubiläumstagen machten die Dozenten mit einem fachrichtungsübergreifenden „Orgel-plus“-Konzert. Am zweiten Tag präsentierten sich Studierende an der Orgel im Großen Saal mit Werken vom Barock bis zur Gegenwart sowie stilistisch vielfältigen Improvisationen. Der „Tag der Begegnung“ am Samstag begann mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der Kirchenmusik – Kirchenmusik der Zukunft“. Unter der Moderation von Rektor Martin Kürschner entwickelte sich bei reger Beteiligung des Publikums ein lebhafter Austausch zwischen dem katholischen Bischof Heinrich Timmerevers, dem Professor Peter Zimmerling, KMD Britta Martini, Martin Schmeding und der Studentin Anne Michael. Schlusspunkt der Jubiläumsfeier war der Universitäts- und Hochschulgottesdienst am 26. November in der Nikolaikirche mit dem Chor des Kirchenmusikalischen Instituts.

(22.11.2017) 2018 feiert die ION (Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra) das 50. Jubiläumsjahr des Nürnberger Orgel-Interpretationswettbewerbs um den „Johann-Pachelbel-Preis“ und lädt junge, talentierte Organisten aus aller Welt ein, ihr Können in Nürnberg zu zeigen. Im Rahmen der 67. ION findet der Jubiläumswettbewerb vom 6. bis 17. Juni 2018 an Orgeln in Nürnberg, Ansbach und Ebrach statt. Alle weiteren Informationen und Teilnahmebedingungen sowie die Orgeldispositionen sind auf der Website der ION unter www.ion-musica-sacra.de/festival/orgelwettbewerb zu finden. Die Anmeldefrist endet am 1. Februar 2018. (Foto: Orgel in St. Lorenz, Nürnberg)

(16.11.2017) Mit Beginn des Jahrgangs 2018 wird Jörg-Hannes Hahn Herausgeber von Musik & Kirche. Er studierte Kirchenmusik, Orgel, Klavier und Dirigieren, u. a. bei Werner Jacob, Ludger Lohmann und Marie-Claire Alain. Seit 1991 ist er Kirchenmusiker in Stuttgart, seit 1996 unterrichtet er künstlerisches Orgelspiel an der Stuttgarter Musikhochschule, seit 2007 als Professor. 1997 konzertierte er mit dem gesamten Orgelwerk Max Regers, zum Ende des Gedenkjahres 2000 folgte das Orgelwerk J. S. Bachs in 14 Wochen. Verpflichtungen als Solist, Gastprofessor, Wettbewerbsjuror und als Dirigent führten ihn in die meisten europäischen Länder und vielfach nach Israel, Russland, die USA, Südamerika, Japan, Korea, China und Singapur. Aufnahmen für Rundfunk und CD dokumentieren seine künstlerische Persönlichkeit. Neben vielen anderen Aufnahmen produzierte Jörg-Hannes Hahn (Foto: Roberto Bulgrin) für „Cantate“ als Ersteinspielung das gesamte Orgelwerk von Carl Philipp Emanuel Bach auf der historischen Marx-Migendt-Orgel in Berlin-Karlshorst. Jörg-Hannes Hahn ist Leiter des Bachchors Stuttgart und der Reihe „Musik am 13.“, in der neue geistliche Musik einen festen Platz hat.

(16.11.2017) Aus über 2000 nominierten Hochschullehrern von über 250 Hochschulen Deutschlands ist Martin Schmeding (Orgel, Kirchenmusikalisches Institut, Hochschule für Musik und Theater Leipzig) zum „Professor des Jahres 2017“ gewählt worden. Das gab die UNICUM-Stiftung bekannt. Schmeding gewann in der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Kriterium war eine praxisnahe Lehre mit bestmöglicher Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Bundesweit nominierten Studierende, Absolventen, Unternehmensvertreter, Professorenkollegen und Hochschulmitarbeiter unter www.professordesjahres.de ihre Kandidaten. Die Jury entschied auf Basis von Fragebögen, erzielten Nominierungen, Referenzen und eigener Recherche über Sieger und Platzierte. In der Begründung der Jury heißt es: „Martin Schmeding erhält den Preis für seine herausragenden Leistungen in der Ausbildung und  Betreuung seiner Studierenden an der Hochschule  für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Seine Ausbildung von Kirchenmusikern ist in besonders hohem Maße an der individuellen Betreuung  der Studierenden orientiert, unverzichtbar vor allem in diesem kreativen Fach. Daneben aber kümmert sich Prof. Schmeding in besonders intensiver Weise um die Vorbereitung seiner Studierenden für deren späteres Berufsleben. Er bereitet sie auf Wettbewerbe und Bewerbungsauftritte vor und sorgt dafür, dass sie eine Ausbildung erhalten, die alle Aspekte ihrer künftigen Tätigkeit umfasst, welche weit über das rein Musikalische hinausgeht.“ Die Preisverleihung findet am 10. Januar 2017 in der Hochschule statt. Als Laudator spricht der Komponist und Kirchenmusiker Oskar Gottlieb Blarr.

(15.11.2017) Die 300. Wiederkehr des Geburtstages hatte Gottfried August Homilius (1714–1785) und seiner Musik eine bisher nicht gekannte Aufmerksamkeit beschert. Nicht nur in Dresden, sondern in ganz Deutschland gab es im Jahre 2014 zahlreiche Aufführungen seiner Werke. Das von Uwe Wolf damals vorgelegte Thematische Verzeichnis der musikalischen Werke (HoWV) stellte die Homilius-Forschung erstmals auf eine breite und solide Grundlage. Gleichzeitig veranstaltete die Katholische Akademie Dresden erstmals ein Symposium zu diesem Komponisten, dessen Beiträge unter dem Titel „ohne Widerrede unser bester Kirchenkomponist“ Annäherungen an Gottfried Homilius (ortus musikverlag Beeskow 2017, 294 Seiten, 32,– Euro) als Buch vorliegen. 18 Autoren erörtern darin Details zur Biographie, Werküberlieferung und Kirchenmusikpraxis im 18. Jahrhundert und ermöglichen eine Zwischenbilanz zur aktuellen Homilius-Forschung.

(2.11.2017) Der Sänger und Dirigent Gotthold Schwarz (Foto: Victoria Kühne) wird mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg 2018 ausgezeichnet. Der Preis wird am 9. März 2018 von Oberbürgermeister Lutz Trümper im Eröffnungskonzert der 24. Magdeburger Telemann-Festtage überreicht. Telemann Geburtsstadt würdigt mit der Auszeichnung den Maßstäbe setzenden Umgang des renommierten Interpreten mit dem Vokalwerk Georg Philipp Telemanns. Gotthold Schwarz‘ umfangreiches und vielseitiges Telemann-Repertoire umfasst das generalbassbegleitete Lied ebenso wie die sehr verschiedenartigen Kirchenmusiken, Oratorien und Opern. Seine künstlerische Arbeit verrät „ein feinsinniges Gespür für die textbezogene Musik und einen gleichermaßen sensiblen wie exzellenten Umgang mit der Musiksprache Telemanns“, heißt es in der Begründung für die Auszeichung. Der 1952 in Zwickau geborene Sänger und Dirigent, der seit 2016 Leipziger Thomaskantor ist, gehört zu den großen Interpreten der Alten Musik und ist ein ausgewiesener Telemann-Experte. Die Landeshauptstadt Magdeburg würdigt seit 1987 jährlich hervorragende Leistungen im Hinblick auf Interpretation, Pflege und Erforschung von Telemanns Leben und Werk mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis.

(30.10.2017) Unter dem Titel „Bibel und Evangelisches Gesangbuch“ haben Hans-Helmar Auel und Bernhard Giesecke im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht (302 Seiten, € 30,–) eine Konkordanz herausgegeben, die (nahezu) jeder Bibelstelle passende Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch gegenüberstellt. Dabei verknüpfen die beiden Autoren Bibelverse und Lieder nicht nur anhand der in den Liedern auftauchenden Bibelzitate. Es werden ebenso Wortgleichheiten aufgegriffen, wenn sie nicht nur wörtlich, sondern auch sinngemäß in den jeweiligen Kontext passen. Einerseits kann so entdeckt werden, wie Geschichten der Bibel, religiöse Bilder und Symbole Eingang in ganze Lieder und einzelne Strophen gefunden haben. Andererseits kann auch den Menschen begegnet werden, die in und mit Liedern ihren Glauben auszudrücken versuchten.

(25.10.2017) 2018 findet wieder der Internationale Kompositionswettbewerb „Musica Sacra Nova“ statt. Er wird in drei Kategorien ausgetragen: 1. Komposition für unbegleiteten gemischten Chor bis 16 Stimmen zu einem lateinischen, christlichen Text; 2. Komposition für Orgel zu einem christlichen Lied / Hymnus / Gregorianischen Gesang; 3. Liturgische Komposition für gemischten Chor a cappella oder mit Orgel bis zu vier Stimmen zu einem lateinischen Text. Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2018. Info: www.musicasacranova.com / www.kirchenmusik-im-erzbistum-koeln.de

(14.10.2017) Der Deutsche Chorverband (DCV) hat am 16. September im Rahmen der chor.com die Preisträger des Kompositionswettbewerbs zum Reformationsjubiläum „Verleih uns Frieden“ bekanntgegeben. 45 Komponisten und Komponistinnen hatten sich der Aufgabe gestellt, zeitgemäße drei- bis vierstimmige Chorsätze für Jugendliche und junge Erwachsene zu schreiben. Der erste Preis ging an Dijana Bošković (Foto: Rainer Engel), über den zweiten und dritten Preis konnten sich Gregor Simon und Peter Helmut Lang freuen. Einen Preis für Kinderchor erhielt die Komponistin Rucsandra Popescu. Die von der fünfköpfigen Jury ausgewählte Siegerkomposition „Dona nobis pacem Shanti“ wurde vom Deutschen Jugendkammerchor am 16. September in der Dortmunder St. Reinoldi-Kirche aufgeführt. Der Kompositionswettbewerb wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

(13.10.2017) Anlässlich des 75. Geburtstags des französischen Organisten und Komponisten Daniel Roth am 31. Oktober ist im Musikverlag Dr. J. Butz unter dem Titel Licht im Dunkel – Lumière dans les ténèbres eine Festschrift erschienen. Der Band enthält auf 432 Seiten wissenschaftliche Aufsätze und persönlich gefärbte „Hommages“ von über 20 Autoren. Enthalten ist eine CD mit dem Uraufführungsmitschnitt von Roths erst kürzlich erschienener Missa Beuronensis für Gregorianischen Choral und Orgel – mit dem Komponisten selbst an der Orgel. Herzstück der Festschrift ist ein umfangreicher Aufsatz des Jubilars zu Fragen der Orgelinterpretation, der die Essenz seiner pädagogischen und interpretatorischen Erfahrungen bündelt. Die Festschrift wird Daniel Roth am 5. November 2017 im Rahmen einer Feier in der Kirche Saint-Sulpice in Paris übergeben. Weitere Informationen und Leseproben unter www.butz-verlag.de.

(6.10.2017) Vom 15. bis 17. Januar und vom 24. bis 26. Januar 2018 findet in der Bundesakademie für musikalische Jugenbildung in Trossingen eine zweiteilige Fortbildung „Public Relations für Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen. Öffenlichkeitarbeit/Printmedien und Kommunikation“ statt. Dozenten sind Christine von Burkersroda und Rüdiger Behschnitt, Leiterin ist Christina Hollmann. Info: bundesakademie-trossingen.de.

(5.10.2017) 15 junge Organisten aus 5 Nationen nahmen am 8. Internationalen Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis in Trier teil. Es wurden drei Preise sowie mehrere Förderpreise vergeben: 1. Preis: Lukas Streibl (Stuttgart), 2. Preis und Publikumspreis: Lars Schwarze (Lübeck), 3. Preis: Lukas Euler (Haßloch/Leipzig), Förderpreise: Johannes Lamprecht (Köln) und Giovanni Michelini (Modena/Italien), Sonderpreis für die beste Schroeder-Interpretation im 2. Durchgang: Miso Kim (Südkorea). Infos unter: www.hermann-schroeder.de

Foto (Artur Feller): v. l. n. r. Basilikaorganist Martin Bambauer (Trier), Bernhard Haas (München), Lukas Streibl (1. Preis), Lars Schwarze (2. Preis), Lukas Euler (3. Preis), Johannes Lamprecht (Förderpreis), Pascale Rouet (Charleville-Mézières), Johannes Geffert (Köln, Juryvorsitz)

(3.10.2017) Vom 14. bis 22. September 2018 findet in Wien der 7. Internationale Franz-Schmidt-Orgelwettbewerb statt. Anmeldung sind bis zum 3. Juni 2018 über die Internetseite www.orgelwettbewerb.at möglich. Die künstlerische Leitung des Wettbewerbs, der an den ösetrreichschen Komponisten Franz Schmidt (1874–1939, Foto: Porträtbüste von Hilder Uray) hat Peter Planyavsky.

