Die beiden Bundesakademien in Trossingen und Wolfenbüttel
bieten zwei berufsbegleitende
Fortbildungen für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker an:
1. Musikvermittlung
im kirchlichen Bereich (1. Phase: 4.–8.10.2010 Trossingen, 2. Phase: 14.–18.3.2011
Wolfenbüttel – Die Verknüpfung musikalischer und theologisch-pastoraler
Inhalte, das Finden und Umsetzen neuer Ausdrucksformen sind ebenso Aspekte der
Fortbildung wie die Professionalisierung in den Bereichen, Moderation,
Aktivierung und Einbeziehung des Publikums, Präsentieren und Inszenieren,
Management und Öffentlichkeitsarbeit.
2. Musikerziehung in Gemeinde und
Gesellschaft (1. Phase: 13.–17.9.2010 Trossingen, 2. Phase: 28.3.–1.4.2011 Wolfenbüttel) – Kirchenmusiker und -musikerinnen
sollen dazu qualifiziert werden, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an andere
weitergeben können – etwa an Erzieherinnen oder Mitarbeiter aus anderen
pastoralen Diensten wie Gemeindereferenten, Diakone, Religionslehrer etc.
Weitere Schwerpunkte sind das Singen mit Kindern, die Integration kirchenmusikalischer
Arbeit in außerkirchliche Institutionen (z. B. Ganztagsschule), die inhaltliche
und methodische Betreuung der Mitarbeiter sowie eigene Projektentwicklung.
Kontakt und Anmeldung: Bundesakademie für
musikalische Jugendbildung Trossingen , Hugo-Herrmann-Str. 22, 78647 Trossingen, Tel.: 07425
/ 94 93-0, E-Post : mail@bundesakademie-trossingen.de, www.bundesakademie-trossingen.de
und
Vom 21. bis 28. August 2010 wird der 1. Arp-Schnitger-Orgelwettbewerb
veranstaltet. Die erste Wettbewerbsrunde findet zwischen dem 21. und 24. August
an den historischen Orgeln in Cappel, Altenbruch und Lüdingworth statt. Die
Qualifikation für das Weiterkommen wird an der Interpretation des norddeutschen
Repertoires aus dem 17. Jahrhundert gemessen. Das „Nadelöhr“ des Wettbewerbs
ist der kompetente Umgang mit drei der bedeutendsten Orgeln des 17.
Jahrhunderts. Es folgt eine Zwischenrunde an der Silbermann-Orgel des Bremer
Doms mit Werken von Buxtehude, Böhm und Bach. In der Endrunde am 28. August in
Bremen werden fünf Teilnehmer an der Ahrend-Orgel mit Renaissance-Prospekt der
St. Martini-Kirche spielen. Von den Teilnehmern ist die Darstellung des
Spektrums der Orgelmusik von der Spätrenaissance bis zu einem 2009 beendeten
Werk der Younghi Pagh-Paan gefordert. Dabei steht die deutsche Orgelmusik im
Mittelpunkt. Die Jury ist mit international herausragenden Organisten besetzt.
Teilnehmer dürfen nicht älter als 35 Jahre sein. Nähere Informationen:
www.arp-schnitger-festival.de. (5.3.2010)
Der Deutsche Musikrat veranstaltet
gemeinsam mit den Vertretern der kirchenmusikalischen Spitzenverbände vom 14.
bis zum 17. Oktober 2010 im Rahmen der bundesweiten Aktionstage für
Kirchenmusik den Kongress „Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik“ in
Berlin. Im Rahmen des Kongresses wird es vier parallele Arbeitsgruppen am
Freitag, den 15. Oktober zu den folgenden Themen geben: 1. Die
Spannung zwischen Liturgie, Verkündigung und ästhetischer Darstellung, 2. Kirchenmusik als Wertevermittlung? 3.Kirchenmusik als Ort
der Freiheit oder als Medium der Vereinnahmung? 4. Kirchenmusik im
sozioökonomischen Kontext. Die Kongressteilnehmer sind
gebeten, ihre Anregungen zu den jeweiligen Arbeitsgruppen bis zum 15.
