(11.8.2022) Unter dem Motto „ChorsiNgen ist IN!“ findet im „Jahr der Chöre“ am 24. und 25. September 2022 die erste Internationale Chorpädagogische Tagung in Cloppenburg statt. Die Veranstaltung unter der Leitung von Ulrike Kehrer, Kai Koch und Heike Henning greift chorpädagogische Fragen in Theorie und Praxis auf. In Fachvorträgen und praxisbezogenen Workshops werden interkulturelle, intergenerative und interinstitutionelle Ansätze vorgestellt und Impulse aus der internationalen Chorszene, der Internetprobenarbeit und weiteren Bereichen vermittelt. Die Tagung richtet sich an Chorleitende, Chorsänger- und sängerinnen und an alle aus Praxis und Wissenschaft, die an chorpädagogischen Fragen interessiert sind. Das Tagungsprogramm

(8.8.2022) Die Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen bekommt bis Ende 2025 einen neuen, gemeinsamen Standort. Künftig sollen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in den Fachbereichen Klassisch (bisher Herford) und Popular (Witten) gemeinsam in Bochum ausgebildet werden. Die Kirchenleitung hat bereits am 17. März 2022 die Zusammenführung der beiden bisherigen Standorte der Hochschule in Herford und Witten in einem Neubau auf dem Campus der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum beschlossen. Für die Baukosten am neuen Standort in Bochum sind inklusive Ausstattung, Umzugskosten und möglicher Baukostensteigerung rund 16 Millionen Euro veranschlagt. Die Studentenzahlen sollen zur Kostenersparnis mittelfristig von derzeit 60 auf 40 reduziert werden.

(5.8.2022) Am 1. September 2022 beginnt Christian König seinen Dienst als Landeskantor für Popularmusik der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Die halbe Stelle wurde neu geschaffen, mit einer zweiten halben Stelle will König als Popkantor in Erfurt ein neues Chorprojekt aufbauen und sich in die gottesdienstliche Bandarbeit einbringen. Als Landes-Popkantor will König die Pop-Musikstile in der Kirche durch Weiterbildungen professionalisieren und neue Lieder für Gottesdienste und andere geistliche Formate entdecken. Christian König (* 1977) studierte von 2000 bis 2004 er an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale und übernahm dort die Leitung des Hochschulgospelchores. 2017 war er einer der ersten Absolventen des Masterstudiums kirchliche Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen. Er arbeitete als Kirchenmusiker im Kirchenkreis Bad Frankenhausen/Sondershausen und ist zur Zeit noch Bezirkskantor im Dekanat Esslingen.(Foto: Tobias Egle)

(3.8.2022) Am 9. September 2022 beginnen erstmals die Internationalen Musiktage am Dom Paderborn (IMAD). Bis zum 30. September bietet das neue Festival unter der künstlerischen Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning Orgel- und Chorkonzerte (u. a. mit dem WDR-Rundfunkchor und dem Westminster Cathedral Choir aus London), Gottesdienste mit Musik und einen Workshop mit dem Vokalquintett „Voces8“. Info: https://imad-festival.de

(2.8.2022) Am 1. September 2022 tritt Christian Weiherer (* 1971) die Stelle des Dommusikdirektors an der Bischofskirche St. Marien in Hamburg an. Christian Weiherer studierte in Regensburg und Detmold Kirchenmusik und Hauptfach Orgel. Von 1998 bis 2016 war er Dekanatskirchenmusiker an St. Josef in Memmingen. Als Pädagoge war er Assistent bei Gerhard Weinberger, Lehrbeauftragter für Improvisation an der Musikhochschule in Augsburg und in der Nebenamtlichenausbildung der Diözese Augsburg tätig. Seit September 2016 bekleidet Christian Weiherer das Amt des Domkapellmeisters an der Konkathedrale Sankt Eberhard in Stuttgart. Weiherer folgt auf Eberhard Lauer, der vierzig Jahre lang die Stelle in Hamburg innehatte und dem Ort ein besonderes Gewicht im Hamburger Musikleben gegeben hat.