(19.9.2017) Johannes Krahl hat den XIII. Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb gewonnen. Beim Finale am 16. September 2017 im Dom zu Freiberg siegte der erst 18 Jahre alte Schüler aus Bautzen (Foto Mitte) vor Josipa Leko aus Kroatien (links) und Marco Amherd aus der Schweiz (rechts). Im Finale waren fünf junge Organisten aus fünf Ländern angetreten. (Foto: Gottfried-Silbermann-Gesellschaft / Detlev Müller)

(7.9.2017) Das Musikinformationszentrum des Deutschen Musikrats (MIZ) hat eine Projektdatenbank zum Thema „Musik und Integration“ ins Leben gerufen. Ziel der Nachfolgedatenbank von „Musik macht Heimat“ soll es sein, eine Vernetzung zum Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren und Veranstaltern musikbezogener Integrationsprojekte zu ermöglichen. Das MIZ möchte so dazu beitragen, neue themenbezogene Informationsmöglichkeiten und Inspirationsquellen zu schaffen, sowie die Vielfalt und Qualität der Projekte zu fördern. Neue Projekte können unter https://integration.miz.org registriert werden. (Foto: Hamburger Konservatorium/Jan Kipping)

(6.9.2017)  Vom 11. bis 13. Januar 2018 wird der 21. Internationale Orgelwettbewerb um den Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgetragen. Teilnehmen können alle jungen Organisten unter 30 Jahren, die ihr Instrument nicht bei einem der Juroren (Bine Bryndorf, Gerhard Gnann, Martin Schmeding, Christian Schmitt) studieren. In bis zu drei Wettbewerbsrunden sind von den Teilnehmern je drei Pflichtstücke unterschiedlicher Stilrichtungen auf der Klais- oder der Walcker-Orgel (Foto) in der Wiesbadener Lutherkirche vorzutragen. Der Preis für den ersten Platz des Wettbewerbs im Rahmen der Wiesbadener Bachwochen ist mit 6.000 € dotiert. Die Bewerbungsfrist für einen der zwölf Teilnehmerplätze endet am 1.11.2017. Info/Anmeldung: www.bach-wiesbaden.de/wettbewerb.htm.

(30.8.2017) Der private Hörfunksender Klassik Radio sucht den besten Chor Deutschlands. Beim Deutschen Chorgipfel können alle Laienchöre mitmachen, die Lust am Singen haben und dies in einem kreativen Video beweisen. Vom 4. September bis zum 1. Oktober 2017 kann sich jeder (nicht-professionelle) Chor über die Klassik Radio Homepage www.klassikradio.de mit einem einminütigen Youtube-Video bewerben. Die besten Einsendungen werden von der Klassik Radio Jury zusammengetragen und zur Abstimmung veröffentlicht. Vom 9. bis 22. Oktober 2017 dürfen die Klassik Radio Hörer dann in einem Online-Voting den besten Chor Deutschlands wählen. Den Sieger-Chor erwartet eine eigene CD-Produktion sowie eine Kurzreise für den ganzen Chor. 2017 wurde der Jugendchor NAK Hannover (Foto) auf den Chorgipfel erhoben.

(24.8.2017) Die Stadt Burghausen in Bayern schreibt einen Kompositionswettbewerb anlässlich des 200. Geburtstages von „Stille Nacht“ aus. Gefragt ist ein freies Stück für Orgel solo mit einer maximalen Länge von zehn Minuten, das in Konzert und liturgischer Praxis gleichermaßen eingesetzt werden kann. Der 1. Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Abgabetermin ist der 30. April 2018. Das preisgekrönte Werk wird im November 2018 im Rahmen eines Konzerts mit Bezug zum Komponisten Franz Xaver Gruber uraufgeführt. Nähere Informationen über das Kulturbüro Burghausen: kulturbuero@burghausen.de (Abbildung: Jubiläumskarte aus dem Jahr 1918)

(31.7.2017) Großen Anklang fand das vom Bund Deutscher Orgelbaumeister gestartete Schulprojekt „Bau einer Orgelpfeife aus Holz“. Mitgliedsbetriebe des BDO hatten in den letzten Monaten Partnerschulen in ihrer Region Bausätze zur Verfügung gestellt. Außerdem weihten die Orgelbauer Schüler und Lehrer sowohl im Unterricht als auch in den Werkstätten in ihre vielfältige Kunst ein. Viele Mitarbeiter von Orgelbaubetrieben gaben praktische Hilfestellung und boten Führungen in ihren Räumen oder an Orgeln an. 600 Orgelpfeifen aus Holz – schon eine ganze Orgel! – wurden allein in der Testphase gefertigt, und Ein die Neugierde auf die Orgel und den kreativen Beruf des Orgelbauers wurde bei vielen jungen Menschen geweckt. Spontan meldeten sich einige Schüler für freiwillige Praktika in einer Orgelbauwerkstätte. Das Aktion, die fortgesetzt wird, ist für Haupt- und Realschulen (Jahrgangsstufe 8 oder 9) sowie für berufsvorbereitende Schulen geeignet, kann aber auch bei Projekttagen an Gymnasien eingesetzt werden. – Info: Bund Deutscher Orgelbaumeister, Allkofen 208, 84082 Laberweinting, Tel: 09454 / 215, info@deutscher-orgelbau.de, www.deutscher-orgelbau.de (Foto: Denis Dallmann)

(21.7.2017) Am 13. September 2017 findet von 10 bis 18 Uhr Informationstag zum Studium der Kirchenmusik (klassisch) an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford statt. Potenzielle Studienbewerber können Einzel- und Gruppenunterricht wahrnehmen, um das Anforderungsniveau der Aufnahmeprüfungen kennenzulernen. Der Tag bietet außerdem Gelegenheit, sich in Gesprächen mit den anwesenden Dozenten und Studierenden über Ensembles und andere Angebote der Hochschule, über den Studierendenalltag und berufliche Möglichkeiten im Bereich Kirchenmusik zu informieren. Die Teilnahme ist kostenfrei, Info/Anmeldung:: www.hochschule-herford.de/studium/informationstag/

(18.7.2017) Bei der Internationalen Orgelwoche – Musica Sacra (ION) steht ein Wechsel in der künstlerischen Leitung bevor. Ab 2019 übernimmt Moritz Puschke die Leitung des traditionsreichen Festivals und wird damit Nachfolger von Folkert Uhde. Puschke (* 1971) ist seit 2008 Geschäftsführer des Deutschen Chorverbandes, seit 2012 künstlerischer Geschäftsführer der Deutschen Chorjugend e.V. Gemeinsam mit Folkert Uhde leitet er das seit 2011 jährlich stattfindende Festival CHOR@BERLIN. Er ist Initiator und Künstlerischer Leiter der chor.com in Dortmund und geschäftsführender Redakteur der Fachzeitschrift Chorzeit.

(10.7.2017) Im Kalender Die schönsten Orgeln 2018 aus dem St. Benno-Verlag (mit CD € 19,95, ohne CD € 12,95) stellen zwölf namhafte Organisten aus dem deutschsprachigen Raum ihre prachtvollen Instrumente vor: Großformatige Farbfotos zeigen die Prospekte, die Organisten erklären die Besonderheiten ihrer Orgeln und lassen sie auf der beigefügten CD erklingen. Präsentiert werden unter anderem die Gottfried-Silbermann-Orgel von St. Georg in Großkmehlen, die Marienorgel der Kirche Unserer Lieben Frau des Klosters Einsiedeln, die Rieger-Orgel der Basilika Vierzehnheiligen, die Klapmeyer-Orgel von St. Nicolai in Altenbruch und die Konzilsorgel von St. Gebhard in Konstanz.

(19.6.2017) Die Tonhalle Zürich erhält eine neue, optimal auf den großen Tonhallesaal und das Spiel mit Orchester abgestimmten Orgel. Mit Konzeption und Bau hat die Kongresshaus-Stiftung das renommierte Traditionshaus Orgelbau Kuhn AG beauftragt. Die bisherige Orgel von 1988 (Foto) wird ausgebaut und an einen neuen Standort weitergegeben. Die Investition von rund 2.8 Mio. Franken wird vollumfänglich von privaten Spendern getragen.

(13.6.2017) Der italienische Komponist und Organist Pier Damiano Peretti hat den 8. Internationalen Kompositionswettbewerb in Saarlouis gewonnen. Für seine „Zwei Psalmfragmente“ für Mezzosopran und Orgel sprach ihm die Jury den ersten Preis zu. Zweiter Preisträger wurde Andreas Seemer-Koeper mit einer Komposition für hohe Stimme und Orgel unter dem Titel „Lieder mit Blick aus dem Fenster“. Den dritten Preis erhielt Steven Heelein für „Wenn ich fort bin“ für Bariton und Orgel. Die Uraufführung der Komposition Perettis findet am 22. Oktober 2017 in der Katholischen Pfarrkirche in Saarlouis-Lisdorf statt. – www.klingende-kirche.de

(12.6.2017) In der Lutherkirche Wiesbaden findet vom 11. bis 13. Januar 2018 der 21. Internationale Orgelwettbewerb um den Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden statt. Teilnehmen können junge Organisten aller Nationen, die nach dem 1. Januar 1988 geboren wurden. Nach Ablauf der Anmeldefrist wird die Wettbewerbsleitung aus den eingegangenen Bewerbungen die zwölf Teilnehmer des Wettbewerbs bestimmen. Info/Anmeldung: Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft Wiesbaden, Bernhard-Schwarz-Str. 25, 65201 Wiesbaden, Tel/Fax 0611 / 20890, info@bach-wiesbaden.de, www.bach-wiesbaden.de (Foto: Walcker-Orgel von 1911)

(31.5.2017) Vom 2. bis 4. Februar 2018 findet in Rottenburg der 2. ACV-Chorleitungswettbewerb statt. Junge katholische Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker mit dem Schwerpunkt Chorleitung, die nach dem 15. Oktober 1987 geboren sind, haben die Möglichkeit, ihre pädagogischen und künstlerischen Leistungen auf diesem Feld zu präsentieren und zum Vergleich zu stellen. Als Wettbewerbschöre stehen der Chor der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg und der Rottenburger Domchor zur Verfügung. Die Jury wird aus Wolfgang Bretschneider, Alexander Burda, Christian Schmitt, Jan Schumacher, Marius Schwemmer bestehen. Anmeldeschluss für die Wettbewerbsteilnahme ist der 15. Oktober 2017. Info: www.acv-deutschland.de.

(30.5.2017) Das Instrumentale Amateurmusizieren ist in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen worden. Gleichzeitig wurden die Posaunenchöre als eigene Form des Laien- und Amateurmusizierens ausgezeichnet. Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, sagte: „Immaterielles Kulturerbe prägt Identitäten, stärkt den sozialen Zusammenhalt und fördert den Dialog zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Es ist Quelle von Kreativität und Innovation und trägt zu gesellschaftlichem Wandel bei. Ich gratuliere allen heute Ausgezeichneten ganz herzlich und danke ihnen für ihre stetige Weiterentwicklung unseres kulturellen Erbes. Sie stehen für die Vielfalt unserer Kulturlandschaft.“

(23.5.2017) Vom 1. bis  3. September 2017 findet das große Finale des Josquin-Projekts in Leipzig statt. Zu Gast sind die Ensembles Weser-Renaissance, Alta Musica, all’improvviso, The Playfords und die Spezialistin für historischen Tanz Mareike Greb. Im Abschlusskonzert singt der Kammerchor Josquin des Préz (Foto: Gert Mothes) zudem Werke von Praetorius, Schein und Schütz und schlägt damit einen Bogen zu Martin Luther, der Josquin als seinen Lieblingskomponisten nannte. Seit 2004 widmet sich der renommierte und preisgekrönte Kammerchor erstmals in einem zusammenhängenden Konzertzyklus dem gesamten Œuvre des Meisters, das u. a. 18 Messen, 60 Motetten und 60 Chansons umfasst. Ludwig Böhme, künstlerischer Leiter der Reihe, blickt nach dem Finale im September auf insgesamt 36 Konzerte mit vielen prominenten und auf Alte Musik spezialisierten Künstlern zurück. Neben mehreren Konzerten erwartet das Publikum ein Familienfest mit Gauklern, Tänzern, Musikanten und Schauspielern sowie ein vielfältiges Workshop-Angebot. – www.josquin-projekt.de