September 2010 an das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates zu schicken.
Am Ende des Kongresses soll die Resolution „Einheit durch Vielfalt – Kirche
macht Musik“, die auf den Kongressergebnissen basiert, verabschiedet werden. Info:
www.einheitdurchvielfalt.de (5.3.2010)
Der australische Komponist Terence Yap
hat den 10. Kompositionswettbewerb Zeitgenössische Geistliche Musik der
Stadt Schwäbisch Gmünd beim Festival Europäische Kirchenmusik gewonnen.
Die Jury zeichnete den 1970 in Sydney geborenen Musiker einstimmig für seine Komposition
View of the Son from the Father’s Eye aus. Für den Wettbewerb wurden
45 Kompositionen aus Europa, Amerika und Australien eingereicht. Yaps
Komposition ist mit Bariton, Flöte, Tenorsaxophon, Violine und Violoncello
besetzt. Sie geht von der Situation und Problematik des Bibeltextes (Luk 15, 11–32)
aus, der Aussöhnung zwischen Vater und Sohn. Dabei gibt es keine lineare Textvertonung:
Mit eingestreuten vokalen Stichworten wird ein Assoziationsraum geöffnet, der
die theologische Fragestellung in Musik umsetzt. Die Uraufführung wird am 16.
Juli im Mittelpunkt des ökumenischen Eröffnungsgottesdienstes des Festivals
Europäische Kirchenmusik stehen. Info: www.kirchenmusik-festival.de. (1.3.2010)
Als Ergänzung der „Neuen Bach-Ausgabe“ kündigen das
Bach-Archiv Leipzig und der Bärenreiter-Verlag an: Johann Sebastian
Bach: Neue Ausgabe sämtlicher Werke. Revidierte Edition (NBArev).
Die NBArev wird unter der Editionsleitung von Christoph Wolff, Uwe
Wolf und Peter Wollny vom Bach-Archiv herausgegeben und erscheint im
Bärenreiter-Verlag. In den kommenden Jahren werden etwa 15 Bände erscheinen,
die neueste musikwissenschaftliche Erkenntnisse und Bewertungen für Wissenschaft
und Praxis bereitstellen. Dadurch wird eine Aktualisierung der
wissenschaftlichen Gesamtausgabe der Werke Johann Sebastian Bachs
gewährleistet.
Die Neue Bach-Ausgabe (NBA), die von 1954 bis 2007 in mehr als 100 Bänden mit
den entsprechenden Kritischen Berichten erschien, war bereits kurz nach
Herausgabe der ersten Bände maßstabsetzend für eine moderne
wissenschaftlich-kritische Edition, nicht zuletzt durch die Einbeziehung
neuester Techniken der Handschriftenuntersuchung. Die jahrzehntelange Laufzeit
der NBA brachte es mit sich, dass während der Arbeiten weitere Quellen
entdeckt, Erfahrungen gesammelt und Erkenntnisse gewonnen wurden, die sich auch
auf bereits erschienene Bände beziehen. Um der Musikwissenschaft und den
Musikern auf der ganzen Welt weiterhin einen nach heutigen Maßstäben
zuverlässigen Notentext zu bieten, haben das Bach-Archiv Leipzig und der
Bärenreiter-Verlag eine Vereinbarung zur Aktualisierung der Neuen Bach-Ausgabe
getroffen, deren Ergebnisse in der NBArev vorgelegt werden.
Die NBArev wird Mitte 2010 mit der h-Moll-Messe eröffnet, deren
problemreiche Partitur unter Mitwirkung der Bundesanstalt für Materialforschung
erstmals auf die authentische autographe Textgestalt der Messe hin untersucht
wurde. Uwe Wolfs Neuausgabe der h-Moll-Messe bietet aufschlussreiche
Erkenntnisse auf Basis dieser Untersuchungen. Nach der h-Moll-Messe werden u.
a. Weimarer Kantaten, die Johannes-Passion (zwei Fassungen), die Motetten,
verschiedene Orgelwerke, die Violinsonaten und die Suiten für Violoncello solo
erscheinen.