(1.8.2022) Seit Juli 2022 ist Lukas Baumann Musikalischer Leiter der Wuppertaler Kurrende. Der gebürtige Wuppertaler war selbst Mitglied des Knabenchors, einer Einrichtung des Kirchenkreises Wuppertal. Ab 2013 wirkte er für mehrere Jahre als Assistent des Knabenchorleiters. Von 2016 bis 2020 studierte Baumann Chordirigieren an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Bereits im ersten Semester wurde er Assistent des Knabenchors der Jenaer Philharmonie und vertrat die Chordirektorin. Weitere Engagements führten ihn zum Suhler Knabenchor, zum Philharmonischen Chor Jena und dem Jenaer Madrigalkreis. Von 2019 bis 2022 leitete Baumann die Nachwuchsensembles beim Windsbacher Knabenchor. Die Kurrende und ihr bisheriger musikalischer Leiter Markus Teutschbein haben sich, wie mitgeteilt wurde, in beiderseitigem Einvernehmen getrennt.

(28.7.2022) Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) trauert um ihren früheren langjährigen Landeskirchenmusikdirektor Dietrich Schuberth. Der Theologe und Musiker starb am 25. Juli 2022 im Alter von 90 Jahren. Schuberth war von 1977 bis 1996 Landeskirchenmusikdirektor der EKHN. Er ist neben seiner bundesweiten Lehrtätigkeit vor allem für seine Publikationen zur Rolle der evangelischen Kirchenmusik im Nationalsozialismus bekannt. Zudem hat er sich einen Namen als Mitherausgeber des Standard-Orgelbuchs zum aktuellen Evangelischen Gesangbuch und als langjähriger Schriftleiter der Zeitschrift „Der Kirchenmusiker“ (heute „Forum Kirchenmusik“)  gemacht. – Ausführlicher Nachruf

(17.7.2022) 37 hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus 19 Ländern wetteiferten vom 17. bis 23. Juli  beim XXIII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 2022 um die Preise in den Fächern Cembalo, Klavier und Violine/Barockvioline. Gewinner waren im Fach Cembalo Alexander von Heißen (27, Foto: Gert Mothes) aus Deutschland, im Fach Klavier Olga Davnis (18) aus Russland, und im Fach Violine/Barockvioline Charlotte Spruit (21) aus den Niederlanden. – Weitere Informationen

(8.7.2022) Sebastian Heindl wird neuer Kirchenmusiker der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin und damit am 1. März 2023 Nachfolger von Kirchenmusikdirektor Helmut Hoeft, der nach 41 Dienstjahren in den Ruhestand tritt. Sebastian Heindl wurde 1997 in Gera geboren und bereits als Kind und Jugendlicher im Thomanerchor Leipzig musikalisch ausgebildet. Im Anschluss studierte er Kirchenmusik an der Musikhochschule Leipzig bei Martin Schmeding und Thomas Lennartz. In den letzten Jahren erregte er durch mehrere Erfolge bei internationalen Orgelwettbewerben Aufmerksamkeit. Schwerpunkte seines Repertoires sind das Orgelwerk Bachs, die Werke von Liszt, Franck, Reger und Messiaen. Daneben ist Heindl in Orgelkreisen bekannt für seine eigenen Bearbeitungen. In den letzten Jahren gilt sein Interesse verstärkt der Improvisation, dem Jazz und der Komposition. (Foto: Kilian Homburg)

(7.7.2022) Marius Schwemmer, der Präsident des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes für Deutschland (ACV), hat zum 7. Juli 2022 seinen Rücktritt erklärt und dies mit der stärker gewordenen Beanspruchung in seinem Amt als Diözesankirchenmusikdirektor des Bistums Passau begründet. Im November soll ein neuer Präsident bzw. eine neue Präsidentin gewählt werden. Die Verbandsgeschäfte werden solange vom 1. Vizepräsidenten Dominik Axtmann und den weiteren Vorstandsmitgliedern geführt. Der ACV ist der Dachverband der katholischen Kirchenmusik in Deutschland.

(29.6.2022) Am 21. Oktober 2022 findet unter dem Titel „Kirchenmusik als Chance für Gesellschaft, Kultur und Kirche“ der zweimal verschobene Kirchenmusikkongress des Deutschen Musikrates in der Katholischen Akademie Berlin statt. Dabei werden Themen und Fragen wie „Braucht die Gesellschaft Kirchenmusik?“, „Kirchenmusik als Chance für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ und „Kirchenmusik im digitalen Zeitalter“ diskutiert. Im Rahmen von Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionen werden diese Fragestellungen sowohl von Musikschaffenden wie auch von Vertreterinnen und Vertretern der jungen Generation, anderer Fachrichtungen, der Medien und der Bundespolitik erörtert. Am Vorabend des Kongresses wird es ein Auftaktkonzert in der Berliner Herz-Jesu-Kirche geben, mit dem das weite Spektrum der aktuellen Kirchenmusik aufgezeigt werden soll.Anmeldungen sind ab Mitte August über www.musikrat.de möglich.