(2.5.2017) Markus Teutschbein wird ab Juni 2017 Leiter der Wuppertaler Kurrende und damit Nachfolger von Stephan Hensen. In Rostock und in Stuttgart schloss Teutschbein ein Hochschulstudium in Violoncello und Kammermusik (Melos-Quartett) ab. Schon vor Abschluss des sich daran anschließenden Studiums in Chor- und Orchesterleitung an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar übernahm er 1998 die Leitung der Singakademie Gera, im Jahr darauf die Leitung des Suhler Knabenchores und der Suhler Singakademie. Von 2007 bis 2016 war er Leiter der Knabenkantorei Basel. Teutschbein war 2016 einer der vier Finalkandidaten für die Neubesetzung des Leipziger Thomaskantorats. Die Wuppertaler Kurrende ist eine eigenständige gemeinnützige Einrichtung des Kirchenkreises Wuppertal und ältester Knabenchor in der Evangelischen Kirche im Rheinland. – www.wuppertaler-kurrende.de

(30.4.2017) Johannes Knecht, Direktor des Staatsopernchors Stuttgart, wird Professor für Chorleitung an der Musikhochschule Lübeck. Knecht stammt aus Speyer am Rhein. Er studierte Musik- und Literaturwissenschaften in Saarbrücken, Violine, Klavier und Dirigieren in Mannheim und Köln. 1993 wurde er als Dirigent am Stadttheater Pforzheim engagiert. Sein Weg führte ihn über Coburg nach Wuppertal, wo er als Chordirektor und Kapellmeister am Schillertheater dirigierte. Seit 2001 war Knecht stellvertretender Chordirektor an der Staatsoper Stuttgart, seit Spielzeit 2012/2013 ihr erster Chordirektor. Gastengagements verbinden ihn mit verschiedenen Rundfunkchören, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, den Stuttgarter Philharmonikern sowie der Bachakademie Stuttgart. Er ist künstlerischer Leiter des Philharmonia Chores Stuttgart. Seit 2009 war Johannes Knecht als Professor für Oratorienleitung und Vokalensemble an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart auch pädagogisch tätig. – (Foto: Martin Sigmund)

(29.4.2017) Kerstin Behnke ist neue Professorin für Chor- und Ensembleleitung mit dem Schwerpunkt klassische Chormusik an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Kerstin Behnke wirkte zuletzt als  Chor- und Orchesterdirigentin in Berlin sowie als Dozentin für Chorleitung an der Musikhochschule Lübeck. Neben ihren eigenen Ensembles – dem „LandesJugendChor Saar“, dem Kammerchor TONIKUM und der „Berliner Cappella“ – arbeitete sie bereits mit Ensembles wie dem RIAS-Kammerchor, dem Kammerchor und Orchester der Philharmonie Novosibirsk, dem „neuen barockorchester berlin“, der Nordwestdeutschen Philharmonie und dem Konzerthausorchester Berlin. Seit April ist sie auch Leiterin des via-nova-chors München und damit Nachfolgerin von Florian Helgath. – (Foto: Hartmut Schirmacher)

(28.4.2017) Vom 14. bis 17. September bietet die chor.com in Dortmund Chorleitern, Musikpädagogen, Kirchenmusikern, Chormanagern, Sängern und weiteren Akteuren der Vokalszene mehr als 150 Workshops, Coachings, Meisterkurse und Reading Sessions mit renommierten Künstlern und Dozenten – die Bandbreite der Themen reicht von Alter Musik bis Beatboxing, vom Musizieren mit Kindern bis zum Singen mit Senioren und von Chormanagement bis CD‐Produktion. Daneben komplettieren rund 30 hochkarätige Abendkonzerte und eine große, frei zugängliche Fachmesse das Angebot: Im Kongresszentrum Westfalenhallen erwarten die Besucher neben den Ständen von mehr als 80 Ausstellern zahlreiche Offene Singen, Präsentationen und interessante Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen Themen der Vokalszene. Info: www.chor.com (Foto: Rupert Larl bei der chor.com 2017, © Rainer Engel)

(24.4.2017) In dem von der DFG seit Januar 2017 geförderte Projekt Verzeichnis der Werke Giovanni Pierluigi Palestrinas. Online-Datenbank mit textkritischer Darstellung der Quellen werden an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main alle relevanten bibliographischen Daten zu den ca. 800 musikalischen Werken – für die zur Zeit ca. 10.000 Quellennachweise vorliegen – in einer Datenbank erfasst. Darüber hinaus werden die Werke auf der Basis ihrer wichtigsten Quellen digitalisiert und einschließlich quellenspezifischer Lesarten, die von der Software automatisch ermittelt werden, visualisiert. – www.rism.info

(18.4.2017) Operette? Belcanto? Nein: Bachs „Matthäus-Passion". Mit diesem Plakat warb der Westdeutsche Rundfunk für sein Konzert am Karfreitag. Manchmal betritt die Kölsche Fröhlichkeit ungewohntes Neuland …

(10.4.2017) Peter Kopp wird ab Oktober 2017 neuer Dozent für Chor- und Orchesterleitung und musikalischer Leiter des Hochschulchores an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle (Saale). Er tritt die Nachfolge von KMD Wolfgang Kupke an, der nach seiner Emeritierung Ende September diesen Jahres in den Ruhestand verabschiedet wird. Peter Kopp arbeitet seit 1995 als Chordirigent und stellvertretender Leiter des Dresdner Kreuzchores. Ebenso ist Peter Kopp Gründer und Leiter des Kammerchores „Vocal Concert Dresden“ (ehemals „Körnerscher Sing-Verein“). Zudem übernimmt er regelmäßig Einstudierungen und Dirigate bei renommierten Chören. (Foto: Astrid Ackermann)

(3.4.2017) Der Organist und Orgelprofessor Gerhard Weinberger hat am 30. März 2017 das Bundesverdienstkreuz erhalten. Wie es in der Laudatio hieß, zählt er „wissenschaftlich und pädagogisch zu den herausragenden Persönlichkeiten seiner Generation“. Von 1983 bis 2011 war Weinberger Professor für Orgel an der Hochschule für Musik Detmold. Mit seinen Einspielungen und mit wissenschaftlichen Noteneditionen (u. a. Johann Ludwig Krebs und Robert Schumann) hat er sich in der Fachwelt einen Namen gemacht. (Foto: Gerhard Weinberger mit Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst © StMBW)

(29.3.2017) Im Bärenreiter-Verlag ist ein überaus aufwendig hergestelltes Faksimile der Handschrift von Johann Sebastians Bachs Kantate BWV 20 „O Ewigkeit, du Donnerwort“ erschienen (Partitur, Stimmen und Begleitheft im Schuber. 24 + 64 Seiten Faksimile + 15 Seiten Kommentar. € 289,–.). Mit ihr eröffnete Bach am 11. Juni 1724 seinen zweiten Leipziger Jahrgang. Die mit zwölf Blättern außergewöhnlich umfangreiche Partitur dokumentiert Bachs schöpferischen Prozess besonders instruktiv und detailliert. Mit der Ende 2016 geglückten Erwerbung der wertvollen Handschrift durch das Bach-Archiv Leipzig konnten erstmals seit 267 Jahren das originale Aufführungsmaterial und die handschriftliche Partitur dieser Choralkantate wieder vereint werden.

(27.3.2017) Ein neuer Raum mit dem Namen „Bachs innere Welt“ in der Dauerausstellung im Bachhaus Eisenach widmet sich seit dem 21. März 2017 den Büchern, die Bach besaß und die ihn vielleicht bei seinen musikalischen Schöpfungen beeinflussten. Darin ist die Rekonstruktion von Bachs privater theologischer Bibliothek mit 51 Titeln in 82 Bänden zu sehen. Die Bücher zeugen von Bachs Frömmigkeit und einer umfangreichen Beschäftigung mit Religionsfragen, besonders mit Luther, aber auch mit der Kirchengeschichte, dem Konfessionenstreit, der Mystik und dem Pietismus. In dem neuen Raum wird auch der frühere Vorsitzende der Neuen Bachgesellschaft Martin Petzoldt (1946–2015) gewürdigt, der sich besonders um diesen Ausstellungsbereich bemüht hatte (Foto: André Nestler/Bachhaus). – www.bachhaus.de

(22.3.2017) Im Christlichen Sängerbund gibt es einen Wechsel im Amt des Bundeskantors. Zum 1. April 2017 tritt Horst Krüger in den Ruhestand. Die Nachfolge als Bundeskantor tritt am 1. September 2017 Christoph Zschunke an. Zschunke wurde in Löbau (Sachsen) geboren und hat in Berlin Kirchenmusik und Chorleitung studiert, wo er anschließend als Kirchenmusiker und Beauftragter für Popularmusik in der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg arbeitete. Neben Lehrtätigkeiten in Chor- und Ensembleleitung sowie für Popularmusik an verschiedenen kirchlichen Ausbildungsinstituten war er von 2010 bis 2014 als Professor für Chorleitung an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf tätig. Der Christliche Sängerbund ist ein Zusammenschluss von rund 300 Chören sowie Einzelmitgliedern aus evangelischen Kirchen und Freikirchen. Die meisten Mitgliedschöre gehören zur Evangelisch-methodistischen Kirche und zu Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden.

(14.3.2017) Seit 2015 wurde das Hochschuldomizil der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen, ein am Neckar gelegenes Jugendstilgebäude, generalsaniert und mit Schallschutz ausgestattet. Mit dem modernisierten „Kulturdenkmal  Schwabenhaus“ verfügt die Hochschule nun wieder über eine adäquate räumliche Ausstattung mit neuer Bibliothek, Tonstudio und demnächst auch neuer Orgel. Beim Umbau wurden u .a. die ursprünglichen Raumzuschnitte wiederhergestellt, die zum Teil spektakuläre Blickachsen durchs Gebäude erlauben. (Foto: RADON photography / Norman Radon)

Ebenfalls im Frühjahr 2017 konnte die Ausschreibung für den Neubau einer Orgel im norddeutsch-barocken Stil für den Hochschulsaal auf den Weg gebracht werden, ein Instrument, auf dem man Anschlagskultur und Klangbild barocker Orgeln (mit zwei Stimmsystemen) adäquat erfahren kann.

Einzelheiten zur Hochschule und zur Wiedereinweihung des Gebäudes am 18. bis 21. Mai 2017 unter www.kirchenmusikhochschule.de

(13.3.2017) Die Kirchenmusikausbildung in Bremen kann weitergeführt werden: Die Hochschule für Künste Bremen und die Senatorin für Wissenschaft sichern gemeinsam mit der Bremischen Evangelischen Kirche und dem Katholischen Gemeindeverband die Ausbildung von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern (Master). Zum Wintersemester 2017 werden Studierende im Studiengang „Master of Music Kirchenmusik“ aufgenommen. Die Hochschule fokussiert sich in der Kirchenmusik auf die Masterausbildung und versieht diese mit einem Schwerpunkt in der Alten Musik. Damit stärkt sie das Profil des Fachbereiches Musik in der Alten Musik. Die Karin und Uwe Hollweg Stiftung unterstützt die Einführung des neuen Master-Studienangebotes mit einer fünfjährigen Stiftungsprofessur.Die Bewerbungsfrist für den neuen Master of Music Kirchenmusik läuft bis 15. April 2017. Info: www.hfk-bremen.de

(14.3.2017) Das Direktorium der Neuen Bachgesellschaft hat auf seiner Sitzung Ende Februar im Bachhaus Eisenach den Vorstand für die nächsten drei Jahre neu gewählt. Dabei wurde der derzeitige Vorstandsvorsitzende, Christfried Brödel (Foto), der nach dem Tod des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Petzoldt für den Rest der Wahlperiode in dieses Amt gewählt worden war, einstimmig für die nächste Wahlperiode als Vorstandsvorsitzender gewählt. Auch Kreuzkantor Roderich Kreile, bisher stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft, wurde einstimmig für die nächste Wahlperiode gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Michael Maul, Gerd Strauß und Johann Trummer wurden mit überzeugender Mehrheit in ihrem Amt bestätigt.