Die NBArev wird zur Subskription ausgeschrieben. Der Bezug einzelner
Bände ist möglich. (24.2.2010)
Der Komponist, Orgellehrer und Kirchenmusiker Zsigmond Szathmáry wurde in die Ungarische Akademie der Wissenschaften berufen. (11.2.2010)
Ab sofort bietet der Verlag
Breitkopf & Härtel zu über 200 wichtigen Chorwerken Probepartituren an.
Diese können unter www.breitkopf.de als PDF-Dateien
kostenfrei heruntergeladen werden, kürzere Werke bis acht Seiten komplett und
bei umfangreicheren Ausgaben eine Auswahl. Zukünftig werden alle klassischen Chornovitäten
auch als Probepartitur zum Download bereitstehen. Zudem wird das Angebot für
die bereits erschienenen Ausgaben stets erweitert. (27.1.2010)
Für neue, zukunftsweisende
ökumenische Projekte schreibt der 2. Ökumenische Kirchentag den „Ökumene-innovativ-Preis“
aus. Die Auszeichnung wird an diejenige ökumenische Initiative verliehen, die
originelle und innovative Wege geht, um ein Zeichen für die Einheit der
Christen zu setzen. Bewerben können sich Gruppen, die sich aus mindestens zwei
unterschiedlichen Konfessionen zusammensetzten.
Die
Siegerehrung findet im Rahmen einer Abendveranstaltung des 2. ÖKT am 13. Mai in
München statt. Fünf vorausgewählte Projekte dürfen sich dem Publikum
präsentieren, das über die Vergabe des Preises abstimmt. Alle Vertreterinnen
und Vertreter der fünf Projekte erhalten eine kostenlose Dauerkarte für den 2.
ÖKT, dem Gewinner werden zudem zwei prominente Gäste aus der Ökumene
vermittelt, um am Heimatort des Projektes einen Ökumene-Tag durchzuführen.Der
Bewerbungsbogen steht im Internet unter www.oekt.de/oekumenepreis, Bewerbungsschluss
ist der 12. März 2010. Weitere Informationen unter E-Post oekumenepreis@oekt.de
oder Tel. 089 / 559 992 337. (25.1.2010)
Elf Jahre nach der
Kiewer Wiederauffindung des Notenarchivs der Sing-Akademie zu Berlin liegt mit Das
Archiv der Sing-Akademie zu Berlin. Katalog (Verlag de Gruyter, €
169,95) ein Gesamtkatalog vor. Seit 2001 wurde der über 260.000 Seiten umfassende
Bestand an Autographen, Abschriften und wertvollen Musikdrucken aus dem 17. bis
frühen 19. Jahrhundert durchgesehen und ein Signaturen- und ein
Komponistenregister erstellt. Der Katalog führt 9.735 Werke von 1.008
verschiedenen Komponisten im Detail auf. Er enthält darüber hinaus eine
Konkordanz Signatur/Mikrofiche und dient so als kumuliertes
Erschließungsinstrument der Mikrofiche-Editionen (Verlag K. G. Saur). In die einzelnen Sammlungsgebiete und die
Geschichte des Archivs führen Beiträge von Axel Fischer, Christoph Henzel,
Klaus Hortschansky, Matthias Kornemann, Ulrich Leisinger, Mary Oleskiewicz,
Ralph-J. Reipsch und Tobias Schwinger ein. (21.1.2010)
Der Dirigent Marcus Creed erhält den Preis der
Europäischen Kirchenmusik 2010. Für seine herausragenden Interpretationen
geistlicher Musik hat ihm die Stadt Schwäbisch Gmünd diese Auszeichnung
zuerkannt. Die Preisverleihung findet am 21. Juli 2010 während des Festivals
Europäische Kirchenmusik statt. Die Laudatio hält Clytus Gottwald. Vor
der Preisverleihung dirigiert Marcus Creed ein Konzert des SWR Vokalensembles
Stuttgart, dessen Chefdirigent er seit 2003 ist. Von 1987 bis 2001 war Creed