(22.6.2022) Der Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland hat unter dem Titel „Kein Gottesdienst ohne Gemeindegesang!“ einen  Aufruf herausgegeben: „Gottesdienst ist Dialog mit Gott: Gott spricht durch sein Wort, und wir Menschen antworten mit Gebet und Singen. So hat es Martin Luther 1544 festgehalten. Durch ihren Gesang nimmt die Gemeinde aktiv teil am Geschehen im Gottesdienst und macht die Resonanz auf Gott hörbar und spürbar. Eindrücke im Inneren finden, der menschlichen Natur entsprechend, ihren Ausdruck. Im gemeinsamen Singen verbinden sich viele und vieles zu einem Ganzen, es entsteht lebendige Gemeinschaft. Einschränkungen und Verbote in den ersten beiden Pandemiejahren haben gezeigt, wie schmerzlich das Singen im Gottesdienst gefehlt hat, den leitenden ebenso wie den teilnehmenden Personen. Nach diesen Erfahrungen ist die Erkenntnis klar: Gemeinsames Singen ist unverzichtbarer Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Auch und gerade in Pandemiezeiten, in denen wir Gottes Nähe ganz besonders benötigen: Lasst die Gemeinde singend mitgestalten – Gott zur Ehre, den Teilnehmenden zur Freude und den Menschen zum Segen!“ (Hermannsburg, den 21. Juni 2022)

(13.6.2022) Das Bach-Archiv Leipzig hat in Kooperation mit dem Verlag Breitkopf & Härtel eine Neuausgabe des Bach-Werke-Verzeichnisses („BWV3“) vorgelegt, des wichtigsten Nachschlagewerks zu Johann Sebastian Bach für Forschung und Praxis. Zu zahlreichen Vokalwerken gibt es gewichtige Neuerkenntnisse zur Werkgeschichte, etliche Orgel- und Clavierwerke konnten als „unecht“ enttarnt, andere Werke hingegen neu Bach zugewiesen werden. Der gesamte Werkbestand mit seiner komplexen handschriftlichen Überlieferung in Quellen, die weltweit verstreut sind, musste einer grundlegenden kritischen Überprüfung unterzogen werden. Mit dem Band liegt eine stark erweiterte Neuausgabe von 880 Seiten vor, die aus der alten Ordnung von 1950/1990 nur die bekannten Hauptnummern übernimmt, die einzelnen Fassungen und Entwicklungsstadien der Werke aber klar voneinander trennt und damit auch Aspekte von Johann Sebastian Bachs Arbeitsweise transparent macht. Das „BWV3“ umfasst nun 1.177 Werke im Hauptteil, 119 Einträge in der Gruppe der Werke zweifelhafter Echtheit (Appendix), sowie knapp 150 fremde Kompositionen/Sammlungen im Kapitel Notenbibliothek (Supplement).

(1.6.2022) Der Bärenreiter-Verlag sucht zur Unterstützung seines Musiklektorats ab sofort einen Lektor in Vollzeit (m/w/d) für den Bereich Chormusik. Geboten wird eine vielseitige und selbstständige Tätigkeit, Offenheit gegenüber innovativen Ideen, kurze Entscheidungswege sowie gute Arbeitsbedingungen im kollegialen Umfeld eines Familienunternehmens. Bärenreiter mit Hauptsitz in Kassel und Niederlassungen in Prag, Basel, London und New York ist einer der führenden Musikverlage für klassische Musik. Alle Informationen zu Aufgabengebiet und Anforderungsprofil unter www.baerenreiter.com/verlag/stellenangebote/