(8.3.2017) Am  1. April 2017 findet der nächste Infotag zum Studiengang „Kirchenmusik Popular“ in Witten statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich ab 10 Uhr ausführlich über die Details des Studiums zu informieren und an Schnupperworkshops teilzunehmen. Anmeldungen zum Infotag werden bis zum 23. März erbeten unter Tel.: 02302 / 2822282 oder E-Mail: hochschule@ev-pop.de, www.ev-pop.de

(23.2.2017) Orgeln dürfen weiterhin in der EU gebaut, restauriert und selbstverständlich gespielt werden. Neben wenigen anderen Produktgruppen sind sie nun definitiv und dauerhaft vom Geltungsbereich der EU-Direktive – „Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten“ – ausgeschlossen. Dies geht aus den am 26. Januar 2017 veröffentlichten Unterlagen der EU-Kommission klar hervor.  Zu „gefährlichen“ Stoffen zählt grundsätzlich auch Blei, das für die Herstellung von Orgelpfeifen aber unersetzbar ist. In der Entschließung heißt es: „Orgelpfeifen werden unter Verwendung einer besonderen Bleilegierung hergestellt, für die bislang keine Alternative gefunden wurde. Die meisten Pfeifenorgeln bleiben über Jahrhunderte am selben Ort mit einer sehr geringen Austauschquote. Pfeifenorgeln sollten aus diesem Geltungsbereich der Richtlinie 2011/65/EU ausgeschlossen werden, da ihre Einbeziehung nur unwesentliche Vorteile im Hinblick auf die Substitution von Blei hätte.“

(20.2.2017) Das Berlin Career College der Universität der Künste Berlin lädt in Zusammenarbeit mit dem Staats- und Domchor Berlin und der Sing-Akademie zu Berlin vom 21. bis 23. April 2017 zur 8. Ausgabe des Berliner Symposiums Kinderchor „Kinder singen!“ in die Räumlichkeiten der Fakultät Musik ein. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem aktuellen Thema Musik und Integration. Internationale Expertinnen und Experten reflektieren Kindheiten im gesellschaftlichen Kontext und Wege der Integration durch Musik. Das Symposium bietet ein vielfältiges Programm an Vorträgen und Workshops u.a. zur Klangsprache der arabischen Musik, Reading Sessions, Gesprächstische, Hörstudios sowie Konzerte des Berliner Begegnungschores, des Staats- und Domchores Berlin und des Mädchenchores der Sing-Akademie zu Berlin.
Info: www.udk-berlin.de/ziw/kinderchorsymposium

(13.2.2017) Aktueller Composer in Residence der Kunst-Station Sankt Peter in Köln und des Deutschlandfunks ist der 1977 in Israel geborene Komponist Eres Holz. Holz' Werke wurden in verschiedenen Festivals und Konzertreihen im In- und Ausland aufgeführt. In den Jahren 2005, 2008 und 2010 wurde er mit Preisen in der Kategorie Komposition beim Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik ausgezeichnet. 2012 wurde er für den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ nominiert. – www.eresholz.de / www.sankt-peter-koeln.de

(8.2.2107) Der Wuppertaler Musikwissenschaftler und Organist Joachim Dorfmüller, Rezensent dieser Zeitschrift, wurde für seinen Einsatz hinsichtlich der Verbreitung norwegischer Kultur und Musik zum Ritter Erster Klasse des Königlich-Norwegischen Verdienstordens ernannt. Ende Januar wurde ihm der Orden bei einer Feierstunde in Wuppertal überreicht.

(7.2.2107) Mit einem neuen Informationsportal zum Thema „Kirchenmusik – Musik in Religionen“ legt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, erstmals ein Angebot vor, das umfassend und systematisch über die aktuelle Situation des kirchenmusikalischen Lebens in Deutschland informiert. Über die Kirchenmusik in der evangelischen und katholischen Kirche hinaus wird dabei auch die Musik in anderen Glaubensgemeinschaften in den Blick genommen.
http://themen.miz.org/kirchenmusik

(6.2.2017) Der evangelische Theologe, Kirchenmusiker und Komponist Martin  Gotthard Schneider ist am  3. Februar 2017 im Alter von 86 Jahren in Konstanz gestorben. Bekannt wurde Schneider vor allem durch das im Jahr 1961 erschienene „Danke“-Lied, das als bisher einziges geistliches Lied im Jahr 1963 in die Charts der deutschen Hitparade gelangte und weltweit in mehr als 25 Sprachen übersetzt wurde. Die Popularität von „Danke“, das in das „Evangelische Gesangbuch“ aufgenommen wurde, ist noch heute nahezu ungebrochen. Schneider wurde 1930 in Konstanz geboren und studierte in Heidelberg, Tübingen und Basel. Er war Kantor und Organist in Freiburg und von 1973 bis 1995 Landeskantor in Baden. Bis 1997 lehrte er an der Staatlichen Musikhochschule Freiburg, wo er 1980 zum Professor ernannt wurde. Mehr als viereinhalb Jahrzehnte leitete Schneider auch den von ihm gegründeten Freiburger Chor der Heinrich-Schütz-Kantorei. Schneider schuf zahlreiche neue geistliche Lieder. 1975 erschien sein Liederbuch „Sieben Leben möchte ich haben“. Vor allem über die Deutschen Evangelischen Kirchentage wurde auch sein Lied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ bekannt.

(25.1.2017) Nach langen Recherchen ist es dem Theologen und Kunstwissenschaftler Dietrich Diederichs-Gottschalk gelungen, ein lange gesuchtes Porträt des barocken Orgelbauers Arp Schnitger (1648–1719) zu identifizieren.  Das Porträt konnte von Diederichs-Gottschalk in einem der Gemälde in der Brüstung der Orgelempore der St. Bartholomäuskirche in Brake-Golzwarden identifiziert werden. Es ist ein Gruppenporträt mit vier musizierenden Personen. Sie repräsentieren die vier Stimmlagen Diskant, Altus, Tenor und Bassus. Schnitger ist die Person in der Mitte des Bildes, die eine Schriftrolle mit der rechten Hand vorzeigt. Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um das gerade vom dänischen König verliehene Orgelbau-Privileg für die Grafschaft Oldenburg, die sich damals unter dänischer Herrschaft befand. Dieses Privileg sicherte Schnitger das alleinige Recht zu, in seinem Herkunftsland Orgeln zu bauen. Weitere Informationen: www.arp-schnitger-kulturererbe.de (Foto: Arp-Schnitger-Gesellschaft / Beate Ulich)

(24.1.2017) „Verleih uns Frieden“: Unter diesem Motto ruft der Deutsche Chorverband anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 Komponisten und Komponistinnen dazu auf, für Jugendliche und junge Erwachsene zeitgemäße, qualitätsvolle Chorsätze zu schreiben, die sich mit dem Wunsch nach Frieden auseinandersetzen. Die Textgrundlage ist unabhängig von dem ursprünglichen Luther-Text frei wählbar. Sowohl bereits vorhandene als auch neu produzierte Texte können vertont werden. Das Motto „Verleih uns Frieden“ kann, muss aber nicht textlich aufgegriffen werden. Der Kompositionswettbewerb lädt ausdrücklich dazu ein, über kulturelle, religiöse und sprachliche Grenzen hinweg individuelle kompositorische Antworten für den universellen Wunsch nach Frieden zu finden.– Info/Ausschreibung: projektbuero@deutscher-chorverband.de, deutscher-chorverband.de, Einsendeschluss ist voraussichtlich der 30. Juni 2017.

(23.1.2017) Vom 9. Juni bis 12. Juni 2017 findet in St. Jacobi Greifswald der 4. Internationale Gesangswettbewerb für Kirchenmusik statt, direkt vor Beginn der 71. Greifswalder Bachwoche. Alle Sängerinnen und Sänger der Stimmlagen Sopran, Alt, Tenor und Bass, die zwischen 1987 und 1998 geboren wurden, sind zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen. Zu gewinnen sind Geldpreise von 1.000–4.000 Euro. Im Mittelpunkt stehen Rezitative und Arien von Johann Sebastian Bach. Die Preisträger werden bei der Eröffnung der 71. Greifswalder Bachwoche die Aufführung vom Magnificat D-Dur von Johann Sebastian Bach am 12. Juni mitgestalten. Info/Ausschreibung: www.cantate-bach.de.

(20.1.2017) Der International Martini Organ Competition Groningen wird vom 3. bis 11. August 2017 an den drei berühmten Schnitger-Orgeln der niederländischen Stadt abgehalten (Foto: Orgel in der Martinikerk). Die Jury besteht aus Theo Jellema, Jon Laukvik, Paolo Crivellaro, Masaaki Suzuki, Christophe Mantoux und Daniel Zaretsky. Teilnahmeberechtigt sind Organistinnen und Organisten bis zu einem Alter von 35 Jahren. Anmeldeschluss ist der 31. März 2017. Info/Anmeldung: www.international-martini-organ-competition-groningen.nl

(19.1.2017) Gleich zwei bei Bärenreiter erscheinende Gesamtausgaben von Orgelwerken haben innerhalb weniger Wochen ihren Abschluss gefunden: die sechsbändige Edition der Orgelwerke von Théodore Dubois (1837–1924) und die in zehn (mit Teilbänden 14) Bänden veröffentlichte Edition sämtlicher Orgelkompositionen von Louis Vierne (1870–1937, Foto). Beide Komponisten waren stilbildend für die Orgelmusik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, weit über ihre französische Heimat hinaus.  Editorin beider Ausgaben ist die deutsch-französische Organistin und Musikwissenschaftlerin Helga Schauerte-Maubouet. Die bis ins Letzte akribisch editierten Bände geben Organisten und Musikforschern einen Urtext an die Hand, der eine verlässliche Grundlage für Interpretation und Wissenschaft bietet. – Info: www.baerenreiter.com

(15.1.2017) Der Preis der Europäischen Kirchenmusik 2017 geht an den Komponisten Wolfgang Rihm (Foto: Eric Marinitsch). Die Stadt Schwäbisch Gmünd ehrt ihn mit dieser Auszeichnung für seine großen Verdienste um die Komposition und Lehre zeitgenössischer Musik sowie für sein besonderes Schaffen im Horizont geistlicher Musik. Sein Aufgreifen spiritueller Texte verbinde Wort und Ton zu einer überzeugenden Einheit, die stets den Menschen im Blick habe, wesentliche Fragen reflektiere und emotional ergreife, teilte das Festival mit. Wolfgang Rihm, der am 13. März seinen 65. Geburtstag feiert, wird die Auszeichnung im Rahmen des Festivals Europäische Kirchenmusik (13.7.–6.8.2017) am 15. Juli, um 20 Uhr im Heilig-Kreuz-Münster Schwäbisch Gmünd durch Oberbürgermeister Richard Arnold verliehen. Vor der Preisverleihung erklingen im Konzert mit dem Bachchor Stuttgart, dem Südwestdeutschen Kammerchor und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von KMD Jörg-Hannes Hahn neben Werken von Mozart und Bach Memoria für Alt, Knabenstimme, Chor und Orgel, Toccata, Fuge und Postludium für Orgel und das monumentale Maximum est Unum für Alt, vier Soprane, zwei Chöre, Orgel und Orchester von Wolfgang Rihm.

(14.1.2017) Schon am dritten Tag nach der Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg stand ein geistliches Oratorium auf dem Spielplan: als Uraufführung Arche des deutschen Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann. Mit einer selbst zusammengestellten Textcollage schlug er einen Bogen von der Schöpfungsgeschichte bis zum „Dona nobis pacem“, das er den Menschen, nicht Gott, zur Aufgabe stellt. Mehr als 300 Personen wirkten mit: das Philharmonische Staatsorchester Hamburg mit über hundert Musikern, mehrere Chöre nebst Kinderchor mit zusammen an die 200 Sängerinnen und Sängern, zwei erstklassige Solisten (Marlis Petersen, Sopran, und Thomas E. Bauer, Bariton), ein betörend schön singender Knabensopran aus Dortmund (Gabriel Böer), zwei Hamburger Kinder (Jonna Plathe und Boris Özden) als Sprecher. Herrscher über die Klangmassen am 13. Januar war Kent Nagano. Bericht folgt in MuK 2/2017.

(11.1.2017) 15 Konzerte in fünf Jahren – Andreas Sieling (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert) führt vom 21. März 2017 bis 12. Dezember 2021 das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach erstmals an der Großen Sauer-Orgel des Berliner Domes auf. Damit jedes einzelne der 15 Konzerte dieses „Bach-Projekts“ von dem Berliner Domorganisten zu einem eigenständigen Konzerterlebnis wird, sind die Programme in sich abgeschlossen, abwechslungsreich und dramaturgisch abgerundet. Die Große Sauer-Orgel im Berliner Dom ist ein Werk der deutschen Spätromantik und eigentlich kein explizit für Barockmusik geeignetes Instrument. „Der Reiz liegt für mich daran“, so Sieling, „dass ich an der Sauerorgel mit ihrer großen klanglichen Vielfalt die Orgelwerke ganz unterschiedlich interpretieren kann“. Zum einen lässt sich auf der Sauer-Orgel gewissermaßen eine Barockorgel imitieren. Ein anderer Ansatz Sielings ist die Verwendung romantischer Einrichtungen (von Straube, Reimann, Töpfer u. a.). Als dritte Interpretationsvariante bietet Sieling eine Synthese aus barocker und romantischer Aufführungspraxis.– www.berlinerdom.de

(9.12.2016) Am 29. und 30. Juli 2017 findet im Rahmen des Festivals Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd der 15. Internationale Wettbewerb für Orgelimprovisation statt. Juroren sind Hayo Boerema (Rotterdam), Gabriel Marghieri (Paris) und Stephan Beck (Schwäbisch Gmünd). Neben Preisgeldern in Höhe von 3.000 Euro wird ein Publikumspreis vergeben. Ausschreibung und weitere Informationen unter www.kirchenmusik-festival.de oder im Kulturbüro Schwäbisch Gmünd: kulturbuero@schwaebisch-gmuend.de.

