Inhalt Musik & Kirche 1 / 2012
Thema: Melodie – Rhythmus – HArmonie
Editorial LESEPROBE
aktuell
Rhythm is it!
Die
Bedeutung des Rhythmus für die Musik der Kirche
von
Harald Schroeter-Wittke
Rhythmus, jegliches Perkussive überhaupt,
wurde über Jahrhunderte in den Kirchen argwöhnisch beäugt. Tendenzen, die zu
einer Ekstase hätten führen können, waren gar gänzlich ausgeschlossen. Doch
ganz hat der Rhythmus seine Bedeutung für die Kirchen und ihre Musik nicht
verloren. Nicht zuletzt durch das Eindringen der Popularmusik ist eine Öffnung
zum „Anderen“ hin zu beobachten.
„Das ist ein köstlich Ding“
Rhythmus
und Melodie im Kirchenlied
von
Matthias Schneider
Zu allen Zeiten haben Komponisten geistlicher
Lieder versucht, Texte und Melodien eng aufeinander zu beziehen. Die
musikalischen Mittel dafür in früheren Jahrhunderten und heute sind natürlich
im Kontext ihrer Zeit zu sehen. Matthias Schneider gibt an ausgewählten
Beispielen von Luther bis zum Lobpreis-Lied eine Einführung in das Wechselspiel
von Melodie und Rhythmus.
Bachs harmonischer Ausdruck
Textinterpretation
der Choräle am Beispiel von „O Haupt voll Blut und Wunden“
von
Martin Petzoldt und Lorenz Stolzenbach
Dass Bach sich, besonders in Choralsätzen,
sehr stark vom Text leiten lässt und dann den harmonischen Satz danach
einrichtet, ist bekannt. Die kirchenmusikalische Praxis, auf einen gegebenen Choralsatz
Bachs auch mehrere Strophen eines Liedes zu singen, verdrängt diese
Grunderkenntnis. Anhand des Liedes „O Haupt voll Blut und Wunden“ und seines
Einsatzes in der „Matthäus-Passion“ sollen hier einige Detailbeobachtungen zum
Nachdenken anregen und zur Diskussion auffordern.
Geliehene Melodien
Choralzitate
in konzertanten Werken
von
Meinrad Walter
Zur kulturellen Bedeutung von Kirchenliedern zählt ihr Erklingen
außerhalb des Gottesdienstes, etwa als Choralzitat. Warum werden kirchliche
Melodien – Gregorianische Gesänge ebenso wie lutherische Kirchenlieder – in
konzertanten Werken zitiert? Und welche Verstehenshorizonte eröffnen sich
hierbei?
ARTIKEL
Musica ex auditu
Laudatio
auf Dieter Schnebel
von
Dietrich Korsch
Anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde
des Fachbereichs Evangelische Theologie der Philipps-Universität-Marburg an den
Komponisten und Theologen Dieter Schnebel hielt Dietrich Korsch am 17. Oktober
2011 eine Laudatio.
„Hohe Kunst des einzelnen Künstlers“
Das
Oratorium „Die Zerstörung Jerusalems“ von Ferdinand Hiller
von
Martin Petzoldt
Robert Schumann stellte Ferdinand Hillers Oratorium „Die Zerstörung
Jerusalems“ auf eine Stufe mit Mendelssohns „Paulus“, doch sein umfangreiches
Werk ist aus Kirchen und Konzertsälen nahezu verschwunden. Eine Aufführung am
Bußtag 2011 in Leipzig anlässlich des 200. Geburtstages Hillers stellte das
Oratorium wieder einmal zur Diskussion. Die ist der Anlass für eine Erinnerung
an das umfangreiche Werk.
HochschulPorträt
Hochschule
für Künste Bremen. Kirchenmusik
Wieder
… gespielt
Béla
Bartók: Suite für Orgel nach Klavierstücken aus dem „Mikrokosmos“, bearbeitet von Helmut Bornefeld
Ein
neues Lied
Vorbei
sind die Tränen
Besprechungen
Bücher / Noten / Tonträger
Sieben
Fragen an …
Christa Kirschbaum
Berichte
Neue Chorwerke. Drei Uraufführungen in Berlin LESEPROBE / Kirchenmusik im
kulturellen Gedächtnis. Ein Symposium in Würzburg / Musiktheatralische
Wirkungen. Edward Elgars „The Apostles“ in Stuttgart / Klänge ohne „Wort-Anspruch“. Das
„Elektria Klangfestival“ in Hamburg