(1.6.2022) Aus Anlass des 200. Geburtstags des Komponisten, Organisten und Hochschullehrers Johann Georg Herzog veranstaltet seine Erlanger Wirkungsstätte (in den Jahren 1854–1888) vom 15. bis 17. September 2022 drei Festtage zu Ehren des Jubilars. Nach Festvortrag und Konzert in der Neustädter Universitätskirche am 15.9. abends wird eine Tagung am 16.9.22 zum einen das Schaffen und die unmittelbare Wirkung Herzogs in Augenschein nehmen, zum anderen aber auch vergleichbare Positionen und Repertoires in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Fokus stehen seine pädagogische Arbeit und die damit verbundenen Publikationen, seine kompositorische Tätigkeit, das Chorwesen und die fränkische Orgellandschaft des 19. Jahrhunderts. Zum abendlichen Gesprächskonzert an einer Strebel-Orgel von 1893 in Erlangen kommt am Samstag eine gemeinsame Tour zu mehreren historischen Dorforgeln der Region. Beteiligt sind außer dem heutigen Erlanger Stelleninhaber Konrad Klek auch Birger Petersen (Mainz), Friedhelm Brusniak (Würzburg), Carl Ehrig-Eggert (Frankfurt) und Francis Lucas (Luxemburg), als Organisten Ludger Lohmann und Svein Erik Tandberg. Info/Anmeldung unimusik@fau.de/www.musik.fau.de.

(31.5.2022) An der Musikhochschule Lübeck (MHL) finden vom 20. bis 23. Oktober 2022 „Kreativtage Kirchenmusik“ für Studieninteressierte, Studierende und Berufstätige statt. Die MHL geht dabei neue Wege in der Kirchenmusikausbildung. Sie erweitert ihr Kirchenmusikstudium um den Bereich „Kreieren“ (Improvisieren, Komponieren, Produzieren): Genreübergreifend wird klassische Musik mit aktueller Musik verbunden; das Erschaffen von originärer Musik und Herausbilden individueller Stile steht im Mittelpunkt. Das Programm umfasst Einzel- und Gruppenunterricht in Improvisation, Orgel, Jazzklavier, Chor, Popchor- und Bandleitung, (Pop-)Gesang und Dirigieren, Studienberatung sowie projektbezogenes und „Schöpferisches Arbeiten“ an den historischen Orgeln in St. Jakobi und St. Petri sowie in der Hochschule selbst. Anmeldung bis 15.8.2022 unter www.mh-luebeck.de.

(20.5.2022) Mit Heft 3/2022 endete die Redakteurstätigkeit von Klaus-Jürgen Gundlach bei Forum Kirchenmusik. Über fast dreißig Jahre hatte der Kirchenmusiker aus Templin die Ausrichtung und Gestalt der traditionsreichen Zeitschrift (früher Der Kirchenmusiker) bestimmt. Sein Nachfolger ist KMD Carsten Klomp (Wertheim/Heidelberg), der bereits seit dem Jahr 2000 einer der Herausgeber der Zeitschrift des Verbandes evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker ist. Klomp ist Professor für Orgel-Literaturspiel (Künstlerisches Orgelspiel), Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung (Liturgisches Orgelspiel) an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg. – www.forum-kirchenmusik.de

(12.5.2022) Adrian Büttemeier (* 1994) wird ab Juli 2022 neuer Domkantor in Berlin und damit Nachfolger von Tobias Brommann, der 2021 den Berliner Dom verlassen hat. Buttmeier studierte Kirchenmusik und Dirigieren mit Schwerpunkt Chorleitung in Detmold, Saarbrücken und Stockholm bei Anne Kohler, Georg Grün und Fredrik Malmberg. Nach kirchenmusikalischen Anstellungen in Augustdorf und Isselhorst wurde er 2020 Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde in Mettmann bei Düsseldorf. Von 2018 bis 2021 leitete er die Detmolder Kantorei. Er arbeitete mit dem WDR Rundfunkchor, dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem Philharmonischen Chor Berlin und war Stipendiat im Dirigentenforum des Deutschen Musikrates und im Deutschlandstipendium der Stiftung Studienfonds OWL.