Personalia

(1.12.2016) Stefan Palm ist neuer Rektor an der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Ruben Sturm, Professor für Orgelliteraturspiel und Liturgisches Orgelspiel sowie gleichzeitig Domorganist in Rottenburg, wird Prorektor. Die bisherige Rektorin Inga Behrendt verbleibt als Dozentin für Gregorianik und Deutschen Liturgiegesang an der Hochschule.  

Christina Elting übernimmt die Leitung des Mädchenchors am Trierer Dom. Seit September 2014 ist sie in der Dommusik Trier tätig, zunächst als musikalische Assistentin. Seit Mitte November 2016 trägt sie nun die Gesamtverantwortung für den Mädchenchor am Trierer Dom. Die Kirchenmusikerin und freiberufliche Sängerin legte 2012 ihr A-Examen an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab.

Andreas Unterguggenberger, seit 1996  Stiftskantor der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, wird in Passau Nachfolger von Domkapellmeister Gerhard Merkl, der Ende Januar 2016 nach schwerer Krankheit verstorben war.

(29.11.2016) Mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg werden 2017 gemeinsam der Musikproduzent Burkhard Schmilgun (Foto: Annette Flentge) und das Klassiklabel cpo geehrt. Der Preis wird am 4. März 2017 von Oberbürgermeister Lutz Trümper verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg das große Telemann-Engagement des Labels. Unter den bei cpo verlegten CDs befinden sich zahlreiche Ersteinspielungen seiner Kompositionen.

(28.11.2016) Seit im Jahr 2006 im Vandenhoeck & Ruprecht Verlag Göttingen die Bibliografie über die Lieder des Evangelischen Gesangbuchs erschien, ist eine Fülle wichtiger neuer Publikationen hinzugekommen. Karl Christian Thust ergänzte und aktualisierte die Bibliografie zur Vervollständigung seiner umfangreichen hymnologischen Sammlung, die er vor allem für die beiden 2012 und 2015 vom Bärenreiter-Verlag herausgegebenen Kommentarbände zum EG genutzt hatte. Um den Zugang zu dieser so zusammengetragenen Literatur allgemein zu ermöglichen, veröffentlichte Thust 2016 in Ingelheim eine Neufassung (ISBN 978-3-00-055129-1). Mit etwa 24.500 Eintragungen enthält sie auf 474 Seiten sämtliche bis einschließlich 2016 erschienene Literatur. Als gebundene Broschüre für € 19,50 (plus € 3,– Versand) kann die EG-Bibliografie direkt über k.chr.thust@t-online.de bestellt werden.

(21.11.2016) Der 3. Ökumenische Kirchentag wird vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt am Main stattfinden. Der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben die Einladung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und des Bistums Limburg nach Frankfurt angenommen.

(3.11.2016) Neuer Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ist der 33-Jährige Andreas Felber (Foto), der nach einer Zusammenarbeit mit Gudrun Schröfel ab dem 1. April 2017 auch die künstlerische Leitung des Mädchenchors Hannover übernehmen wird. Die gemeinsame Berufung einer künstlerischen Professur in Kooperation mit dem Mädchenchor Hannover ist von Doris Schröder-Köpf, Gerhard Schröder und Carsten Maschmeyer ermöglicht worden. Sie haben mit der Finanzierung einer Stiftungsprofessur die Existenz des Chores abgesichert. Die Hochschule hat sich zur dauerhaften Bereitstellung der W3- Stelle nach Zuwendungsende verpflichtet.

(11.10.2016) Am 5. und 6. Oktober 2016 fand, ausgerichtet von der Hochschule für Kirchenmusik, der Internationale Orgelwettbewerb Herford statt. Der erste Preis ging an Eszter Szedmák (Ungarn) und der zweite an Franziska Classen (Deutschland). Der dritte Preis wurde wegen Punktegleichstands zweimal vergeben: an Anastasia Kovbyk (Russland) und Monika Ruth Vida (Ungarn). Achtzehn junge Organistinnen und Organisten aus aller Welt hatten sich angemeldet; elf davon aus acht Nationen wurden nach einer Vorauswahl zu den beiden Finalrunden in die Aula der Hochschule für Kirchenmusik in Herford eingeladen. Der Schwerpunkt des Internationalen Orgelwettbewerbs in Herford 2016 lag auf dem Schaffen der Komponisten Zoltán und Zsolt Gárdonyi. Die Jury bestand aus Helmut Fleinghaus, Bernhard Haas, Münsterorganist Stefan Kagl, Michael Kapsner und Martin Sander. (Foto: v. l. n. r.: Tim Kähler (Bürgermeister der Stadt Herford), Monika Ruth Vida (3. Preis), Vicco von Bülow (Leiter des Dezernats für Kirchenmusik der Ev. Kirche von Westfalen), Min Ah Koo (Finalistin), Jürgen Müller (Landrat des Kreises Herford), Anastasia Kovbyk (3. Preis), Julia Lehner (Finalistin), Eszter Szedmák (1. Preis), Franziska Classen (2. Preis), Helmut Fleinghaus (Rektor der Hochschule für Kirchenmusik der Ev. Kirche von Westfalen), Zsolt Gárdonyi)

(10.10.2016) Mit neun Studentinnen und Studenten (Foto) hat am 10. Oktober an der Evangelischen Pop-Akademie der neue Studiengang „Kirchenmusik Popular“ der westfälischen Hochschule für Kirchenmusik in Witten seinen Lehrbetrieb aufgenommen. Damit verfügt die Hochschule mit Sitz in Herford über einen zweiten Standort. Der Pop-Studiengang führt wie auch die klassische Ausbildung nach acht Semestern zum Bachelor-Abschluss und damit zur Anstellungsfähigkeit als Kirchenmusiker. Die Pop-Studierenden lernen Kirchenmusik mit den Schwerpunkten Jazz, Rock, Pop und Gospel. Sie belegen in der Regel die Hauptfächer Klavier oder Gitarre und werden sowohl in der Leitung von Popbands oder Gospelchören als auch im Orgelspiel ausgebildet. Studienleiter der Pop-Akademie ist Hartmut Naumann. Neben ihm hat auch der Düsseldorfer Komponist und Musikproduzent Dieter Falk eine Professur in Witten übernommen. Zu den weiteren Dozenten zählen unter anderem die Sängerin Sarah Kaiser und der Schlagzeuger Sven Petri. Neben dem Hochschulbetrieb bietet die Pop-Akademie ein Fortbildungsprogramm für Erzieher, Jugendmitarbeiter sowie ehren- und nebenamtlich Tätige an. Beide Bereiche werden im November in die renovierte ehemalige Stadtbücherei von Witten einziehen. Bis dahin ist der Studiengang am provisorischen Standorten in Witten angelaufen. Getragen wird die Popakademie von der Evangelischen Kirche von Westfalen. – www.ev-pop.de

(6.10.2016) Die Hochschule für Musik Würzburg feierte im Rahmen der Studienjahrseröffnung die Indienstnahme der neuen Konzertorgel im Großen Saal. Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Orgelprofessor Christoph Bossert basiert das Instrument aus der Orgelbauwerkstatt Klais mit seinen 4 Manualen, 75 Registern und insgesamt 3.498 Pfeifen in seiner Grundkonzeption auf Traditionen des barocken Orgelbaus und führt diese konsequent bis in die Romantik weiter. Als Muster diente dabei die „Bach-Orgel“ im thüringischen Arnstadt, deren Register die Grundstruktur der neuen Orgel bilden. Zudem zeichnet sich das Instrument durch eine gänzlich neuartige Tonsteuerung aus. Denn erstmals kann mittels einer technischen Kombination aus Proportionaltraktur und Kegelladen die Ansprache einer Pfeife elektronisch verändert werden, wodurch der Ton je nach Anschlag direkt erklingt oder erst zunehmend anschwillt. Daraus ergeben sich nahezu unendliche Möglichkeiten für die Klangentfaltung in dem Raum mit seiner ausgezeichneten Akustik. (Foto: Gerhard Hagen)

(1.10.2016) Am 24. September starb in Berlin KMD Christoph Albrecht, eine der profiliertesten Kirchenmusikerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Der 1930 in Salzwedel geborene Kantor, Organist und promovierte Theologe war Schüler Günther Ramins. 1953 wurde er Domkantor in Naumburg, 1960 Leiter der Kirchenmusikschule Dresden. 1976 wechselte er auf die Kirchenmusikerstelle der St. Marienkirche in Ost-Berlin. Für Orgelkonzerte reist er durch die ganze Welt. Darüber hinaus schrieb er wissenschaftliche Beiträge, gab Orgelwerke von Buxtehude, Homilius, Mendelssohn und anderen heraus und komponierte selbst. Von 1971 bis 2003 war Albrecht Mitherausgeber von Musik & Kirche. (Foto: Christoph Albrecht dirigiert Bachs „Weihnachtsoratorium“ 1989 in Berlin)

(29.9.2016) Die Impulse der Reformation aufnehmen und wechselseitig voneinander zu lernen: dazu ruft die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in ihrem Wort zu 500 Jahre Reformation unter dem Titel Versöhnt miteinander auf. Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem sich anschließenden Festakt hat die ACK in Augsburg ihr Wort zur Reformation der Öffentlichkeit präsentiert. Darin entwerfen die Autoren Perspektiven und Zugänge auf die Feier des Reformationsjubiläums als Christusfest. In fünf Schritten regt das Papier dazu an, das Jahr 2017 ökumenisch zu betrachten: die Impulse der Reformation aufzunehmen, gemeinsam die Folgen der Kirchenspaltung zu bedenken, wechselseitig voneinander zu lernen und die Zukunft ökumenisch zu gestalten. Der Text von „Versöhnt miteinander“ ist im Internet unter www.oekumene-ack.de/aktuell einsehbar.

(28.9.2016) Im Jahr 2017 beginnt ein neuer Durchgang der Münsterschwarzacher Choralkurse. In drei aufeinanderfolgenden Einheiten von je einer knappen Woche im Sommer der Jahre 2017–2019 wird eine fundierte Einführung in Geschichte, Theorie und Praxis des Gregorianischen Chorals angeboten. Ein besonderer Akzent liegt auf der Praxis (Singen und Dirigieren) sowie der theologischen/spirituellen Verortung der gregorianischen Gesänge. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Referenten sind Stefan Klöckner, Folkwang (Universität der Künste Essen / Universität Fribourg) und Christoph Weyer (Berlin). Der erste Kurs findet vom 17.  bis 21. Juli 2017 in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach (nahe Würzburg) statt. Info/Anmeldung bei Stefan Klöckner, stefan-kloeckner@t-online.de

(12.9.2017) Vom 26. bis 30. September 2017 findet in Trier der 8. Internationale Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis statt, der für junge Organisten und Organistinnen bis zum 35. Lebensjahr ausgeschrieben wird. Der Wettbewerb ist dem Werk des Komponisten Hermann Schroeder (1904–1984, Foto) gewidmet. Er besteht aus zwei Durchgängen und einem öffentlichen Finalkonzert, in dem die drei besten Teilnehmer um die Platzierung spielen. Das Finalkonzert findet am 30. September 2017 an der Eule-Orgel in der Konstantin-Basilika Trier statt und wird vom SWR mitgeschnitten. Anmeldeschluss ist der 15. Jun i 2017. Info: www.hermann-schroeder.de/orgelwettbewerb

(2.9.2016) Der erste Preis des vom Merseburger Verlag ausgeschriebenen Kompositionswettbewerbs zum Reformationsjubiläum geht an Michael Töpels Komposition Confessio für Orgel: „Ein feste Burg“. Aus den 36 eingereichten Kompositionen von Komponistinnen und Komponisten aus Europa und Asien hat die ökumenisch besetzte fünfköpfige Jury (Domorganist Hans-Jürgen Kaiser, LKMD Uwe Maibaum, Regionalkantor Thomas Pieper, Kantor Eckhard Manz und Lektor Martin Forciniti vom Merseburger Verlag) den Preisträger ermittelt. Das Siegerstück wird am 15. Oktober 2016 in einem feierlichen Konzert in der Elisabethkirche Kassel von Andreas Marquardt (Saalfeld) uraufgeführt.