künstlerischer Leiter des RIAS-Kammerchores. Seit 1998 ist er auch Professor
für Chordirigieren an der Musikhochschule Köln. Neben der Leitung internationaler
Profichöre ist für Creed die Zusammenarbeit mit der Akademie für Alte Musik
Berlin, dem Freiburger Barockorchester und Concerto Köln wesentlicher
Bestandteil seiner weiteren Konzerttätigkeit. (21.1.2010)
Die Landesmusikakademie
Berlin bietet in Kooperation mit dem Chorverband Berlin einen berufsbegleitenden
Lehrgang „Singen mit Kindern“ für alle an, die regelmäßig mit
Kindergruppen von 3–7 Jahren singen, Dozenten: Nathalie Schock, Jeannette
Getrost, Jule Greiner und Heike Linke. Nach einem Einführungswochenende am
30./31.10.2010 folgen bis Juni 2011 neue weitere Wochenendseminare. Info:
www.landesmusikakademie-berlin.de. (19.1.2010)
Die Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands
(VOD) bietet in den Jahren 2010/11 wieder Kurse zur Aus- und Fortbildung für
Orgelsachverständige an. Ein Gesamtkurs gliedert sich in drei einwöchige
Werkwochen. Die Kurse wenden sich sowohl an designierte Orgelsachverständige
(Ausbildung) als auch an bereits amtierende Orgelsachverständige (Fortbildung)
sowie an Dekanats- und Regionalkantoren. Restplätze werden an Kirchenmusiker
mit einem besonderen Interesse am Orgelbau vergeben.
Die VOD verleiht als Gütesiegel
für Mindeststandards im Orgelsachverständigenwesen das Zertifikat „Zertifizierter
Orgelsachverständiger (VOD)“ / „Zertifizierte Orgelsachverständige (VOD)“. Die
Termine: Kurs 1: 4.–8.10.2010 Rottweil, Kurs 2: 7.–11.2.2011 Rottweil,
Kurs 3: 25.–29.4.2011 Ludwigsburg, Kursleiter: Michael G. Kaufmann,
Info/Anmeldung: Staatliche
Hochschule für Musik Trossingen, Monika Šestan, Kapellenhof 6, 78628 Rottweil,
Tel.: 0741 / 1 75 26 40, E-Post: organexpert@mh-trossingen.de.
Im Anschluss an Kurs 1 wird ein zusätzlicher Spezialkurs angeboten (14.–18.10.2010 Rottweil),
Themen: Umgang mit Archiven und
Archivalien; Lesen und Übertragen historischer Orgelakten; Pfeifensignierungen
als Hilfen für die Sortierung von Pfeifen in Restaurierungsfällen und zur
Identifizierung anonymer Orgelbauer, Leitung: Alfred Reichling. (6.1.2010)
Die beiden bayerischen Musikakademien kündigen neue Lehrgänge für Kinder- und Jugendchorleitung mit staatlicher Anerkennung an. In Alteglofsheim findet die erste von acht Arbeitsphasen vom 30.4. bis 2.5.2010 statt. Info/Anmeldung: Bayerische MusikAkademie Alteglofsheim, Am Schlosshof 1, 93087 Alteglofsheim, Tel.: 09453 / 9931-0, kurse@musikakademie-alteglofsheim.de, www.musikakademie-alteglofsheim.de. Fünf Arbeitspahsen umfasst der Lehrgang an der Musikakademie Hammelburg. Nach einer Aufnahmeprüfung am 13. März 2010 findet die erste Phase vom 19. bis 21.11.2010 statt, Info: Bayerische Musikakademie Hammelburg, Am Schlossberg, 97762 Hammelburg, Tel.: 09732 / 7868-0, info@bmhab.de, www.bmhab.de. (5.1.2010)
www.amalien-orgel.de: Die Internetseiten zur Amalien-Orgel, älteste erhaltene Orgel Berlins aus dem Jahr 1755, sind vollkommen neu gestaltet worden. In Text, Bild und per Video werden Einblicke zur Geschichte, zur derzeit laufenden Restaurierung und zu Veranstaltungen gegeben.(16.12.2009)