(10.5.2022) Christian Johannes Bonath (42) wird neuer Domkapellmeister an der Dresdner Kathedrale und Chorleiter der Dresdner Kapellknaben. Der gebürtige Wormser tritt zum 1. September dieses Jahres die Nachfolge von Matthias Liebich (63) an, der nach über 25 Jahren im kirchlichen Dienst in den Ruhestand geht. Bonath (Foto: Georg Storz) studierte Kirchenmusik in Saarbrücken, Mainz und Hannover. Meisterkurse führten ihn unter anderem zu Frieder Bernius und Sylvain Cambreling. Als Dirigent verfügt er über ein breites Repertoire von der Renaissance bis in die Moderne. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter der Vokalformation „Ensemble Paulinum“ sowie des Barockorchesters „pulchra musica“. Für die zeitgenössische Musik engagiert er sich ebenso.Seit 1997 ist er dem Konvent der Wormser Dominikaner als Kirchenmusiker der Klosterkirche St. Paulus verbunden. 2009 wurde er zum Chorleiter des Knabenchores Gütersloh gewählt. Seit 2012 war er künstlerischer Leiter des Knabenchores von „capella vocalis“ in Reutlingen. Ebenfalls seit 2012 lehrt Bonath zudem als Dozent an der Musikhochschule in Mainz.

(4.5.2022) Aus Anlass des 350. Todestages von Heinrich Schütz laden die Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e. V. (MBM) und der Verband Deutscher KonzertChöre zum Video- und Klangprojekt „open_psalter“ ein, in dessen Mittelpunkt der „Becker-Psalter“ von Heinrich Schütz steht. Mit sangbaren Melodien und einfachen vierstimmigen Sätzen, im kirchlichen wie im Hausgebrauch mit geringem Aufwand nutzbar, schuf Schütz ein Kompendium, das einerseits das wohl am meisten verbreitete Werk des Meisters war, andererseits in seiner Gesamtheit bis heute nirgends aufgeführt bzw. auf Tonträger produziert wurde. Laien- wie Profichöre, Vokalensembles und Sänger aus aller Welt sind eingeladen, die insgesamt 150 Psalmvertonungen des „Becker-Psalters“ in Ton und Bild aufzunehmen. Im Idealfall erhält jedes der Psalmlieder am Ende sein Video, und es gelingt, die weltweit erste Gesamtaufnahme hör- und sichtbar werden zu lassen. Alle Infos: www.open-psalter.de

(3.5.2022) Der Dirigent, Pianist und Chorleiter Marcus Creed erhält am 14. Mai in Stuttgart den Georg-Friedrich-Händel-Ring des Verbandes Deutscher KonzertChöre. Er arbeitete neben seiner Leitungstätigkeit für das SWR Vokalensemble oder das DR VokalEnsemblet Kopenhagen auch mit der Staatskapelle Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln oder mit der Akademie für Alte Musik Berlin zusammen. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet neben der historischen Aufführungspraxis auch die Interpretation neuer Musik, wie die Aufnahme der bis dahin als nicht aufführbar geltenden Lamentatio Jeremiae Prophetae von Ernst Krenek oder auch der Gruppen von Karlheinz Stockhausen zeigen. Gemeinsam mit dem SWR Vokalensemble brachte Creed Werke von György Ligeti, Luigi Nono oder Olivier Messiaen auf die Bühne. Hervorzuheben ist auch sein Engagement für Georg Friedrich Händels Oratorien. (Foto: SWR/Klaus Mellenthin)

(20.4.2022) Elena Szuczies wird ab dem 1. September 2022 die erste Dirigentin des neu gegründeten Mädchenchors der Regensburger Domspatzen. Die 28-Jährige studierte an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln Katholische Kirchenmusik und steht kurz vor dem Abschluss eines Masterstudiums im Chordirigieren an der Robert-Schumann Hochschule in Düsseldorf. Erstmals in der mehr als tausendjährigen Geschichte der Regensburger Domspatzen können ab dem Schuljahr 2022/23 auch Mädchen das Gymnasium besuchen. Auch das Internat wird Schülerinnen offenstehen. Einen gemeinsamen Chor mit den berühmten Sängerknaben soll es aber nicht geben. (Foto: Markus Weigl/Domspatzen)

(15.4.2022) Namhafte Verstärkung am Institut für Kirchenmusik der Universität der Künste Berlin: Nach Verpflichtungen beim Institute of Sacred Music der Yale University und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ist Stefan Parkman ab dem Sommersemester Gastprofessor am Kirchenmusikinstitut der UdK und verstärkt so das Team um Kai-Uwe Jirka und Arndt Martin Henzelmann. Der besonders als Chordirigent erfolgreiche Schwede war u. a. Leiter des Schwedischen Rundfunkchores, des Dänischen Rundfunkchores und des WDR Rundfunkchores.