(1.9.2016) Der 15. Internationaler César-Franck-Wettbewerb findet am 16., 18., und 20.  Mai  2017 auf der „Willibrordus-Orgel“ (Adema, 1923/1949/1971, 81/IV/P, Foto) der Basilika St. Bavo Haarlem (Niederlande) statt. Diesmal werden die Werke von Franck mit Kompositionen von Camille Saint-Saëns kombiniert. Interessierte Organistinnen und Organisten können sich bis zum 1. Februar 2017 mit einer Aufnahme der Pièce Héroique für das Finale bewerben. Alle Informationen: www.cesarfranckconcours.nl

(29.8.2016) Bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart wurde der Nachbau einer Silbermann-Truhenorgel vorgestellt und in Benutzung genommen. Als originalgetreues Exponat barocker Klangvorstellungen bilde er Nachbau das ideelle Zentrum einer Bachakademie der Zukunft, wurde mitgeteilt. 2013 wurde in der Schlosskapelle von Seerhausen bei Riesa ein schwer beschädigtes Truhenpositiv gefunden, von dem nahezu sämtliche Orgelpfeifen und die Klaviatur fehlten. Die herbeigerufenen Experten waren sich sicher, ein Instrument aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor sich zu haben. Eingehendere Untersuchungen und Vergleiche des erhaltenen Materials mit komplett erhaltenen Orgeln aus dem 18. Jahrhundert durch die Orgelbauwerkstatt Kristian Wegscheider (Dresden) erbrachten schließlich den Nachweis, dass es sich bei dem Truhenpositiv aus Seerhausen um ein Instrument aus der Werkstatt  Gottfried Silbermanns (1683–1753) handelt. Die Datierung dieser sensationellen Entdeckung – bisher war kein derartiges Instrument von Silbermann bekannt – fixierte der Orgelbauer Hartmut Schütz auf das Jahr 1722.

(24.8.2016) Der neue Wandkalender Die schönsten Orgeln 2017 aus dem St. Benno-Verlag (€ 19,95 inkl. CD) zeigt, welchen Reichtum und welche Vielfalt Orgeln im deutschsprachigen Raum vorzuweisen haben. Großformatige, brillante Farbfotografien zeigen Monat für Monat zwölf Orgeln in ihrer ganzen Pracht. Moderne Instrumente wie die „Rudigierorgel“ im Mariendom zu Linz treffen auf musikalische Kleinode wie die kleine Silbermann-Orgel des Freiberger Doms. Auf der beiliegenden CD lassen Organisten „ihre“ Instrumente erklingen.

(26.7.2016) Der Niederländer Geerten Liefting (Foto: Cor van Gastel) hat den 1. Preis beim 51. Internationalen Orgelimprovisationswettbewerb in Haarlem gewonnen. Den Publikumspreis bekam Martin Sturm (* 1992), der bei Christoph Bossert in Würzburg studiert.

(25.7.2016) Ulrich Knörr (* 1960) wird neuer Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Knörr, bisher Dekanatskantor in Rothenburg o. d. Tauber, wird sein neues Amt zum 1. Februar 2017 antreten. Er wird damit Nachfolger von Landeskirchenmusikdirektor Michael Lochner, der nach 25-jähriger Amtszeit am 27. Januar 2017 in der Münchner St. Lukaskirche in den Ruhestand verabschiedet wird. Knörr war von 1984 bis 1994 Dekanatskantor in Kempten, seit 1994 dann in Rothenburg. 1993 wurde ihm der Titel Kirchenmusikdirektor verliehen. Daneben war er für mehrere Jahre nebenamtlich als Dozent an der Hochschule für Musik und Theater in München tätig.

(22.7.2016) Der Förderverein Klingende Kirche der Katholischen Kirchengemeinde Saarlouis-Lisdorf veranstaltet 2017 in Zusammenarbeit mit der Kreisstadt Saarlouis und dem Bistum Trier zum 8. Mal den Internationalen Orgel-Kompositionswettbewerb. Wettbewerbsberechtigt sind Kompositionen für Orgel und eine Gesangstimme solo nach freier Wahl. Die Dauer der Komposition soll 8 bis 10 Minuten betragen und auf die Disposition der 1987 erbauten mechanischen Mayer-Orgel in der Kath. Pfarrkirche Saarlouis-Lisdorf (Foto) abgestimmt sein. Eine internationale Jury unter dem Vorsitz von Thomas Daniel Schlee (Wien) entscheidet über den Großen Preis der Saarlouiser Orgeltage. Er besteht aus dem Geldbetrag von 2.000 Euro, einer Aufnahme durch den Saarländischen Rundfunk und einer Uraufführung im Rahmen der Saarlouiser Orgeltage 2017. Einsendeschluss ist der 31. März 2017. Alle Informationen unter www.klingende-kirche.de oder www.saarlouiser-orgeltage.de

(18.7.2016) Vom 6. bis 16. Juli 2016 fand in Leipzig der XX. Internationale Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb statt. Im Fach Orgel waren 27 Teilnehmer aus acht Ländern eingeladen worden. Die Jury unter der Leitung von Michael Radulescu vergab den ersten Preis an Kazuki Tomita aus Japan (Foto Mitte), den zweiten an Pavel Svoboda (links) aus der Tschechischen Republik und den dritten an Alina Nikitina aus Russland (rechts). Der renommierte Wettbewerb war außerdem für Gesang und Violoncello/Barockvioloncello ausgeschrieben. – (Foto: Gert Mothes)

(14.7.2016) Beim Arbeitskreis Musik in der Jugend Wolfenbüttel ist das Buch Chormusik und Migrationsgesellschaft. Erhebungen und Überlegungen zu Kinder- und Jugendchören als Orte transkultureller Teilhabe erschienen (hrsg. von Karl Ermert, 332 Seiten, 24,– €, ISBN 978-3-929622-66-9, kostenlose Onlineversion unter www.amj-musik.de). Es präsentiert in 20 Beiträgen von 24 Autoren und Autorinnen Erkenntnisse und Überlegungen für Praxis und Theorie und dokumentiert die Untersuchungen und Ergebnisse eines Forschungsprojektes, die Beiträge aus der gemeinsam mit der Bundesakademie Wolfenbüttel durchgeführten Tagung sowie weitere Beiträge von Experten für Theorie und Praxis des Themas.

(12.7.2016) Bei Schott Campus ist kostenlos eine Studie von Jochen Kaiser unter dem Titel Die Macht der Melodie – oder: Die Beziehung zwischen Text und Melodie musikwissenschaftlich und empirisch untersucht einzusehen. Sie besteht aus drei Abschnitten, die getrennt voneinander gelesen werden können: erstens aus einem historischen Blick auf das Kirchenlied „Wie soll ich dich empfangen“ von Paul Gerhardt, je mit verschiedenen Melodien, die anhand von hymnologischen Analysen verglichen werden, verfasst in Form einer Erzählung, die an Günter Grass’ Das Treffen in Telgte anknüpft; zweitens aus der Auswertung einer empirisch-experimentellen Onlinestudie zu der Bewertung der Melodien von Johann Crüger, Hans Leo Hassler und Johann Georg Ebeling für den Text des Liedes und drittens aus praktischen Hinweisen für das Singen des Liedtextes, die sich aus den beiden ersten Teilen ergeben. – schott-campus.com/die-macht-der-melodie/

(4.7.2016) An der Universität Regensburg wird in Kürze das DFG-Projekt Deutsche Orgelpredigtdrucke zwischen 1600 und 1800 – Katalogisierung, Texterfassung, Auswertung unter der Leitung von Katelijne Schiltz seine Arbeit aufnehmen. Die meist zur Einweihung eines neuen Instruments entstandenen Orgelpredigten stellen mit etwa 90 bislang ermittelten Drucken aus der Zeit von 1600 bis 1800 einen kaum beachteten Quellenbereich dar. Das Projekt wird die weit verstreuten Drucke bibliographisch erfassen und als kommentierten Volltext in einem digitalen Forschungsportal verfügbar machen. Von besonderer Bedeutung ist die Auswertung der Drucke für ein Panorama der protestantischen Orgellandschaft. Die Texte thematisieren die Geschichte der Instrumente, bieten Informationen zur Disposition und lassen den kultursoziologischen Hintergrund ihres Baus plastisch werden. Von Interesse sind außerdem sowohl die personellen Netzwerke, die sich zwischen den Predigtautoren etablieren konnten, als auch der inhaltlichen Radius der in dieser Gattung überlieferten musiktheoretischen Gelehrsamkeit. Die Projektmitarbeiter nehmen gerne Nachrichten über gedruckte oder handschriftliche Orgelpredigten aus lokalen Beständen entgegen und sind an der Zusammenarbeit mit anderen Forschern aus sämtlichen angrenzenden Bereichen interessiert. Kontakt: Prof. Dr. Katelijne Schiltz, Universität Regensburg, Institut für Musikwissenschaft, Universitätsstraße 31, 93053 Regensburg. katelijne.schiltz@ur.de

(30.6.2016) Thomas Dahl (Hamburg) erhielt den 1. Preis sowie den Publikumspreis beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation der American Guild of Organists in Houston. Dahl ist Kantor und Organist der Hauptkirche St. Petri und Leiter des Hamburger Bachchores. Den 2. Preis erhielt Matthew Gender (USA), den dritten Kalle Toivio (Finnland).

(28.6.2016) An der Musikhochschule Lübeck findet vom 30. September bis 2. Oktober 2016 ein Schnupperkurs Kirchenmusik für junge Organisten mit praktischen Einblicken ins Kirchenmusikstudium statt. Dozenten der Hochschule bieten Unterricht in Orgel, Improvisation, Cembalo und Generalbass und eine Chorwerkstatt an. Außerdem sind Konzerte geplant. Anmeldung bis 15.9.2016 unter schnupperkurse@mh-luebeck.de, Info: www.mh-luebeck.de

(22.6.2016) 2017 findet wieder der Internationale Kompositionswettbewerb Musica Sacra Nova für junge Komponistinnen und Komponisten (Altersbegrenzung: 35 Jahre am 31.12.2017) statt. In zwei Kategorien wird bis zum 31. Dezember 2016 die Einreichung noch nicht aufgeführter und unveröffentlichter Kompositionen erbeten: in Kategorie A eine Komposition für unbegleiteten gemischten Chor bis max. 16 Stimmen auf einen lateinischen christlichen Text, in Kategorie B eine Komposition für Orgel zu einem christlichen Lied, einem Hymnus oder Gregorianischem Gesang. Alle Infos unter www.musicasacra.com oder www.kirchenmusik-im-erzbistum-koeln.de

(20.6.2016) Der niederländische Bassist Peter Kooij ist mit der Bach-Medaille der Stadt Leipzig ausgezeichnet worden. Seit den 1980er Jahren hat der herausragende Bach-Interpret bei weit mehr als 100 CD-Aufnahmen der Musik des Thomaskantors mitgewirkt. Kooij war an zahlreichen preisgekrönten Aufnahmen der Passionen Johann Sebastian Bachs beteiligt, die unter Leitung führender Dirigenten der historisch informierten Aufführungspraxis wie Philipp Herreweghe, Gustav Leonhardt, Ton Koopman, Frans Brüggen und Masaaki Suzuki entstanden. Die Bach-Medaille wird seit 2003 jährlich während des Bachfestes Leipzig verliehen. – Foto (Bachfest Leipzig/Gert Mothes) v. l. n. r.: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, Peter Kooij, Peter Wollny (Direktor des Bach-Archivs Leipzig)

(13.6.2016)  Am 12. Juni 2016 wurde in Rehweiler (bei Geiselwind/Unterfranken) die Internationale Musikalische Akademie Rehweiler eingeweiht. Die unter der musikalisch-künstlerischen Leitung von Christoph Bossert (Hochschule für Musik Würzburg) stehende Akademie will der musikalischen Bildung im umfassenden Sinne dienen, Nachdenken ermöglichen, den Dialog von Musik und Theologie fördern, Begegnungen schaffen und natürlich auch einfach ein Raum für hochqualifizierte Musik sein. Hervorragende Instrumente vom Clavichord über diverse Orgeln (teilweise historisch) bis zu Konzertharmonien und Hammerflügel stehen zur Verfügung. (Foto: Cornelia Milatz)

(7.6.2016) Am 6. Juni 2016 ist Rolf Schweizer (* 14.3.1936 in Emmendingen), der ehemalige Landeskantor der Evangelischen Landeskirche in Baden und Kirchenmusikdirektor an der Stadtkirche Pforzheim, im Alter von 80 Jahren gestorben. Schweizer, der auch zu den bedeutenden deutschen Komponisten geistlicher Musik in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte, studierte Kirchenmusik in Heidelberg u. a. bei Wolfgang Fortner, Hermann Meinhard Poppen, Wolfgang Dallmann und Heinz Werner Zimmermann. Von 1956 bis 1966 war er Kantor an der Johanniskirche in Mannheim und ab 1966 Bezirkskantor in Pforzheim. 1969 wurde er zum Kirchenmusikdirektor und 1975 zum Landeskantor von Mittelbaden ernannt. Als Landeskantor wirkte er viele Jahre in der kirchenmusikalischen Ausbildung mit und engagierte sich in der Posaunenarbeit und im Kirchenchorverband. Sieben Lieder des Evangelischen Gesangbuchs, darunter „Damit aus Fremden Freunde werden“ (EG 639) und „O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ (EG 416), wurden von Rolf Schweizer getextet und komponiert. 1984 wurde ihm vom Land Baden-Württemberg der Ehrentitel eines Professors verliehen. Er war Ehrenbürger der Stadt Pforzheim.