(4.4.2022) Der Organist und Theologe Konja Voll (54) ist am 3. April 2022 in sein Amt als Landeskirchenmusikdirektor der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern und zugleich als Domorganist des Greifswalder Doms St. Nikolai eingeführt worden. Angetreten hat er seine Ämter bereits Anfang Februar. Voll (Foto: Klinkhardt) hat Kirchenmusik und evangelische Theologie in Marburg und Heidelberg studiert. Zuletzt war er Kirchenmusiker im hessischen Bensheim und Propsteikantor in der Region Starkenburg. Voll ist Nachfolger von Frank Dittmer, der das Amt 20 Jahre lang innehatte und inzwischen Professor für Kirchenmusik in Greifswald ist. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten 70 hauptamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker mit unterschiedlichen Stellenanteilen. In 335 Chören singen über 6.700 Sängerinnen und Sänger.

(26.3.2022) Ludwig Böhme wird am 1. September 2022 die Künstlerische Leitung des Windsbacher Knabenchores übernehmen. Der 42-jährige Leipziger folgt damit auf Martin Lehmann, der nach zehn Jahren im August 2022 als Kreuzkantor nach Dresden wechselt. Böhme wurde beim Thomanerchor Leipzig und später an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig geprägt und ausgebildet. Ludwig Böhme studierte Chordirigieren in Leipzig. 1999 gründete er das Calmus Ensemble und ist bis heute Bariton des international anerkannten Quintetts. Seit 2002 leitet er den Kammerchor Josquin des Préz, mit dem er 2018 einen Ersten Preis beim Deutschen Chorwettbewerb errang. Seit 2012 ist er künstlerischer Leiter des Leipziger Synagogalchores, der sich der Pflege jüdischer Musik widmet. Ludwig Böhme unterrichtete Dirigieren an den Musikhochschulen in Leipzig und Halle, gibt Meisterkurse und Workshops, ist Juror und Berater. 25 CD-Produktionen, unzählige Arrangements sowie zahlreiche Preise dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.

(25.3.2022) Ende März wurde in Waldfischbach-Burgalben der Verband für Christliche Popularmusik in den Diözesen Deutschlands gegründet. Die Gründungsmitglieder wählten Jochen Wiedemann als Bundesvorsitzenden, Christoph Kießig als stellvertretenden Bundesvorsitzenden, Stefanie Lübbers als Geistliche Begleiterin sowie Barbara Großmann, Patrick Dehm und Anselm Thissen als weitere Mitglieder des Vorstands. Zweck des Verbandes ist es, die Akteure im Bereich Christlicher Popularmusik in Deutschland in ihrer musikalischen, religiösen, liturgischen und kulturellen Arbeit zu unterstützen. Er will allen Strömungen der christlichen Popularmusik im Bereich der Katholischen Kirche Deutschlands ein Dach geben, indem er den Austausch, Begegnungen, Partnerschaften und Vernetzung zwischen den Akteuren auf diözesaner, nationaler und internationaler Ebene fördert. Die Gründung wurde notwendig, da die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz den Arbeitsbereich „Neues Geistliches Lied“ eingestellt hat.

(20.3.2022) Am 19. März 2022 ist in Kaiserslautern der „Interreligiöse Musik Verein“ (IMV) gegründet worden. Er versteht sich als ökumenisch interreligiös, interkulturell und interdisziplinär. Als Zielsetzung verfolgt der IMV religiöse Kirchen- und Orgelmusik in Kaiserslautern, der Nord- und Westpfalz, aber auch überregional durch Initiierung von Kultur/Musik/Orgel plus Eventfestivals zu fördern. Die Friedenskirche Kaiserslautern soll zu einer Pflegestätte für musikalisch künstlerische Vielfalt, Stile und Gattungen werden. Torsten Laux, der 1. Vorsitzende des IMV, hat es sich zum Ziel gesetzt, eine interreligiöse und überkonfessionelle Institution mit kulturellem Leben aus Christentum, Islam, Buddhismus zu schaffen.

(22.3.2022) Die Landeskirche Braunschweig trennt sich mit sofortiger Wirkung von Domkantor Gerd-Peter Münden und teilt mit: „Durch das Vorhaben des Domkantors, in Kolumbien eine Leihmutterschaft zu beauftragen, ist die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zerstört worden. Nach intensiver Prüfung der Sachverhalte und sorgfältiger Abwägung aller Begleitumstände ist der Vorstand der Domstiftung zu dem Ergebnis gekommen, dass ein gedeihliches Zusammenwirken mit dem Domkantor nicht mehr möglich ist. Nach Überzeugung des Vorstands hat der Domkantor die glaubwürdige Ausübung seines kirchlichen Dienstes durch die Planung, eine Leihmutter in Kolumbien in Anspruch zu nehmen, nachhaltig beschädigt. Die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft, die in dieser Form nach deutschem Recht im Inland nicht zulässig wäre, steht in Widerspruch zu den ethischen Grundsätzen der evangelischen Kirche. Insbesondere dann, wenn diese mit Geldzahlungen verbunden ist. Es gilt, jedem Anschein entgegenzuwirken, dass Frauen und Kinder zu Waren degradiert und in ihrer Menschenwürde beschädigt werden. Der Domstiftungsvorstand bedauert sehr, dass eine weitere Zusammenarbeit mit dem Domkantor nicht möglich ist. Er erkennt an, dass dieser sich in der Vergangenheit große Verdienste um die kirchenmusikalische Arbeit am Braunschweiger Dom erworben hat. Umso mehr sieht sich der Vorstand in der Verantwortung, Bedingungen zu schaffen, damit diese Arbeit erfolgreich fortgesetzt werden kann. Der Domstiftungsvorstand dankt allen, die sich kirchenmusikalisch am Braunschweiger Dom engagieren. Sie haben den Ort zu einem Leuchtturm evangelischer Kirchenmusik in Braunschweig und weit darüber hinaus gemacht. Diesen Schatz zu bewahren und zu fördern, gilt die uneingeschränkte Verpflichtung des Vorstands. Er dankt insbesondere Kantorin Elke Lindemann und Kantor Witold Dulski, die dafür sorgen, dass die Kontinuität der kirchenmusikalischen Arbeit am Dom gesichert ist.“ Gerdn-Peter Münden bereitet eine Klage gegen seine Kündigung vor. Fernsehbeitrag des NDR

(9.2.2022) „Leading Voices. European Days for Vocal and Choral Leaders“: Unter diesem Titel findet vom 27. bis 31. Juli 2022 in Utrecht (Niederlande) erstmals eine Veranstaltung für Profis im Bereich der Chormusik (Chorleiterinnen und -leiter, Dirigenten, Musiklehrer, Komponisten, Manager u. a.) statt. Geplant sind mehr als achtzig Vorträge und Workshops mit internationalen Referenten. Die Tage enden mit einer Reihe von Konzerten erstklassiger Chöre aus England, Frankreich, Italien und  Lettland. – Info: www.leadingvoices.nl (Foto: Shanice D. Redan)

(7.2.2022) Peteris Vasks erhält den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Europäischen Kirchenmusik 2022. Die Stadt Schwäbisch Gmünd ehrt den lettischen Komponisten mit dieser Auszeichnung für seine zutiefst spirituellen Werke. Vasks’ Chor-, Kammer- und Orgelmusik wird weltweit aufgeführt, sie folgt im besten Sinne populär seinem Credo: „Die meisten Menschen haben heute keinen Glauben, keine Liebe und keine Ideale mehr. Die geistige Dimension geht verloren. Ich will der Seele Nahrung geben. Das predige ich in meinen Werken.“ Oberbürgermeister Richard Arnold verleiht Peteris Vasks die Auszeichnung am 16. Juli 2022 im Rahmen des Festivals Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd (14. Juli bis 7. August). – www.kirchenmusik-festival.de (Foto: Schott Music/Mélanie Gomez)

(1.2.2022) Der Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland e. V. (CEK) hat auf seiner Internetseite ein neues Werkzeug gestartet, das es ermöglicht, Chorsätze zu allen Liedern des Evangelischen Gesangbuchs schnell und leicht aufzufinden. Unter der Adresse www.such-wer-da-will.de stellt die Datenbank kostenfrei praxisgerechte Kriterien wie Chorbesetzung, Stimmanzahl oder Kompositionstechnik, Jahreszeit, Thema oder Bibelstelle, Epoche, Melodie- oder Satzdichter zum Suchen bzw. zum Filtern von Suchergebnissen bereit. Fast 400 Chorbücher und -hefte aus den Landeskirchen,  -verbänden sowie von Verlagen wurden dafür bislang gesichtet und ausgewertet. Zur Zeit enthält die Datenbank die Nennung von etwa 5.000 verschiedenen Chorsätzen zu den 535 Liedern im Stammteil des EG und seinem Ergänzungsband mit den neuen Wochenliedern (EG.E).