(6.6.2017) Vom 10. bis 22. Juli 2017 finden in St Albans (Hertfordshire, Südengland) und anderen Orten in der Umgebung die 29. Internationalen Orgelwettbewerbe für Interpretation und Improvisation statt. Teilnahmeberechtigt sind Organistinnen und Organisten unter 33 Jahren. Bewerbungsschluss ist der 24. März 2017. Alle weiteren Informationen unter www.organfestival.com – (Foto: Orgel in der Kathedrale von St Albans)

(23.5.2016) Gotthold Schwarz (Foto: Matthias Knoch) wird neuer Thomaskantor. Nachdem im Findungsverfahren für die Nachfolge im Thomaskantorat keine Entscheidung zugunsten eines der vier Probekandidaten gefällt werden konnte, hat die Findungskommission einstimmig die Beendigung des Verfahrens beschlossen und den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung gebeten, der Ratsversammlung die Berufung von Gotthold Schwarz in das Amt des Thomaskantors zu empfehlen. Die Findungskommission hatte im Juli 2015 aus insgesamt 42 Bewerberinnen und Bewerbern für das Amt vier Kandidaten (Markus Teutschbein, Clemens Flämig, Markus Johannes Langer, Matthias Jung) zu Probenwochen eingeladen. Nach deren Beendigung wurden Teutschbein und Flämig ein weiteres Mal nach Leipzig eingeladen. Die Proben gingen zu Ende, ohne dass ein Vorschlag formuliert wurde.
Gotthold Schwarz (* 1952 in Zwickau) erfolgreicher Oratoriensänger, Liedsänger und Dirigent, ist seit 1979 Stimmbildner beim Thomanerchor. Bereits seit den 1990er Jahren vertrat Gotthold Schwarz mehrfach den Thomaskantor, und nach der Amtsniederlegung von Georg Christoph Biller im Februar 2015 ist er amtierender Thomaskantor.

Die Mädchenkantorei am Freiburger Münster mit ihrer Leiterin Martina van Lengerich

(23.5.2016) Mit dem Ziel, Mädchenchöre im deutschsprachigen Raum zu stärken und ihre Chorleiterinnen und Chorleiter in einen (besseren) Austausch zu bringen, ist Anna E. Fintelmann mit der Gründung des Netzwerks Mädchenchöre Deutschland, Österreich, Schweiz angetreten. Die Geschäftsführerin der Mädchenkantorei Basel fand schnell interessierte Kolleginnen und Kollegen, die sich für die weiblichen Jugendchöre engagieren und für die qualitative und quantitative Steigerung der Mädchenchöre einsetzen. Insbesondere freie Mädchenchöre treten häufig allein schon aufgrund ihrer Rahmenbedingungen hinter die Knabenchöre zurück, müssen sich gleiche Möglichkeiten erst „erstreiten“ und sind nicht selten finanziell eingeschränkt. Durch das Netzwerk Mädchenchöre soll auch die Außenwirkung und -wahrnehmung verbessert werden. Darüber hinaus werden Chancen und Möglichkeiten analysiert und diskutiert, Erfahrungen, Kontakte, aber auch ganz konkret Repertoirelisten ausgetauscht. Es besteht der Wunsch, viele Gleichgesinnte in den Kreis aufzunehmen und so die Lobbyarbeit für Mädchenchöre voranzutreiben.
Info: www.netzwerkmaedchenchoere.org

(3.5.2016) Am 3. Internationalen Wettbewerb für Kammerchöre Mosbach 2016,  der vom 29. April bis zum 2. Mai in der Stiftskirche der nordbadischen Kreisstadt stattfand und für den als Juroren wiederum Frieder Bernius und Marcus Creed  gewonnen werden konnten, nahmen sechs Chöre aus Schweden, Dänemark, der Schweiz und Deutschland teil. Den ersten Preis gewann „Concert Clemens“ aus Aarhus (Dänemark, Foto: Pia Geimer) unter der Leitung Carsten Seyer-Hansen, den zweiten das Hamburger „Ensemble vocal“ unter Cornelius Trantow. Der dritte Preis wurde nicht vergeben, da die übrigen vier Chöre unter Berücksichtigung aller Stärken und Schwächen sehr nahe beieinanderlagen. Der Publikumspreis ging an „Riddarholmens kammarkör“ aus Stockholm. Der Wettbewerb, der erneut große Publikums-Resonanz erzielen konnte, wird im Mai 2018 zum vierten Mal stattfinden.

(2.5.2016) Tilman Jäger (Professor für schulpraktisches Klavierspiel an der Hochschule für Musik und Theater in München) und Stephan Lenz (Dozent für Klavier und schulpraktisches Klavierspiel an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg) haben beim Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd den erstmals für den Bereich Popularmusik ausgeschriebenen 13. Kompositionswettbewerb Zeitgenössische Geistliche Musik der Stadt Schwäbisch Gmünd gewonnen. Zum Festivalthema 2016 „Als Mann und Frau“ sollte im Bereich Popularmusik eine Komposition für Gesang (Mezzosopran) und kleine Instrumentalbegleitung geschaffen werden. Verlangt war eine ca. fünf- bis zehnminütige Komposition nach Texten aus der Bibel und aus Platons Dialog „Symposion“. – www.kirchenmusik-festival.de

(2.5.2016) Ab dem Herbst firmieren die Ensembles der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter dem Namen Gaechinger Cantorey. Unter dem gemeinsamen Namen musizieren somit das neu gegründete Barockorchester und der reformierte Chor der Bachakademie. Basierend auf dem historischen Fundament der Bach-Zeit und mit Wurzeln in der lebendigen Aufführungsgeschichte der 1954 von Helmuth Rilling gegründeten Gächinger Kantorei stehe dieser Name für den ganzheitlichen musikalischen Ansatz und das ästhetische Klangideal des Barock, teilte die Bachakademie mit.

(26.4.2016) Zum sechsten Mal schreibt der Verein Westfalen-Initiative einen Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation aus. „Westfalen Impro 6" findet vom 10. bis zum 13. November 2016 an der Schuke-Orgel der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti Münster (Foto) und an der Fleiter-Orgel im Ludgerus-Dom zu Billerbeck statt. Teilnahmeberechtigt sind Organisten aller Nationalitäten, die nach dem 31. Dezember 1978 geboren sind. Info/Bewerbungen: Verein Westfalen-Initiative e. V., Westfalen Impro 6, Piusallee 6, 48147 Münster, www.westfalen-impro.de.

(25.4.2016) Der Engländer Justin Doyle (Foto: Matthias Heyde) wird ab der Konzertsaison 2017/18 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des RIAS Kammerchors. Er folgt damit auf Hans-Christoph Rademann, der den Profichor von 2007 bis 2015 leitete. In der Saison 2016/17 wird Doyle neben dem Neujahrskonzert bereits fünf Konzertprogramme einstudieren. Justin Doyle, in Lancaster geboren, war Chorknabe an der Westminster Cathedral in London und später Choral Scholar am berühmten King’s College in Cambridge. Zur Zeit ist Doyle ständiger Dirigent an der Opera North in Leeds sowie musikalischer Leiter des in Lancaster ansässigen Haffner Orchestra, der Young Sinfonia der Royal Northern Sinfonia von Newcastle sowie des Chores der Universität von Manchester. Zuvor war er Künstlerischer Leiter des Ryedale und des Swaledale Festivals, Chefdirigent des Manchester Chamber Choir und Musikdirektor an der St. Paul’s Church in Knightsbridge, London.

(22.4.2016) Im Februar hat die Singschule an der Petrikirche (Leitung: Gijs Burger) in der Altstadt von Mülheim an der Ruhr neue Räumlichkeiten bekommen. Im Ober- und Dachgeschoss des von einer Stiftung neu errichteten Petrikirchenhauses (Foto: Klaus Sinsbeck) erhalten die 130 Kinder und Jugendlichen der Singschule speziell auf ihre Erfordernisse abgestimmte Räumlichkeiten. Das Gebäude, das noch von weiteren kirchlichen Einrichtungen genutzt wird, wurde auf dem Grundriss von vier kleinen, 1943 durch Bomben zerstörten Häusern errichtet. Mit seiner historisierenden Anmutung fügt es sich nahtlos in die Umgebung ein.

(21.4.2016) Bei Schott Campus ist eine von Jochen Kaiser geleitete Studie zum Thema „Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Eine empirische Studie zum ästhetischen Erleben dieser Musik in der Weihnachtszeit 2015/16“ veröffentlicht worden. Die Untersuchung über die ästhetische Wahrnehmung in einem Konzert des Weihnachtsoratoriums umfasst einen quantitativen und einen qualitativen Teil, die durch eine qualitative Inhaltsanalyse aufeinander bezogen werden. Sie ist das Ergebnis eines Seminars über Musikästhetik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Die Studie kann kostenlos unter http://schott-campus.com/das-weihnachtsoratorium-von-johann-sebastian-bach/ eingesehen werden.

(19.4.2016) Auch nach dem Abschluss des Probedirigate ist noch keine Entscheidung über die Neubesetzung des Thomaskantorats in Leipzig gefallen. Von den vier Kandidaten, die sich um die Nachfolge von Georg Christoph Biller beworben hatten, wurden zwei in die engere Wahl genommen: Clemens Flämig und Markus Teutschbein sollen sich „in den kommenden Wochen der großen Findungskommission unter der Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Jung in einem Gespräch vorzustellen und darüber hinaus in einer nichtöffentlichen Probe die jeweils selben Werke von Johann Sebastian Bach im Beisein der Mitglieder der Findungskommission einzustudieren“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Leipzig. Auch eine Neuaufrollung des gesamten Findungsverfahren ist noch möglich: Näheres hier: www.lvz.de/Kultur/News/Entscheidung-ueber-neuen-Thomaskantor-in-Leipzig-wurde-vertagt

(19.4.2016) Im Dr. J. Butz Musikverlag ist, im Auftrag der Internationalen Dieterich-Buxtehude-Gesellschaft herausgegeben von Matthias Schneider unter Mitarbeit von Jürgen Heering, der erste Band der Buxtehude-Studien (€ 23,–) erschienen. Damit wird ein neues Forum begründet, das in zweijährlichem Abstand Beiträge zu Leben, Werk, Umfeld und Wirkung des großen Lübecker Marienorganisten veröffentlicht. Der erste Band enthält neun Beiträge von Albert Clement, Konrad Dittrich, Hans Fagius, Ton Koopman, Matthias Schneider, Arndt Schnoor, Ulf Wellner und Christoph Wolff.

(14.4.2016) Am 9. April 2016 wurde in einem Gottesdienst in der Unterbarmer Hauptkirche in Wuppertal KMD Hans Wülfing (Foto) nach 27 Jahren aus dem Amt des Vorsitzenden des Chorverbandes in der Evangelischen Kirche im Rheinland verabschiedet. Zugleich wurde seine Nachfolgerin Kantorin Brigitte Rauscher (Foto) in ihr Amt eingeführt. Dem Chorverband in der EKiR gehören mehr als 430 Chöre mit über 20.000 Sängerinnen und Sängern an. Seine Nachfolgerin Brigitte Rauscher ist Kantorin in der Kirchengemeinde Troisdorf und Kreiskantorin im Kirchenkreis An Sieg und Rhein. Neben diesen Aufgaben übt sie eine rege Konzerttätigkeit aus (Orgel, Kammermusik) und ist als Dozentin im Rahmen von Fortbildungen (Stimmbildung, Singen mit Kindern, experimentelle Chormusik) in Deutschland und Brasilien aktiv.