(31.1.2022) Der 16. Internationale César-Franck-Wettbewerb findet am 4., 6. und 8.  Oktober 2022 auf der Willibrordus-Orgel in der Basilika St. Bavo in Haarlem (Niederlande) statt. Wegen seines 200. Geburtstags stehen ausschließlich Kompositionen von César Franck auf dem Wettbewerbsprogramm. Die Jury besteht aus Michel Bouvard, Étienne Walhain und Marcel Verheggen. Anmeldeschluss ist der 1. Juli 2022. Alle Infos: www.cesarfranckconcours.nl

(31.1.2022) Der ehemalige Thomaskantor Georg Christoph Biller ist am 27. Januar 2022 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 66 Jahren gestorben. Georg Christoph Biller (* 1955), selbst Thomaner, war nach seinem Studium bei Rolf Reuter und Kurt Masur an der Leipziger Musikhochschule von 1980 Chorleiter des Leipziger Gewandhauses. 1992 wurde er zum Thomaskantor berufen und leitete den Thomanerchor als sechzehnter Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach bis 2015. In einem Interview mit „Musik & Kirche“ sagte er zu seiner Tätigkeit „Es ist etwas Großes, das in unserer Zeit Seltenheitswert hat.“ Als Thomaskantor pflegte Biller die große Chortradition von den gregorianischen Anfängen bis zur Moderne und widmete sich auch engagiert der zeitgenössischen Chormusik. Einer der Höhepunkte seines Thomaskantorats waren 2012 die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum des Thomanerchores. Georg Christoph Biller war immer ein energischer, kraftvoller Künstler, der den Chor mit großer Persönlichkeit und Leidenschaft geleitet hat. – Ein ausführlicher Nachruf erscheint in MuK 2/2022 (Foto: Thomanerchor Leipzig, Matthias Knoch)

(26.1.2022) Der Komponist und Hochschullehrer Heinz Werner Zimmermann ist am 25. Januar im Alter von 91 Jahren in Ober-Ursel gestorben. Von 1971 bis 2007 war er Mitherausgeber von „Musik & Kirche“ und hat in den Sitzungen und über die Jahre viel zum Gelingen der Zeitschrift beigetragen. In Zimmermanns kompositorischen Œuvre dominiert die geistliche Chormusik, die in nahezu jeder Form vertreten ist: als Chorsinfonik, A-cappella-Werk, als Motette für Chor und Kontrabass. Seine Beschäftigung mit klassischem Jazz und amerikanischem Gospel prägen viele seiner Kompositionen. Sein letztes großes Werk, die „Don-Giovanni-Variationen. Sieben Orchesterstücke nach Mozarts Dramma Giocoso“ für Orchester, wurde 2020 an der Universität Frankfurt uraufgeführt. – Ein ausführlicher Nachruf erscheint in MuK 2/2022.

(12.1.2022) Mit dem Jahr der Chöre 2022 startet der Deutsche Chorverband eine bundesweite Initiative, um öffentlich und kulturpolitisch Aufmerksamkeit für die Belange der Chorszene zu erzeugen. Alle Chöre, Vereine, Verbände und chormusikalischen Institutionen sind dazu aufgerufen, sich anzuschließen und ihre eigenen Aktivitäten im Jahr 2022 unter das Motto „Jahr der Chöre“ zu stellen. Gemeinsam soll dafür geworben werden, dass Chöre flächendeckend Unterstützung erfahren, die Nachwuchsarbeit nachhaltig gestärkt und so die Zukunft des Chorwesens gesichert werden kann. Der DCV selbst wird 2022 mit eigenen Großveranstaltungen wie dem Deutschen Chorfest, das vom 26. bis 29. Mai 2022 in Leipzig stattfindet, einer digitalen Chorlandkarte und weiteren Leuchtturmprojekten und Aktionen den Chören dabei eine größtmögliche Bühne bieten. – www.jahr‐der‐choere.de