(14.4.2016) Matthias Maierhofer (* 1979 in Graz) ist ab dem Sommersemester 2016 neuer Orgelprofessor an der Musikhochschule Freiburg. Er hat u. a. in Freiburg, Leipzig und an der Schola Cantorum Basel studiert. Nach zahlreichen Wettbewerbserfolgen leitete er von 2009 bis 2013 als hauptamtlicher Dozent eine Klasse für künstlerisches Orgelspiel und liturgisches Orgelspiel/Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, Leipzig. Ab 2013 war er Professor für Orgel und Kirchenmusik an der University of Texas in Austin. In Freiburg ist er zudem zum Domorganisten am Freiburger Münster berufen worden. In dieser Eigenschaft übernimmt er das Orgelspiel in den Gottesdiensten des Erzbischofs und des Metropolitankapitels sowie die Organisation der seit mehr als 50 Jahren bestehenden Reihe „Internationale Orgelkonzerte“ im Freiburger Münster.

(10.4.2016) Hannes Reich (Foto Kai Bienert), Künstlerischer Leiter des Freiburger Bachchores, Dirigent des Akademischen Orchesters Freiburg sowie Leiter des Bosch-Sinfonieorchesters, hat den 2. Deutschen Chordirigentenpreis gewonnen. Im Finalkonzert mit dem RIAS Kammerchor am 9. April in der Berliner Philharmonie setzte sich der 35-jährige Dirigent gegen die beiden anderen Finalisten Lukas Grimm und Christian Meister durch. Der Deutsche Chordirigentenpreis wird alle zwei Jahre vom Deutschen Musikrat ausgerichtet.

(4.4.2016) Singen, Tanzen, Spielen: timpano macht auf dem Weg zur Musik vielfältige Angebote. „timpano“ ist das erste Lehrwerk zur Elementaren Musikpraxis, das Materialien für Kinder von der Geburt bis zum Alter von zehn Jahren anbietet. Das Lehrwerk aus dem Bosse Verlag, das auch für Kindergruppen in den Kirchen geeignet ist, umfasst den Konzeptordner mit drei CDs für die Lehrperson, zwei Liederbücher und ein Familienbuch jeweils mit CD sowie zwei Ordner mit Materialblättern für jüngere und ältere Kinder. Auf dieser Grundlage lässt sich in Eltern-Kind-Gruppen ebenso arbeiten wie in Gruppen mit Kindern im Alter von 3 bis 6 oder von 5 bis 10 Jahren. Für alle diese Zielgruppen enthält „timpano“ zahlreiche „Themenkreise“ mit Aktionsvorschlägen, Liedern, Hörbeispielen und weiteren Materialien. Die vorgeschlagene Reihenfolge bietet die Möglichkeit, mit den Themenkreisen jeweils Kurse von zwei Jahren Dauer zu gestalten, im Falle der Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren sogar Kurse von drei oder vier Jahren Dauer. Die Themenkreise lassen dennoch die Freiheit, Einzelnes auszuwählen, neu zusammenzustellen, zu überspringen oder zu vertiefen. So ist eine methodisch-didaktische Offenheit ebenso gewährleistet wie eine konkrete Orientierung für die Kursgestaltung über mehrere Jahre hinweg. – www.timpano.de

(31.3.2016) Tobias Lindner ist seit März 2016 Professor für Orgel an der Schola Cantorum Basiliensis und damit Nachfolger von Lorenzo Ghielmi. Tobias Lindner (* 1975) studierte in Regensburg Orgel bei Karl Friedrich Wagner, anschließend an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg/Breisgau bei Klemens Schnorr. Nach dem A-Examen in Freiburg setzte er seine Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis fort und schloss das „Diplom für Alte Musik“ mit Auszeichnung ab. Er studierte Orgel und Cembalo bei Andrea Marcon und Generalbass bei Gottfried Bach. Er ist Preisträger verschiedener internationaler Orgelwettbewerbe (Innsbruck, Brügge, Nürnberg, Landau). Von 2004 bis 2016 war er Lehrbeauftragter für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

(8.3.2016) Hannes Reich tritt beim Freiburger Bachchchor ab sofort die Nachfolge des im Januar 2015 verstorbenen Dirigenten Hans Michael Beuerle an. Reich studierte von 2009 bis 2012 an der Hochschule für Musik Trossingen Dirigieren. Zuvor absolvierte er die Studiengänge Schulmusik und Violoncello. Gastdirigate führten ihn unter anderem zur Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, zur Mozartgesellschaft Schwetzingen, zu den Kammerchören Chur und Leinfelden-Echterdingen und zur Evangelischen Studentenkantorei Freiburg. Darüber hinaus wirkte er bei verschiedenen Projekten an den Theatern Konstanz und Villingen mit. Von Simon Halsey und dem Rundfunkchor Berlin wurde er eingeladen, bei der szenischen Aufführung des Deutschen Requiems von Brahms zu assistieren. Seit 2012 ist Hanns Reich Dirigent des Akademischen Orchesters Freiburg und seit 2013 Leiter des Bosch-Sinfonieorchesters. Zudem unterrichtet er an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen Schul- und Kirchenmusikstudierende in Orchesterleitung. (Foto: Sandra Meyndt)

(1.2.2016) In der "Süddeutschen Zeitung" vom 30. Januar 2016 ist unter der Überschrift „Abgesang. In vielen Gemeinden verschwinden die Chöre. Gibt es noch Hoffnung für die Kirchenmusik?“ ein längerer Beitrag von Rudolf Neumaier erschienen, der auch im Internet unter www.sueddeutsche.de/leben/kirchenmusik-wenn-der-kirchenchor-verstummt-1.2837180 gelesen werden kann. In der Online-Ausgabe lautet der Beitrag mit anderer Gewichtung: „Wenn der Kirchenchor verstummt. In vielen Gemeinden verschwinden die Chöre, Kirchenmusik hat heutzutage einen schweren Stand. Doch wo Profis am Werk sind, brummt der Laden.“

Die Redaktion von „Musik & Kirche“ fragt: Stirbt die Kirchenmusik wirklich? Veröffentlichung Ihrer Zuschriften im Forum von www.musikundkirche.de

(29.1.2016) Junge Organistinnen und Organisten von 12 bis 19 Jahren sind zum Jugend-Orgelforum eingeladen, das die Orgelakademie Stade bereits zum 8. Mal durchführt. Es findet vom 28. Juli bis 3. August 2016 in Stade (Unterelbe) statt. Im Elbe-Weser-Dreieck befinden sich zahlreiche weltberühmte historische Orgeln u. a. von Arp Schnitger. Das Jugend-Orgelforum bietet die einmalige Gelegenheit, sich mit diesen Instrumenten und dazu passender Musik zu beschäftigen. Eingeladen sind Jugendliche, die bereits seit kurzer oder längerer Zeit Unterricht an einer Pfeifenorgel haben. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Annegret Schönbeck. Info/Anmeldung: www.orgelakademie.de

(27.1.2016) Am 11. und 12. Juni 2016 findet in der Landesmusikakademie Heek (bei Ahaus in Westfalen) die Orientierungsphase eines qualifizierenden Lehrgangs für die Leitung von Seniorenchören unter dem Thema Chorarbeit mit Senioren statt. Leiter bzw. Dozenten sind Bernard van Almsick, Elisabeth Philipp-Metzen, Martin te Laak, Kai Koch, Helen van Almsick und Michael Schmoll. Die Termine für die folgenden Phasen sind 9.–11.9.2016,18.–20.11.2016, 10.–12.2.2017,11.–14.5.2017, 23.–25.6.2017. Info/Anmeldung: www.landesmusikakademie-nrw.de

(Foto: Cornelia Schlemmer)

(27.1.2016) Das Berlin Career College der Universität der Künste Berlin lädt in Zusammenarbeit mit dem Staats- und Domchor Berlin und der Sing-Akademie zu Berlin vom 22. bis 24. April 2016 zum 7. Berliner Symposium Kinderchor „Kinder singen!“ in die Räumlichkeiten der Fakultät Musik ein. Internationale Experten aus Lehre, Wissenschaft und Praxis werden in einen Dialog gebracht, um aus vielfältigen Blickrichtungen zentrale Fragen der Kinderchorarbeit zu beleuchten. Schwerpunkte liegen auf der Arbeit mit Mädchenchören und -stimmen und auf dem Thema Improvisation. –Info

(26.1.2016) Die Académie d'Orgue in Fribourg (Schweiz) sucht Werke, die ein junges Publikum für die Orgel interessieren. Vorschläge können bis zum 30. März 2016 eingesandt werden. Für den Gewinner wurden ein Preis von 3.000 Euro und sechs Aufführungen in der Schweiz, Deutschland und Italien ausgesetzt. Info: www.academieorgue.ch

(19.1.2016) Aus Anlass des 100. Todestages von Max Reger wird in der Propstei Meiningen-Suhl zwischen Januar und Dezember 2016 von acht Thüringer Kantoren und weiteren namhaften Reger-Interpreten das gesamte Orgelwerk Regers in Gottesdiensten und Konzerten aufgeführt. Spielorte sind Kirchen in Arnstadt, Bad Salzungen, Ilmenau, Meiningen, Oberweißbach, Rudolstadt, Saalfeld und Suhl. Eingebunden in das Projekt sind auch Regers Chorwerke sowie Stücke für Orgel mit weiteren Instrumenten. Insgesamt kommen rund 300 Werke zur Aufführung. Auftakt der umfangreichen Konzertreihe ist am 24. Januar in der Lutherkirche in Rudolstadt (17 Uhr). Kantor Andreas Marquardt (Foto) spielt an der Steinmeyerorgel u. a. das Choralvorspiel „O Gott, du frommer Gott“ sowie die Fantasie und Fuge c-Moll. Letztes Konzert wird an Silvester das Orgelkonzert n der Stadtkirche Bad Salzungen mit Kantor Hartmut Meinhardt sein (31.12.2016).

(18.1.2016) Dem Polen Michal Kocot (Foto: Mitte) wurde der erste Preis und damit der Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden beim internationalen Orgelwettbewerb zugesprochen, der zum 20. Mal im Rahmen der Wiesbadener Bachwochen verliehen wurde. Die Plätze zwei und drei erspielten sich an den beiden Orgeln der Lutherkirche Sul Bi Yi (Foto r.) aus Südkorea und Mona Rozdestvenskyte (Foto l.) aus Litauen. Sie erhielt auch den separat vergebenen Publikumspreis. Die Jury bildeten Guy Bovet, Hans-Ola Ericsson, Jürgen Essl und Hans Uwe Hielscher. Die meisten Bewerbungen waren aus Korea, Osteuropa und Italien eingegangen, während sich zum ersten Mal kein deutscher Organist um die Teilnahme beworben hat. – (Foto: Ruth Seiberts)

(15.1.2016) Der Dirigent Hans-Christoph Rademann erhält den Preis der Europäischen Kirchenmusik 2016. Die Stadt Schwäbisch Gmünd ehrt ihn mit dieser Auszeichnung für seine Leidenschaft der Aufführung und Wiederentdeckung Alter Musik wie für seine großen Verdienste um die lebendige Vermittlung zeitgenössischer geistlicher Musik. Zum Auftakt des Festivals Europäische Kirchenmusik (15. Juli bis 7. August 2016) wird Oberbürgermeister Richard Arnold den Preis am 16. Juli 2016 im Heilig-Kreuz-Münster verleihen. Zuvor erklingen im Festkonzert mit der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart zwei Magnificat-Vertonungen von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach unter der Leitung des Preisträgers. Rademann (* 1965 in Dresden) pflegt ein ungemein breites künstlerisches Repertoire. Früh wurde er von der großen mitteldeutschen Kantoren- und Musiktradition geprägt. Er war Mitglied des Kreuzchors und studierte an der Musikhochschule Dresden Chor- und Orchesterdirigieren. Bereits während seines Studiums gründete er den heute international angesehenen Dresdner Kammerchor. Er formte das Ensemble zu einem ausdrucksstarken Klangkörper. Darüber hinaus arbeitet er mit führenden Chören und Ensembles: Von 1999 bis 2004 war er Chefdirigent des NDR Chors, von 2007 bis 2015 Chefdirigent des RIAS Kammerchors. Regelmäßige Gastdirigate führten ihn zum Collegium Vocale Gent, zum Freiburger Barockorchester, zu Concerto Köln und zur Sächsischen Staatskapelle Dresden. Im Sommer 2013 wurde Hans-Christoph Rademann zum Akademieleiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart berufen. – (Foto: Holger Schneider)